KBW-Treffpunkte Bildung: Wie kann Bildungsarbeit zur Selbstermächtigung beitragen?

Hauptreferentin war Barbara Blaha, Gründerin und Leiterin des Momentum Instituts. Einem ökosozialen Thinktank, der sich dem Interesse der Vielen verschrieben hat. Ziel der Ideenfabrik ist eine Wirtschaft, die für alle funktioniert. Hier werden Themen diskutiert, die über die - für Blaha viel zu eng mit der Politik verknüpften – Problemstellungen der Wirtschaftsforschungsinstitute hinausgehen.

Im Bild v.l.: Organisatorin Andrea Pirngruber; Tagungsreferentin Barbara Blaha; Martin Hollinetz von OTELO; Michaela Wagner, Leiterin KBW-Treffpunkt Bildung; Tamara Wintereder von der SPES Zukunftsakademie, Ela Klein vom Ehrenamtsmanagement der Diözese Linz; Moderatorin Michaela Stauder; Christian Pichler, Leiter Katholisches Bildungswerk OÖ ©BJ Stauder
Bildungsarbeit muss am Status Quo rütteln
„Ziel der Bildungsarbeit muss immer sein, den Status Quo zu hinterfragen. Bildungsarbeit kann nicht neutral sein, weil man sich mit jeder Aktion in der Öffentlichkeit exponiert und sich angreifbar macht. Aber dem muss man sich stellen“, ist Blaha überzeugt.
„Besitzer des halben Vermögens auf der ganzen Welt passen in ein Klassenzimmer, das ist unser Status Quo." Oder: „Der Mensch ist vor allem erst einmal ein Mann. Das ist unser Status Quo“, so die Referentin. Gemeint ist die riesige Datenlücke, die entstanden ist, weil die Forschung die Frauen ignoriert hat und das noch tut. „Wussten Sie, dass es nur männliche Crash Test Dummies gibt? Wir können zwar zum Mond fliegen, aber wir haben keinen vernünftigen Sicherheitsgurt für Frauen (schon gar nicht für Schwangere) entwickelt." Blaha ist verkühlt, das hört man. Aber noch viel mehr ist sie empört. Und das treibt sie an.








