Thursday 20. January 2022

Diözesane Initiative präsentiert den Film „anerkannt_unbekannt“

Mit einem berührenden Kurzfilm macht die diözesane Initiative zur Aufnahme von Geflüchteten auf die Situation von anerkannten Geflüchteten in Griechenland aufmerksam.

Anerkannten Geflüchteten wurde gemäß Genfer Flüchtlingskonvention in Griechenland Asyl gewährt. Was in Österreich einen Schritt Richtung Selbstbestimmung und Integration bedeutet, ist in Griechenland der Weg in die Obdachlosigkeit. Einige 10.000 Menschen sind am Festland gestrandet, leben teilweise auf der Straße und sind von jeglichen Sozialleistungen abgeschnitten. Die Zahl der Menschen in den griechischen Lagern hat sich in den letzten Monaten reduziert, dennoch ist die Situation für sie nach wie vor menschenunwürdig. Hilfe vor Ort ist eine notwendige humanitäre Intervention, Menschen brauchen jedoch langfristig Schutz und Sicherheit.

 

anerkannt_unbekannt

 

Anfang Oktober 2021 reiste Carlo Neuhuber von der diözesanen Initiative für Geflüchtete nach Athen und hat mit seiner Tochter Juliana (von der Filmfirma „The Impressive Company“) anerkannte Geflüchtete filmisch begleitet. Diese berührenden Aufnahmen und Interviews mit Klaus Schwertner (Caritas), Christoph Riedl (Diakonie) und der Schauspielerin Katharina Stemberger wurden nun zum Film „anerkannt_unbekannt“ zusammengeschnitten. Rechtzeitig zum Tag der Menschenrechte ist der Film fertig geworden und steht online zur Verfügung. Eine Kino-Präsentation ist durch die derzeitigen Corona-Maßnahmen nicht möglich.

 

 

 

Diözesane Initiative für Geflüchtete

 

Die Initiative fordert eine sichere, geordnete Aufnahme von einer überschaubaren Zahl von Geflüchteten (z.B. 100 Familien) im Sinne des UNHCR-Resettlementprogrammes. Dies beinhaltet die Vorbereitung der anerkannten Geflüchteten in Griechenland, Covid-Maßnahmen sowie eine soziale Absicherung durch staatliche Transferleistungen und Sprachkurse in Österreich. Ehrenamtliche in den Pfarrgemeinden sind bereit, anerkannte Geflüchtete in ihren Integrationsschritten zu begleiten.

 

Mehr als 150 Pfarrgemeinden der Diözese Linz befürworten das Anliegen. Konkret sind 76 Pfarrgemeinden bereit, anerkannte Geflüchtete aufzunehmen und in ihren Integrationsschritten – unterstützt durch diözesane Fachstellen und in Kooperation mit der Caritas OÖ – zu begleiten.

 

Der Pastoralrat der Diözese Linz und die Katholische Aktion Oberösterreich setzen sich seit vielen Monaten für die Aufnahme einer überschaubaren Zahl von anerkannten Geflüchteten aus den Griechischen Lagern sowie aus den Lagern an den EU-Außengrenzen wie z.B. Bosnien ein und fordern zudem aus Menschenrechtsgründen die Evakuierung der Flüchtlingscamps. So soll der Not von geflüchteten Menschen in Griechenland oder in Bosnien aber auch im Norden Syriens begegnet werden.

 

Darüber hinaus unterstützt die Diözese Linz die Caritas OÖ, für die Menschen, die derzeit um Asyl in Oberösterreich ansuchen, gemeinsam mit dem Land OÖ und anderen Hilfsorganisationen Wohnraum im Rahmen der Grundversorgung zu finden.

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