Lange Nacht der Kirchen am 29. Mai: Einladung zum „MUTeinander“
Die Lange Nacht der Kirchen ist seit über 20 Jahren fixer Bestandteil des kirchlichen Veranstaltungskalenders – und ein kräftiges Zeichen einer offenen, ökumenischen und vielfältigen Kirche. Interessierte erwartet in dieser Nacht ein buntes Programm: Musik und Tanz, Vorträge und Lesungen, Meditation und Stille, sozial-, gesellschafts- und kirchenpolitische Themen, spezielle Kirchenführungen und Turmbesteigungen, Kirchenkabarett und Lasershow, Zauberkunst und Impro-Theater und nicht zuletzt Kulinarisches aus aller Welt. In ganz Oberösterreich werden mehr als 250 Veranstaltungen angeboten, allein 120 davon in Linz.
Die Lange Nacht der Kirchen am 29. Mai 2026 lädt dazu ein, für einige Stunden zur Ruhe zu kommen, der eigenen Sehnsucht nachzuspüren und einfach zu genießen – ganz persönlich und doch in Verbundenheit mit anderen. Denn Begegnung ist ein zentrales Anliegen der Langen Nacht der Kirchen: Begegnung mit anderen christlichen Kirchen, mit Vereinen oder Gruppierungen aus dem eigenen Ort, mit Unbekanntem und Überraschendem. Die Angebote sind für alle Interessierten kostenlos zugänglich. Möglich machen dies tausende Ehrenamtliche, die die Lange Nacht der Kirchen vorbereiten bzw. gestalten.
Eine Nacht des MUTeinander
Die Lange Nacht der Kirchen steht österreichweit unter dem Thema „MUTeinander“.
Das Wortspiel verbindet Mut mit Miteinander. In einer Welt voller Herausforderungen und Unsicherheiten ist es wichtiger denn je, einander zu stärken und miteinander mutig Leben, Gesellschaft und Kirche zu gestalten. Bei der Langen Nacht der Kirche sollen Räume geöffnet werden, in denen Menschen Gemeinschaft erfahren, Kraft tanken und neuen Mut fassen.
Die Lange Nacht der Kirchen bringt als ökumenisches Projekt die Vielfalt der christlichen Kirchen in Oberösterreich zum Ausdruck. „Das heurige Motto ‚MUTeinander‘ erinnert uns daran, wie wichtig Gemeinschaft, Zusammenhalt und Begegnung sind. Die Lange Nacht der Kirchen zeigt genau das auf besondere Weise: Als größte ökumenische Veranstaltung Österreichs lebt sie vom Engagement unzähliger Menschen, die mit Offenheit und Begeisterung diese Nacht gestalten. Ich wünsche allen Besucher:innen viele berührende Momente und eine ermutigende Nacht, die verbindet“, meint die diözesane Projektverantwortliche Lisa Weichsler in Vorfreude auf die Lange Nacht der Kirchen am 29. Mai.
Ökumene erleben
In Linz bildet das ökumenische Friedensgebet im Mariendom um 18.15 Uhr den Auftakt zur Langen Nacht der Kirchen. Es steht unter dem Leitwort „Habt Mut“ und lädt dazu ein, im gemeinsamen Gebet und in ökumenischer Verbundenheit neuen Mut zu fassen. Gestaltet wird das Friedensgebet vom Forum der christlichen Kirchen in Oberösterreich und der Linzer Dommusik.

Ökumenisches Friedensgebet zum Beginn der Langen Nacht / © Diözese Linz / Johannes Kienberger
Auf dem Linzer Hauptplatz besteht von 19.00 bis 22.00 Uhr die Möglichkeit zur Begegnung mit Vertreter:innen des Forums der christlichen Kirchen. Besucher:innen erwartet auch ein „ökumenischer Segen To go“.
Von 19.00 bis 21.00 Uhr können Besucher:innen im Raum Hl. Severin des Bischofshofs die Welt der Ikonen der Ostkirche und deren spirituelle Bedeutung kennenlernen. Gestaltet wird die Ikonen-Ausstellung von PRO ORIENTE Sektion Linz, eröffnet wird sie um 19.00 Uhr durch den Vorsitzenden LH a. D. Josef Pühringer.
Beeindruckende Ikonen können Interessierte auch von 19.00 bis 22.00 Uhr in der Serbisch-orthodoxen Kirche am Linzer Hafen (Posthof 41) besichtigen und bei einer Kirchenführung mehr über diese religiöse Tradition erfahren.
