Freitag 24. April 2026

„Dennoch Rosen": Ausstellung der Werke von Rose Ausländer im Mariendom

Der Mariendom Linz zeigt mit der Ausstellung der Friedensbibliothek Berlin „Dennoch Rosen“ bis zum 10. Juni 2026 das Leben und Werk der Dichterin Rose Ausländer. Die Vernissage fand am 23. April 2026 statt.

Die Ausstellung in der rechten Turmkapelle des Mariendoms umfasst Bilder und Texte der Dichterin und setzt sich mit ihrer außergewöhnlichen Lebensgeschichte auseinander. 


Zur Eröffnungsfeier am Abend des 24. April 2026 konnten Prälat Maximilian Mittendorfer, Leiter des Jägerstätterbeirates der Diözese Linz, und Jochen Schmidt von der Friedensbibliothek Berlin interessierte Gäste begrüßen. „Gedenkarbeit ist in letzter Zeit wieder bedeutsamer geworden“, betonte Mittendorfer in seinen Begrüßungsworten. Demokratie werde zunehmend in Frage gestellt. Autokraten würden an die Macht drängen, weltweit und auch in Europa, sagte er – auch in Bezug auf das Leben von Rose Ausländer, welche die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung erlebt und während der NS-Zeit zeitweise unter lebensbedrohlichen Bedingungen im Ghetto und in einem Kellerversteck gelebt hatte.

 

„Dennoch Rosen": Ausstellung der Werke von Rose Ausländer im Mariendom
„Dennoch Rosen": Ausstellung der Werke von Rose Ausländer im Mariendom
„Dennoch Rosen": Ausstellung der Werke von Rose Ausländer im Mariendom
„Dennoch Rosen": Ausstellung der Werke von Rose Ausländer im Mariendom
„Dennoch Rosen": Ausstellung der Werke von Rose Ausländer im Mariendom

 

Die Künstlerin 

 

Rose Ausländer wurde 1901 als Rosalia Scherzer in Czernowitz, damals Österreich-Ungarn, heute im Westen der Ukraine, geboren. Sie studiert Literatur und Philosophie, heiratete Ignaz Ausländer und wanderte im Jahr 1921 mit ihm in die USA aus. Als die Ehe zerbrach, kehrte Rose Ausländer 1931 nach Czernowitz zurück. 

 

Ihr erster Gedichtband erschien 1939. Ab 1940 gehörte Czernowitz zur Sowjetunion und wurde 1941 von Hitlers Truppen eingenommen. Rose Ausländer wurde wegen ihrer jüdischen Herkunft zwangsweise ins Ghetto umgesiedelt. Sie überlebte mit Hilfe von Freunden versteckt in einem Keller. 1944 wurde das Ghetto befreit und sie ging erneut in die Vereinigten Staaten.

 

Ab 1965 lebte sie bis zu ihrem Tod 1988 in Düsseldorf. Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, die hohe Auflagen erreichen, und ist wohl die meist verlegte Nachkriegsdichterin in der Bundesrepublik. Ihre Gedichte werden allerdings erst im Alter bekannt. Sie wird von der Kritik gefeiert und erhält zahlreiche Preise. Trotz ihres schweren Schicksals hat Rose Ausländer fast nie den Mut verloren und gegen die Angst und für die Hoffnung geschrieben.

 

„Dennoch Rosen“ – Leben & Werk der Dichterin Rose Ausländer
Ausstellung der Friedensbibliothek Berlin

Linzer Mariendom

23. April – 10. Juni 2026

Zu besuchen zu den Öffnungszeiten des Mariendoms: 8.00 – 19.00 Uhr

 

 

Download: Handout zur Ausstellung

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