Vier Jahre Ukrainekrieg: Solidarität mit der Zivilbevölkerung

Die Flüchtlingshilfe der Caritas OÖ betreut aktuell rund 550 Menschen aus der Ukraine.
Im Vergleich zu den Monaten unmittelbar nach Ausbruch des Krieges ist diese Zahl deutlich gesunken, damals waren es mehr als 2.000 Menschen. Ein wesentlicher Grund dafür liegt im raschen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, der den Vertriebenen bereits wenige Monate nach ihrer Ankunft eröffnet wurde. „Das damalige Angebot an Deutschkursen und Projekten, die beim raschen und unkomplizierten Einstieg in den Arbeitsmarkt begleiteten, haben gut ineinandergegriffen. Das Modell könnte auch anderen Geflüchtetengruppen nützlich sein“, erklärt Marion Huber, Vorstandsmitglied der Caritas OÖ.
Die aktuelle Betreuungssituation ist allerdings von neuen Herausforderungen geprägt. Unter den Vertriebenen in Oberösterreich schwindet die anfängliche Hoffnung zunehmend, bald in die Ukraine zurückkehren zu können. Ein großer Teil der betreuten Personen sind außerdem ältere und chronisch kranke Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. Der bürokratische Aufwand – etwa im Zusammenhang mit Pensionsbezügen aus der Ukraine – ist hoch. „Die Integration stellt außerdem laufend neue Anforderungen an uns als Gesellschaft in den verschiedensten Lebensbereichen“, weiß Marion Huber, Caritas OÖ. Trotzdem appelliert sie: „Wenn Menschen, die auf der Suche nach Schutz und Sicherheit zu uns kommen, fordert das unsere Solidarität im Sinne der Menschlichkeit. Die Herausforderungen sind groß, aber als Caritas werden wir weiter helfen, wo wir können – bei uns ebenso wie in den Kriegsgebieten.“
Die Ukraine erlebt den bislang härtesten Kriegswinter. Aktuell sorgen die russischen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur dafür, dass viele Menschen bei niedrigsten Temperaturen keine Heizung, kein Strom und kein Wasser zur Verfügung haben. Die Caritas hilft mit dem Notwendigsten: mit warmer Winterausstattung, Unterstützung fürs Heizen, Wärmepunkten und Generatoren. „Unser starkes Partnernetz ermöglicht es uns, rasch zu helfen. Wir stehen laufend im engen Austausch mit unseren Kolleg*innen vor Ort und in den Nachbarländern. Viele von ihnen riskieren ihr Leben im Einsatz für Menschen in Not“, erklärt Marion Huber, Vorstandsmitglied der Caritas OÖ. Sie ruft auch hier zur Solidarität auf: „Spenden sind ein wichtiger Beitrag, um das Überleben der Menschen zu sichern.“
Weitere Informationen zur Situation in der Ukraine und Spendenmöglichkeit:
Spenden & Nothilfe Ukraine: Caritas Österreich
Maria Knapp / Caritas OÖ