In der Ignatiuskirche / Alter Dom lädt um 19.00 Uhr die ukrainisch-griechisch-katholische Gemeinde „Hl. Josaphat“ unter dem Thema „Gesichter des Mutes“ zu Andacht und Gesängen in byzantinischer liturgischer Tradition und zur Ausstellung „Stimmen des Mutes – ukrainische Persönlichkeiten“ ein.
Ein interreligiöses und interkonfessionelles Feuergebet zum Thema „Wir – Frieden leben wollen“ findet ab 20.45 Uhr in der Pfarrgemeinde Linz-Guter Hirte statt. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch und zur Begegnung.
In der Karmelitenkirche wird bei der „Light-Night“ ein Gebet von christlichen Kulturschaffenden unterschiedlicher Konfessionen gemeinsam gestaltet.
Ein ökumenisches Nachtgebet mit dem katholischen Priester Michael Münzner und der evangelischen Pfarrerin Svenja Sasse findet um 23.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche statt.
Auch an anderen oberösterreichischen Orten wird Ökumene erlebbar.
Bei der „Kirchenroas“ in Ried im Innkreis können Interessierte ab 18.00 Uhr eine katholische, eine evangelisch-methodistische, eine neuapostolische und eine altkatholische Kirche kennenlernen und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken.
Auch in Vöcklabruck sind die Besucher:innen ab 18.00 Uhr gemeinsam unterwegs und lernen die katholische, neuapostolische und evangelische Kirche kennen.
In St. Georgen im Attergau stimmt um 17.00 Uhr eine ökumenische Feier auf die Lange Nacht der Kirchen ein.
In der Stadtpfarrkirche Wels-St. Johannes wird um 19.00 Uhr eine ökumenische Vesper zum Beginn der Langen Nacht der Kirchen gefeiert. Um 22.15 Uhr wird dort auch ein ökumenisches Segensgebet gefeiert.
Im Kapuzinerkloster in Gmunden wird die Lange Nacht der Kirchen um 18.00 Uhr mit einer ökumenischen Feier eröffnet. Um 21.00 Uhr spenden der katholische Pfarrer Gerald Gerhofer und der evangelische Pfarrer Norbert Fieten den gemeinsamen Abendsegen.
In der evangelischen Kirche Ebensee wird zum Thema „Zivilcourage – ein urchristliches Anliegen“ um 19.00 Uhr eine ökumenische Abendandacht gefeiert.
In Neukirchen am Walde findet um 20.00 Uhr ein ökumenischer Impuls zum Thema „In unitate fidei – In der Einheit des Glaubens“ statt; Taizé-Lieder laden zum Mitsingen ein.
Um 22.30 Uhr findet in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche Steyr bei einem Taizé-Gebet der gemeinsame ökumenische Abschluss statt.
Lange Nacht für die Kleinsten
In Linz wird der Mariendom am Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr zum Kinderdom – mit einem abwechslungsreichen Programm für Familien. Der Domplatz wird zum Freiluftatelier für Kinder, ein Parcours lädt zum kunterbunten Kreidemalspaß ein, es gibt Kreativstationen, ein Labyrinth und die beliebte Hüpfkirche. Spezielle Domführungen geben spannende Einblicke in besondere Bereiche des Mariendoms. Die Kinder können die Rudigierorgel hautnah erleben, sich als Steinmetz:innen und Dombaumeister:innen versuchen, Glaskreuze anfertigen, wie Detektiv:innen den Dom erkunden und vieles mehr. Um 16.00 Uhr findet eine Kinderfahrzeugsegnung auf dem Domplatz statt – und danach dürfen alle Kinder mit ihren Lauf- bzw. Fahrrädern, Rollern und anderen Gefährten über den Domplatz flitzen.

Kinderdom-Führung / © Diözese Linz / Maria Appenzeller
Auch in ganz Oberösterreich erwartet kleine Besucher:innen ein vielfältiges Kinderprogramm: vom kreativen Gestalten in Eggelsberg über eine Kirchturm- und Glockenführung für Kinder in Neukirchen am Walde bis hin zu einer Lesereise mit Geschichten in verschiedenen Sprachen in Ebensee.
Schmankerl für Auge und Ohr in Linz
Ohren- und Augenschmaus ist bei der Langen Nacht der Kirchen garantiert. Der Klangbogen reicht dabei von Chor- und Sologesang über Orgel- und Instrumentalmusik bis hin zu Tango, Wienerlied und Folk. Die Besucher:innen dürfen sich auf eine Klangreise durch verschiedene Länder und Epochen freuen. In Linz wird das ökumenische Friedensgebet im Mariendom um 18.15 Uhr von der Dommusik Linz gestaltet. Danach entführt die Polizeimusik Oberösterreich die Besucher:innen zu einem Streifzug durch vielfältige Klangwelten. Das Vokalensemble „Voices“ verwöhnt mit geistlicher und weltlicher Chormusik zum Marienmonat Mai. Experimentierfreudig zeigt sich das Ensemble Oyun, das Lieder vom Balkan, aus dem Orient und der Sephardik neu interpretiert. Die Choralschola der Dommusik lädt zu einer Reise in die Klangwelt des frühen Mittelalters ein.
