Gegen Gewalt an Frauen: Gebäude leuchten in orangem Licht
In Österreich hat laut UN Woman (Frauenorganisation der Vereinten Nationen) jede dritte Frau im Alter zwischen 18 und 74 Jahren ab dem Alter von 15 Jahren körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Weltweit wird davon ausgegangen, dass 736 Millionen Frauen mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft, sexuelle Gewalt außerhalb der Partnerschaft oder beides erlebt haben.
Um das Thema in den Blickpunkt zu rücken, gibt es die UN-Kampagne „Orange The World –16 Tage gegen Gewalt", die jedes Jahr zwischen dem 25. November – dem internationalen Gedenktag für alle Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden – und dem 10. Dezember – dem internationalen Tag der Menschenrechte stattfindet. Dieser Aktionszeitraum wird auch 2025 weltweit genutzt, um das Ausmaß und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen als fundamentale Menschenrechtsverletzung nachhaltige Folgen für die Betroffenen selbst, aber auch für die gesamte Gesellschaft hat.

Der Linzer Mariendom leuchtet in Orange. © Franz Wurzinger
Sichtbare Zeichen
Die Farbe zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen ist orange. Weltweit werden daher in diesem Zeitraum viele Gebäude orange beleuchtet. In Oberösterreich beteiligen sich auch mehrere kirchliche Einrichtungen, etwa der Mariendom in Linz, an der Kampagne.
Ebenso werden unter anderm das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern Elisabethinen beleuchtet. Gemeinsam mit dem Soroptimist Club Linz I will man ein Zeichen setzen: „Als Unternehmen ist es uns wichtig, hier eine klare Position zu beziehen – wir sind gegen Gewalt an Frauen, egal in welcher Form“, sagen die beiden Geschäftsführer Stefan Meusburger und Walter Kneidinger.
Mit einem Marsch gegen Gewalt an Frauen und Veranstaltungen setzt die Stadt Vöcklabruck ein Zeichen. Auch das Quartier 16 der Franziskanerinnen von Vöcklabruck ist im Organisationsteam dabei und ist wieder orange beleuchtet.
Gedenktag der Ermordung dreier Schwestern
Der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen geht auf die Ermordung der 3 Schwestern Mirabal zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen Diktator Trujillo beteiligt.
Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá, Kolumbien, im Jahr 1981 würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen ihr Todesdatum zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.
Vor diesem Hintergrund bringt das us-amerikanische „Center for Women's Global Leadership" seit 1991 die Kampagne „16 Days of Activism Against Gender Violence" auf den Weg. Inzwischen liegt die internationale Beteiligung bei über 6.000 Organisationen und 187 Ländern.
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