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Chancen der neuen Struktur: Eine beteiligende Kirche leben

Interview mit Susanne Lammer, designierte Pastoralvorständin im Noch-Dekanat Windischgarsten, dass zur fünften von sechs Runden der Strukturumsetzung gehört.

Susanne Lammer, designierte Pastoralvorständin im Noch-Dekanat Windischgarsten, erzählt im Interview, welche Chancen sie in der neuen Struktur sieht, wie sie die kollegiale Leitung im Pfarrvorstand gestalten will und welche Stärken sie bei den Pfarrgemeinden und im neuen Miteinander der Pfarre sieht. Interview: Februar 2026)

Susanne, Du warst schon für vier Jahre Dekanatsassistentin im Dekanat Windischgarsten, das mit 1.1.2027 eine Pfarre mit Pfarrgemeinden wird. Was wird nun neu für Dich als Pastoralvorständin?

 

An erster Stelle steht für mich die Vernetzung. Unser Dekanat erstreckt sich über mehr als 60 Kilometer, viele Pfarrgemeinden liegen weit auseinander und haben sich bisher eher eigenständig verstanden. Zusammenarbeit gab es meist nur dort, wo Pfarrgemeinden einen Priester teilen. Nun geht es darum, die einzelnen Orte und Menschen stärker miteinander zu verbinden.
Dann: Wege suchen, wie es miteinander gehen kann. Wie kann Zusammenarbeit konkret aussehen? Was brauchen die einzelnen Pfarrgemeinden, und was können sie einbringen?
Weiters: immer wieder Gespräche beginnen und im Gespräch zu bleiben, um das Gemeinsame im Blick zu behalten.
Auch: Sicherheit geben, dass das Gemeinsame Sinn macht und die Mitarbeitenden im Ehren- wie im Hauptamt die Möglichkeit zum Mitgestalten haben.
Natürlich: Zuhören, Ängste/Herausforderungen hören, die Herausforderungen der Pfarrgemeinden wahr- und ernstnehmen und nach gangbaren Lösungen suchen.
Ganz wichtig ist mir: Die Charismen aller im Blick haben und einladen zur Mitgestaltung der Kirche bei uns vor Ort.

 

Was waren Deine bisherigen Highlights im Struktur-Umsetzungsprozess?

 

Ein besonderes Highlight war für mich der Zukunftstag zu Beginn dieses Jahres. Dort wurden über 500 Zeichnungen von Kindern ausgestellt. Sie haben dargestellt, wie Kirche für sie sein soll, dass sie sich wohlfühlen. Mich hat es sehr bewegt, wie viele Kinder sich daran beteiligt und welche Ideen sie eingebracht haben.
Die großen Treffen erlebe ich als sehr wertvoll. Sie schaffen Raum für Begegnung und ermöglichen es, engagierte Menschen aus allen Pfarrgemeinden kennenzulernen. Dabei kommen wir über unsere unterschiedlichen Bilder von Kirche und gelebtem Christsein ins Gespräch und beginnen, gemeinsam eine Vision für unsere neue Pfarre zu entwickeln. Es freut mich, dass wir trotz verschiedener Vorstellungen im Dialog bleiben.
Ergänzend zum Starttreffen haben wir drei Info-Cafés zur Umstellung auf die neue Struktur angeboten – in Windischgarsten, Micheldorf und Nußbach. Sie waren gut besucht und wurden sehr positiv aufgenommen. Ein Anliegen aus dem Treffen in Windischgarsten haben wir direkt aufgegriffen: Im Kernteam haben wir ein gemeinsames Gebet für unseren Umsetzungsweg formuliert, das nun in allen Pfarrgemeinden aufliegt.

 

Nicht nur in den Pfarrgemeinden gibt es eine Teamleitung in Gestalt von Seelsorgeteams. Auch die neue Pfarre wird kollegial geleitet - zu dritt im neuen Pfarrvorstand. Wie bereitet Ihr Euch darauf vor?

 

Wir werden uns um eine kollegiale Leitungskultur bemühen. Dazu gehören regelmäßige Besprechungen ebenso wie kurzfristige Absprachen, wenn es die Situation erfordert. Besonders wichtig ist mir eine klare Rollenverteilung: Wer trägt wofür Verantwortung? Gegenseitiges Vertrauen, Verlässlichkeit und ein respektvoller Umgang miteinander sind dafür grundlegende Voraussetzungen – ebenso wie die Gewissheit, uns nicht gegeneinander ausspielen zu lassen. Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung.
Wir sollten unsere Arbeit auf der Überzeugung gründen, dass alle Getauften berufen sind, sich mit den je eigenen Charismen, Erfahrungen und Perspektiven einzubringen. Deshalb wird es unsere Aufgabe sein, Räume zu öffnen, in denen sich Menschen unserer Pfarre einbringen können sowie beteiligende Prozesse zu initiieren – etwa im Pfarrlichen Pastoralrat.
Gleichzeitig wollen wir klar definieren, welche Aufgaben wir als Pfarrvorstand im Sinne einer Serviceleistung für die neue Pfarre übernehmen.