In der Martinskirche erleben Besucher:innen eine „Irish Night“ mit der Medley Folkband. Mit Schrammelmusik wartet das „Altwiener Packl in der Kirche der Barmherzigen Schwestern auf. Den Spuren des hl. Franz von Assisi folgen in Wort und Klang in der Krypta der Elisabethinen Bettina Buchholz (Rezitation) und Emiko Uchiyama (Marimba). DOS Y TRES verbinden in der Kirche der Kreuzschwestern Tango, Klassik, Gesang und Tanz für zwei und drei Akkordeons. In der Martin-Luther-Kirche sorgt der Posaunenchor Wels für imposante Klänge. Dialektpop von Singer-Songwriter Johannes unter dem Titel „Im Zeichen der Verbundenheit“ erklingt in der Minoritenkirche. In der Ignatiuskirche / Alter Dom spüren Bernhard Prammer (Orgel) und Norbert Trawöger (Flöte) in Klang und Wort dem Geist jenes Ortes nach, an dem Anton Bruckner als Domorganist tätig war. Weitere (Klang-)Highlights: der Upper Austrian Gospel Choir und das Vokalensemble b.choired, die vokale Leckerbissen in der Friedenskirche in Urfahr servieren. Einblicke in das Singen mit den Händen erhalten Interessierte in Urfahr-St. Joseph bei einem Auftritt des Gebärdenchors. Wer selbst den Ton angeben möchte, ist beim „Wunschkonzert mit Abschiedsliedern“ mit Pianistin Aleksandra Dragosavac auf dem St.-Barbara-Friedhof richtig.

Schmankerl für Auge und Ohr in Linz / © Diözese Linz / Johannes Kienberger
Tanz und Musik mit Studierenden der Anton Bruckner Privatuniversität verbinden sich in der Ursulinenkirche zu einer poetischen Reise.
Das Malaria Soundlabor mit Künstler:innen des Theaters Malaria (Diakoniewerk) lädt in der Martin-Luther-Kirche dazu ein, Teil eines offenen Resonanzraums zu sein.
In der Stadtpfarrkirche Linz verwandelt das Improtheater Wagner & Co spontane Zurufe aus dem Publikum in virtuos improvisierte Szenen und Songs.
Eine atemberaubende Luftakrobatikshow von „Wolke sieben“ erwartet Besucher:innen in der Jugendkirche Grüner Anker. Dort kann auch „Sacred techno yoga“ zu Techno-Musik ausprobiert werden.
Den Mariendom bei Nacht entdecken können Interessierte u. a. bei einer Turmbesteigung über 395 Stufen oder bei Architekturrundgängen mit Dombaumeister Michael Hager.
Neue Perspektiven und Blickwinkel eröffnen sich für Gehfreudige beim „Sternpilgern“ zum Mariendom, bei biblischen Stadtspaziergängen durch Linz und bei Rundgängen durch Linz mit Kunsthistorikerin Martina Gelsinger und Obdachlosenseelsorger Matthias Kapeller. Bei der „Langen Nacht der Biografien“ an der Katholischen Privat-Universität Linz lesen Autor:innen aus dem „Gedächtnisbuch OÖ“, das die Lebensgeschichten von Menschen sammelt, die im Nationalsozialismus Widerstand leisteten und verfolgt wurden.
Ein Herz aus Blumen entsteht ab 14.00 Uhr auf dem Domplatz – und alle sind eingeladen, daran mitzuwirken. Es soll „Mut zum Erinnern“ machen: Jede Blume steht für einen geliebten Menschen, der verstorben ist. Das Blütenherz lädt zum stillen Verweilen und gemeinsamen Erinnern ein. Es macht sichtbar, dass Liebe auch nach dem Tod weiterlebt. Eine Aktion der Oö. Landesinnung der Gärtner und Floristen in Kooperation mit der Oö. Landesinnung der Bestatter.
