Saturday 3. December 2022

"Red Wednesday" schafft Bewusstsein für verfolgte Christen

Mit dem "Red Wednesday" am 16. November 2022 macht das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" auch in diesem Jahr auf das Schicksal verfolgter Christen auf der ganzen Welt aufmerksam.

Zu diesem Zweck werden im Zeitraum von Mittwoch, 16. November, bis Sonntag, 20. November 2022 in vielen Ländern wieder zahlreiche berühmte Kathedralen, Kirchen, Klöster, Monumente und öffentliche Gebäude rot angestrahlt.

 

In Österreich beteiligen sich mehr als 140 Kirchen, Stifte, Klöster und Monumente an der Aktion: unter anderem der Wiener Stephansdom, das Parlament in der Hofburg und  die Karlskirche. Am Mittwoch, 16. November 2022 findet um 18 Uhr zudem ein Gottesdienst in der Karlskirche in Wien anlässlich des "Red Wednesday" statt. Der libanesische syrisch-katholische Bischof Jules Boutros wird mit dem Wiener Weihbischof Franz Scharl und dem aus Nigeria stammenden niederösterreichischen Pfarrer Ikenna Okafor der Messe vorstehen. 

 

 

"Red Wednesday" auch in Oberösterreich

 

Mit anderen Klöstern und Pfarren setzt auch das Stift St. Florian von Mittwoch, 16. November bis Sonntag, 20. November 2022 ein Zeichen gegen die weltweite Christenverfolgung. Deshalb erstrahlt das Kloster sowie die Stiftsbasilika in Rot – aus Energiespargründen wird die Beleuchtung heuer reduziert und nur bis 21 Uhr eingeschaltet. „Religionsfreiheit ist ein ebenso grundlegendes Menschenrecht wie die Meinungsfreiheit und die Gewissensfreiheit, sie muss in allen Ländern der Welt geschützt sein. Deshalb ist es uns im Stift ein Anliegen, mit dieser starken Symbolik auf dieses Thema aufmerksam zu machen“, sagt Propst Johann Holzinger. „St. Florian, Grabmal des Landespatrons und des ersten Märtyrers unseres Landes, darf bei dieser Aktion nicht fehlen. Der heilige Florian, der vor 1716 Jahren in der Enns den Tod durch Ertränken erlitt, ist nach wie vor hochaktuell für das Thema Christenverfolgung: Er tat nicht mit, als sich der Kaiser selbst gottähnliche Verehrung zuschrieb, er eilte solidarisch seinen Mitchristen, die gefoltert wurden, zu Hilfe. Er zeigte Zivilcourage, als es darum ging, dagegen aufzutreten“, betont Propst Johann Holzinger. Diesen Bekennermut bezahlte der heilige Florian bekanntlich mit seinem Leben.

 

Red Wednesday, Aktionstag für verfolgte und bedrohte Christen

Auch das Stift St. Florian wird in Rot erstrahlen. © FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR

 

In Oberösterreich nehmen folgende katholische Stifte und Pfarren bzw. Kirchen an der Aktion teil:

  • Augustiner-Chorherrenstift St. Florian
  • Stift Reichersberg
  • Stift Lambach
  • Marienkirche in Steyr
  • Pfarre St. Michael in Steyr
  • Pfarre St. Ulrich bei Steyr
  • Pfarre Steyr-Ennsleite
  • Pfarre Kematen-Gleiß
  • Pfarre Kleinraming
  • Pfarre Molln
  • Pfarre Neufelden
  • Pfarre Schalchen
  • Laurenzi-Kapelle auf dem Damberg bei Steyr

 

Weltweit mehr als 200 Millionen Christen betroffen

 

Die Organisation lädt Pfarren und Einzelpersonen dazu ein, diesen Tag zu unterstützen. Pfarren sollen ihre Kirchen in Rot anstrahlen oder die Aktion mit einem Gottesdienst oder Gebet spirituell begleiten. Einzelpersonen können ihre Solidarität auch dadurch zum Ausdruck bringen, in dem sie an diesem Tag etwa ein rotes Kleidungsstück tragen oder eine "Red Wednesday"-Kerze ins Fenster hängen, welche es auf der Webseite der Organisation zum Download gibt. Auf Sozialen Medien wird die Aktion mit dem Hashtag #RedWednesday beworben.

 

Laut "Kirche in Not" sind weltweit mehr als 260 Millionen Christen von Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt aufgrund ihres Glaubens betroffen, "und die Tendenz ist steigend". In rund 50 Staaten werden Menschen in ihrer Religionsausübung behindert und in 14 davon kommt es zu schweren Verletzungen der Religionsfreiheit. „Christsein war noch nie so gefährlich wie heute“, betont Herbert Rechberger, Nationaldirektor von „Kirche in Not“-Österreich (ACN), „deshalb wollen wir mit der roten Beleuchtung von Kirchen, Klöstern und Monumenten hierzulande auf unzählige Übergriffe gegen Christen aufmerksam machen – nach wie vor eine bittere Realität!“

 

Bereits seit 2015 gibt es weltweit solche Aktionstage im Zeichen der Solidarität mit verfolgten Christen. An diesen Aktionstagen treffen sich Christen verschiedener Konfessionen zum Gebet und Gedenken. 2015 erstrahlte erstmals die Christusstatue in Rio de Janeiro in Rot, 2016 der Trevibrunnen in Rom, 2017 Sacre Coeur in Paris und 2017 auch das britische Parlamentsgebäude und Westminster Abbey sowie die Kathedrale in Manila. Im Jahr 2018 "flammte" auch das Kolosseum in Rom rot auf.

 

Infos: www.kircheinnot.at

 

Kathpress / Stift St. Florian / Kirche in Not

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