Samstag 23. Mai 2026

Gelungene Premiere der „Osterakademie" im Stift Kremsmünster

Die erste ökumenische Osterakademie unter dem Motto „Glaube und Verstehen. Impulse für eine christliche Lebenskultur" im Stift Kremsmünster hat für „regen Austausch" gesorgt. Die Veranstaltung habe das Potenzial eines „Zukunftsformats", erklärte Abt Bernhard Eckerstorfer.

Rund 50 Teilnehmende hatten sich von Palmsonntag bis Kardienstag in „ökumenischer Verbundenheit gemeinsam in den Glauben vertieft". Gemeinsam wurde viermal am Tag gebetet. Dabei kam das Studengebet der Benediktiner ebenso zum Tragen wie ein evangelischer Abendsegen oder ein orthodoxes Morgengebet. 

 

Auch für Bischof Manfred Scheuer und den evangelischen Superintendenten Gerold Lehner, die gemeinsam mit Abt Bernhard Eckerstorfer die „Osterakademie" konzipierten, war die Veranstaltung eine „absolut gelungene Sache", betonte Lehner. Sie sei Zeichen einer „ökumenischen Verbundenheit, ohne Eifersüchteleien".

 

Gelungene Premiere der ersten Osterakademie im Stift Kremsmünster

Die Referierenden v. l.: Bischof Manfred Scheuer, Abt Bernhard Eckerstorfer, Isabella Bruckner von der Benediktinerhochschule Sant'Anselmo in Rom und der evangelische Superintendent Gerold Lehner.  © P. Josef Stelzer

 

„Hoffnung neu gelernt"

 

„Ich habe in den vergangenen beiden Tagen die Hoffnung neu gelernt", so Bischof Scheuer. Er habe entdecken dürfen, wofür er dankbar sei, „und auch, dass ich mit meiner Hoffnung jene mitnehmen darf, die leiden oder zu kurz kommen", sagte Scheuer, der mit Eckerstorfer, Lehner, dem orthodoxen Theologen Ioan Moga und Isabella Bruckner von der Benediktinerhochschule Sant'Anselmo in Rom bei der „Osterakademie" referierte und die Teilnehmenden begleitete. Während der drei Tage gab es für sie spirituelle Impulse und anregende Diskurse, die Orientierung angesichts der drängenden Fragen der Zeit boten, wie die Linzer Kirchenzeitung berichtete.

 

Gelungene Premiere der ersten Osterakademie im Stift Kremsmünster

Abt Eckerstorfer bei seinem Vortrag © P. Josef Stelzer

 

Man habe die „Osterakademie" bewusst im kleinen Rahmen gehalten. Wenn es um tiefgründige Gespräche, ein Kennenlernen, ein Gemeinsam-Unterwegssein und Austausch gehe, komme es nicht auf Zahlen, sondern auf Intensität an, so Eckerstorfer. Die Teilnehmenden saßen an Tischen, wo auch immer wieder ein Austausch stattfand. Eine Teilnehmerin sagte am Ende: „Es war gut, dass die Gruppe nicht größer war, denn so konnte eine intensive Stimmung und Auseinandersetzung geschehen.“
 

 

Kathpress

Stift Kremsmünster

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