„Langer Tag der Flucht" mit langer Tafel am Linzer Hauptplatz
Der „Lange Tag der Flucht" startet in Linz um 15 Uhr. Am Hauptplatz wird vor dem Alten Rathaus eine lange, festlich gedeckte Tafel aufgestellt. Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten sind eingeladen, gemeinsam zu essen, einander zuzuhören und ins Gespräch zu kommen. Mitveranstalter sind die Caritas und die Katholische Aktion der Diözese Linz.
Für kulinarische Vielfalt sorgt das Team von Über den Tellerrand. Drei Frauen aus der Schreibwerkstatt des FZO – Frauenzentrum OÖ, einem Projekt der Volkshilfe OÖ, lesen aus der Bücherreihe „Frauen erzählen“, die dort unter Anleitung der Deutschtrainerin Eva Daspelgruber entstanden ist. In ihren Texten berichten sie von Flucht, Ankommen und Neubeginn.
Ein besonderer Gast ist der Schauspieler und Autor Bagher Ahmadi, der als Jugendlicher allein aus Afghanistan nach Österreich floh. In Linz liest er aus seinem neuen Buch „Vom Schatten ins Licht“, in dem er seine eigene Fluchtgeschichte erzählt – von einem Leben als kleiner Schafhirte in einem abgelegenen afghanischen Dorf über die gefährliche Reise durch den Iran, die Türkei und Griechenland bis hin zu seinem Neubeginn in Europa.
Die Veranstaltung findet auch bei Schlechtwetter statt.

Eine lange Tafel – wie am Bild vor einigen Jahren am Marthin-Luther-Platz – wird heuer auf dem Linzer Hauptplatz aufgebaut. Dort können Menschen unterschiedlicher Herkunft ins Gespräch kommen. © Verein Langer Tag der Flucht
Doku über den Alltag in einem Rückkehrzentrum
Am Abend folgt um 18:30 Uhr im Glashörsaal der Kunstuniversität Linz die Vorführung des Dokumentarfilms „Bürglkopf“ (Ö 2025, Regie: Lisa Polster). Der Film zeigt das abgeschiedene Rückkehrzentrum Bürglkopf in Fieberbrunn, Tirol, wo Menschen im Asylverfahren untergebracht sind und stellt die Frage, was es bedeutet, an einem Ort zu leben, an dem man nicht willkommen ist. Im Anschluss diskutieren Kamerafrau Jasmin Schwendinger, zwei betroffene Personen und Moderatorin Anja Krohmer.
Der Eintritt ist frei.
Multireligiöses Gedenken
Ebenfalls um 15 Uhr findet – veranstaltet von der Caritas – am Friedhof St. Martin in Traun ein multireligiöses Gedenken am Gedenkort.Flucht statt. Bei der Gedenkfeier werden Texte aus verschiedenen Religionen zum Thema Flucht, Tod, Hoffnung, etc. gelesen. Außerdem findet ein Gedenkritual für jene statt, die auf der Flucht verstorben sind.
Schaufenster-Ausstellung
Teil des „Langen Tages der Flucht" ist auch eine Schaufenster-Ausstellung des Integrationszentrums Paraplü der Caritas OÖ. im Dominikanerhaus Steyr. „Flucht sichtbar" ist zwischen 29. September und (zumindest) 5. Oktober zu sehen: Das Schaufenster füllt sich binnen einer Woche mit Büchern, Informationen, Zitaten, Darstellungen, Dokumenten und Projekten zum Thema Flucht.
Alle Veranstaltungen auf einen Blick
Der „Lange Tag der Flucht“ ...
... wurde 2012 von UNHCR Österreich ins Leben gerufen und findet seither jedes Jahr im Herbst statt. Angefangen hat es mit 45 Veranstaltungen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Mittlerweile gibt es Veranstaltungen in allen Bundesländern. Am „Langen Tag der Flucht" nehmen Organisationen und Institutionen aus unterschiedlichsten Bereichen mit Projekten oder Events teil. Österreicher:innen, Flüchtlinge und Asylsuchende haben an diesem Tag bei Workshops, Lesungen, Ausstellungen, Kinovorstellungen, Diskussionen, etc. die Möglichkeit, sich auszutauschen und mehr über den/die jeweils „Andere/n“ zu erfahren.