 

Welche Chancen siehst du in der neuen Struktur?

 

In der neuen Pfarre wird es einfacher sein, pastorales Wissen und vorhandene Ressourcen zu teilen. Bewährtes können wir weiterhin nutzen und gleichzeitig Neues entwickeln. Die Vielfältigkeit der Angebote soll gefördert werden und Raum schaffen für unterschiedliche Sehnsüchte, Spiritualitätsformen und Lebenssituationen.
Im Zuge unserer Ist-Analyse ist außerdem die Idee einer „Börse“ entstanden. Sie soll den Austausch von Ressourcen zwischen den Pfarrgemeinden erleichtern – etwa im Bereich Musik, bei der Vorbereitung verschiedener Feiern oder bei Materialien. So können wir voneinander profitieren und Synergien besser nutzen.
Als Pfarrvorstand sind wir vor Ort bekannte Ansprechpersonen – eine strukturelle Ebene in unmittelbarer Nähe. Anliegen können direkt mit uns geklärt werden; es ist nicht immer sofort notwendig, sich sofort an diözesane Stellen zu wenden.
Auch die pastorale Qualität wird weiterwachsen, nicht zuletzt durch die Orientierung an unserem gemeinsam erarbeiteten Pastoralkonzept. Dazu tragen der Pfarrvorstand ebenso bei wie die pfarrlichen Gremien (insbesondere der Pfarrliche Pastoralrat), die pfarrgemeindlichen Gremien (Pfarrgemeinderat) sowie die Teamleitungen und Seelsorgeteams in den Pfarrgemeinden. Im guten Zusammenspiel all dieser Ebenen liegt eine große Stärke der neuen Struktur.

 

Was schätzt du an den Pfarrgemeinden?

 

Ich schätze das große Engagement der Menschen. In unseren Pfarrgemeinden bringen sich viele Ehrenamtliche mit Zeit, Herz und Kreativität ein. Beeindruckt bin ich auch von den vielen, ganz unterschiedlichen Gruppierungen, in denen Menschen Beheimatung finden.
Ich freue mich sehr darüber, dass sich immer mehr Menschen – aus großen und aus sehr kleinen Pfarrgemeinden – auf den Strukturprozess einlassen. Trotz unserer Unterschiedlichkeit und trotz Unsicherheiten gehen viele diesen Weg mit, bringen ihre Perspektiven ein und sind zur Zusammenarbeit bereit.

 

Was denkst du, könnten die Hauptamtlichen an der neuen Funktion als „Hauptamtliche Ansprechperson“ im Seelsorgeteam anfangen zu schätzen?

 

Die pfarrgemeindliche Teamleitung der Seelsorgeteams ist etwas ganz Neues in unserem Noch-Dekanat. Mir scheint es wichtig zu sein, dass jede Hauptamtliche Ansprechperson die Seelsorgeteam-Mitglieder immer wieder bestärkt und ermutigt zu ihrem Engagement. Die eigene Taufberufung ernst zu nehmen und Kirche aktiv mitzugestalten, ist eine schöne, manchmal auch herausfordernde Zumutung – aber genau darin liegt großes Potenzial.
Das Seelsorgeteam wird von dieser Person begleitet, diese bringt ihr „theologisches Herz, Hirn und Hände“ ein, und fördert das Miteinander im Team: fachlich, menschlich und theologisch.
Eigentlich ist die Hauptamtliche Ansprechperson ein:e Seelsorger:in für die Mitglieder des Seelsorgeteams: präsent, ansprechbar, mittragend, ermutigend, damit das Seelsorgeteam eigenständig und verantwortungsvoll handeln kann.

 

Was ist Dir besonders wichtig für Deine neue Aufgabe?

 

Ich habe großen Respekt vor dieser neuen Aufgabe. Gleichzeitig vertraue ich darauf, dass es gelingen wird und wir gute Wege finden werden – weil Gottes Geistkraft mit uns unterwegs ist. Dieses Vertrauen trägt mich. Deshalb bitten wir auch in unserem gemeinsamen Gebet für unsere Neugründung: „Begleite unseren gemeinsamen Weg und führe uns zusammen zu einer lebendigen Gemeinschaft.“

 

 

Interview: Ela Klein. Redaktion: Beate Schlager-Stemmer, Februar 2026

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