„Krabat“: Magie in der Jugendkirche Linz
Das Stück „Krabat“, basierend auf dem Roman von Otfried Preußler, für die Bühne bearbeitet von Nina Achminow, entführt die Besucher:innen in eine faszinierende Welt voller Zauberei und Fiktion. Erzählt wird die Geschichte des Waisenjungen Krabat, der Lehrling in einer rätselhaften Mühle wird. Dort lernt er nicht nur das Müllerhandwerk, sondern gerät auch in den Bann der schwarzen Magie. Während sich immer mehr Rätsel offenbaren, muss Krabat den Mut finden, sich dem Bösen entgegenzustellen. Denn nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Freunde und seiner großen Liebe steht auf dem Spiel.
„Krabat“ ist bereits die achte Jugendtheaterproduktion des Theaters im Grünen Anker. Die Theatergruppe formiert sich jedes Jahr neu. Heuer werden bei den fünf Aufführungen 20 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren in der Jugendkirche Linz auf der Bühne stehen. Fleißig geprobt wird seit Dezember vergangenen Jahres. Birgit Eidenberger, Jugendbeauftragte der Pfarre Urfahr-St. Junia, ist als Projekt- und Produktionsleiterin für die Jungschauspieler:innen und das Stück verantwortlich: „Die Jugendlichen geben hier wirklich ihr Herzblut“, ist sie vom Engagement der Schauspieler:innen begeistert. „Sie sind überaus motiviert, ihre Talente zu zeigen. Die Arbeit am Theaterstück fördert zudem die Gemeinschaft“, sagt Eidenberger. Ihr ist wichtig, „dass wir als Kirche den Jugendlichen eine Bühne bieten und ihnen Raum geben, sich zu entfalten“.

Proben zum Theaterstück: Konstantin Lenzenweger steht als Krabat auf der Bühne, Dana Stachl spielt einen der Raben © Maria Czernohorszky
Moritz Merten: „Man muss Menschen etwas ausprobieren lassen“
Für die Regie zeichnet heuer das aus Gutau im Bezirk Freistadt stammende Geschwisterpaar Moritz Merten und (als Co-Regisseurin) Mona Merten (20) verantwortlich. Der 22-jährige Musik- und Gesangspädagogikstudent, der bereits seit seinem achten Lebensjahr auf der Bühne steht, ist der „kreative Kopf“ des Duos. Seine Schwester kümmert sich um die organisatorischen Belange. Im Grünen Anker ist es bereits die fünfte Produktion, bei der sich Moritz Merten engagiert – zunächst dreimal als Schauspieler. „Krabat“ ist nach „Die Räuberinnen“ (2025) seine zweite Inszenierung.
Die Regie bei den Theaterproduktionen im Grünen Anker zu übernehmen, sei für ihn eine große Chance, sagt er, „weil ich dabei sehr viel lernen darf“. Von seinen Schauspiel-Kolleg:innen ist Merten jedes Mal aufs Neue beeindruckt: „Es ist schön zu sehen, was herauskommen kann, wenn sich Menschen ohne Vorerfahrung auf eine Bühne stellen, sich etwas zutrauen und sich ausprobieren“, sagt er: „Das Ausprobieren lohnt sich jedes Mal. Man lernt so viel dabei und es entsteht ein tolles Zusammenspiel von Kunst und Pädagogik. Das Ergebnis kann sich jedes Jahr sehen lassen!“
Für die heurige Produktion gibt es eine Kooperation mit der HBLA für künstlerische Gestaltung, Linz Garnisonstraße. Die Schüler:innen fertigten die Rabenmasken der Gesellen und die Habichtsmaske des Meisters im Stück an. Zusammengearbeitet wird auch mit dem Kolleg für Sozialpädagogik der Diözese Linz. Dort wurden Teile der Bühnenausstattung – etwa das Mühlrad oder die Lagerfeuerstellen – gebaut. Zudem konnte eine Schneiderin gewonnen werden, die ehrenamtlich die Herstellung der Vogelkostüme übernahm.

© Grüner Anker | Jugendkirche Linz
Vorstellungen:
Do., 21. Mai, 19.30 Uhr
Fr., 22. Mai, 19.30 Uhr
So., 24. Mai, 16.30 Uhr
Sa., 30. Mai, 19.20 Uhr
So., 31. Mai, 16.30
Reservierung unter: www.grueneranker.at, 0676 |8776 6161
Kartenpreise:
€ 5 | Jugendgruppentarif für Schüler:innen und Lehrkräfte
€ 9 | Schüler:innen, Lehrlinge , Studierende
€ 18 | Erwachsene
Veranstalter und Aufführungsort:
Grüner Anker | Jugendkirche Linz
Schulstraße 4, 4040 Linz
(Stadtpfarrkirche Urfahr | neben AEC)
www.dioezese-linz.at/gruener-anker-jugendkirche-linz
Instagram: gruener_anker