Von Lasershow bis Kirchenkabarett: Vielfältige Nacht in ganz Oberösterreich
Der Vielfalt sind bei der Langen Nacht der Kirchen in ganz Oberösterreich keine Grenzen gesetzt. Neben Musikalischem und Spirituellem gibt es viele Veranstaltungen, die spezielle Akzente setzen: So lädt der Fotoclub Mattighofen zu einer Bilderreise durch den Flachgau ein. Eine Taschenlampen-Kirchenführung mit Turmbesteigung wird in Gutau angeboten. Ein Feuerwerk der Sinne erwartet Besucher:innen bei einer Licht-Laser-Musik-Show in Maria Schnee in Leopoldschlag. Bei einem Besuch der Stiftsbibliothek in St. Florian können Interessierte ausgewählte mittelalterliche Handschriften bestaunen. Zum musikalischen Kirchenkabarett mit Gedanken über Gott und die Welt lädt Ursi Einheller in der Stadtpfarrkirche Steyr ein. Eine Zaubershow für Jung und Alt wird in Lenzing geboten. Den Dachboden der Basilika erkunden können Neugierige bei Führungen in Mondsee. „Escape the Vatican“ heißt es in St. Georgen im Attergau für Jugendliche bei einem Escape-Abenteuer.
Mut als thematischer Akzent
Das Thema „MUTeinander“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Lange Nacht der Kirchen. Eine Auswahl an Veranstaltungen zu diesem Thema: In Schärding sind Musik und Mutworte von Menschen aus dem Bezirk Schärding zu hören. „MUTeinander hoch hinaus“ heißt es bei der Kirchturmbesichtigung in Eferding. MUT-Stationen zum Mitmachen für Groß und Klein werden in der Filialkirche Schauersberg in Thalheim bei Wels angeboten. Gedichte gegen die Angst und „Dennochworte gefüllt mit MUT“ liest Autor Stefan Schlager in der Stadtpfarrkirche Wels-St. Johannes. MUT aus der Jugendperspektive betrachtet eine Ausstellung im Jugendzentrum Gewölbe in Steyr. MUT von A bis Z in Musik, Text und Tanz steht in Ebensee auf dem Programm. Mutsteine gestalten können Besucher:innen in Mondsee. In St Georgen im Attergau werden MUT-Armbänder gebastelt und MUT-Bilder kreiert.
Kulinarische Stärkung
Auch für das leibliche Wohl ist bei der Langen Nacht der Kirchen gesorgt. In vielen Pfarrgemeinden werden bei einer Agape kleine Stärkungen angeboten. Im Gebärdensprachcafé Gutmut in der Linzer Bischofstraße werden Kaffee, Kuchen, Getränke und kleine Köstlichkeiten angeboten. Pausieren können Besucher:innen auch im CARLA Shop mit Café sowie im Domcafé – beide in unmittelbarer Nähe zum Mariendom. Eine „Messweinverkostung“ wird in Handenberg angeboten. In der Baptistengemeinde Bad Ischl wird beim American Barbecue für die Besucher:innen gegrillt. Im Salzkammergut Klinikum Bad Ischl können Weinviertler Weine verkostet werden. In St. Georgen im Attergau kann bei einem internationalen Buffet Neues ausprobiert werden.
Detailprogramm online
Wer sich seine persönlichen Highlights vorab zusammenstellen möchte, findet das gesamte Oberösterreich-Programm unter www.langenachtderkirchen.at/ooe
Programm von Linz und Oberösterreich zum Download unter
https://www.langenachtderkirchen.at/downloads/programmhefte/
Lange Nacht der Kirchen in Oberösterreich | Zahlen & Fakten
- 21. Lange Nacht der Kirchen in Oberösterreich
- 10 christliche Kirchen in OÖ als Veranstalterinnen
- 80 Kirchen, Kapellen und Begegnungsorte in ganz Oberösterreich, davon knapp 40 in Linz
- Mehr als 250 Veranstaltungen in ganz Oberösterreich
- 120 Veranstaltungen in Linz
- 330 Stunden Programm
- Unzählige ehrenamtlich Engagierte, die das vielfältige Programm ermöglichen
Lange Nacht der Kirchen in Österreich
Am Freitag, 29. Mai 2026 öffnen wieder Kirchen in ganz Österreich ihre Türen zur „Langen Nacht der Kirchen“. In rund 600 Kirchen und kirchlichen Einrichtungen werden dabei mehr als 1.800 Einzelveranstaltungen geboten. Die Besucherinnen und Besucher können Musik der verschiedensten Stilrichtungen, Führungen an besondere Orte, Diskussionen und Talks über Gott und die Welt sowie Meditationen und Gebete erleben.
Die Lange Nacht der Kirchen findet in Österreich und darüber hinaus in Südtirol und Tschechien statt. In Tschechien nehmen mehr als 1.600 Kirchen und Gebetsräume teil (über 4.000 Veranstaltungen), in Südtirol finden an rund 50 Standorten knapp 100 Veranstaltungen statt.
Auch die Termine der nächsten Veranstaltungsreihe stehen bereits fest: 4. Juni 2027 und 9. Juni 2028.







