Sunday 26. September 2021

Ausstellung „Konzentration und Raum“: Feierliche Finissage im Bischofshof

Seit November 2020 zierten Kunstwerke von Alfred Haberpointner den Festsaal des Bischofshofes. Eine Finissage am 15. September 2021 bildete den Abschluss der Ausstellung „Konzentration und Raum“. 

Seit November 2020 präsentierte der Künstler Alfred Haberpointner (* 1966) einige seiner Werke im Festsaal des Bischofshofes. Coronabedingt konnte für seine Ausstellung „Konzentration und Raum“ keine Vernissage organisiert werden – dafür wurde sie am 15. September 2021 mit einer Finissage beendet. Der Einladung waren VertreterInnen des Erweiterten Konsistoriums sowie etliche MitarbeiterInnen der Diözese Linz gefolgt.

 

Künstler Alfred Haberpointner erklärt eines seiner Exponate
Künstler Alfred Haberpointner erklärt eines seiner Exponate © Diözese Linz

 

„Hausherr“ Bischof Dr. Manfred Scheuer war von den Exponaten tief beeindruckt. „Haberpointners Werke verfügen eine unglaubliche Strahlkraft nach außen, gleichzeitig zeigen sie die Konzentration nach innen, die – im theologischen Sinn – dem Weg zur Mitte gleicht.“ Scheuer bedankte sich beim Künstler nicht nur die Werke im Festsaal des Bischofshofes, sondern auch für die Gestaltung der Kapelle im Jahr 2018, die für ihn das „Herzstück des Hauses“ bilde. Auch MMMag. Hubert Nitsch, Leiter des Kunstreferats der Diözese Linz, brachte seine Anerkennung zum Ausdruck und gab vertiefende Einblicke zu den Ausstellungsprojekten. 

 

Bischof Dr. Manfred Scheuer
MMMag. Hubert Nitsch, Leiter des Kunstreferats der Diözese Linz
(v.l.) Bischofsvikar Dr. Johann Hintermaier, Univ.-Prof. Dr. Anna Minta (Dekanin d. Fakultät für Philosophie und Kunstwissenschaft der KU), MMMag. Hubert Nitsch (Leiter Kunstreferat), Künstler Alfred Haberpointner, Bischof Dr. Manfred Scheuer
Feierliche musikalische Umrahmung der Finissage

© Diözese Linz

 

Gehackte Wände

 

Haberpointner macht an den Oberflächen seiner künstlerischen Arbeiten die Einwirkungen und Einflüsse von außen sichtbar – gleichzeitig enthüllt er das Innere. Dies wird insbesondere bei seinen „Gehackten Wänden“ sichtbar: Durch Axtschläge reißt der Künstler die Oberfläche auf und legt das Holz frei. Die daraus entstehende Textur des Holzes, die die BetrachterInnen nachzuvollziehen suchen, löst bei den BetrachterInnen ein genaues Spurenlesen und Beobachten aus. Diese Aufmerksamkeit spiegelt sich in der Haltung spiritueller Menschen wider. Auch haben Haberpointners Werke mit existenziellen Fragestellungen von Menschen zu tun: Teilen und Freilegen des Inneren ist auch immer wieder Thema im Lebensalltag oder bei Entscheidungsprozessen. 


Die Formfindung erweist sich für den Künstler als ein mit der Natur vergleichbarer Prozess, der „meist ein langwieriger“ ist und „ein langes, fast meditatives Dahinarbeiten über Tage, über Wochen“ mit sich bringt, um ein Werk fertigzustellen – so wie auch die Natur es macht. „Es ist also nicht der spontane Ausdruck, der hier im Vordergrund steht, sondern die Formfindung über eine gewisse zeitliche Kontinuität hinweg“, erklärt Haberpointner seine Arbeitsweisen*).

 

Über den Künstler


Der aus Ebenau in Salzburg stammende Künstler Alfred Haberpointner studierte nach der Fachschule für Bildhauerei in Hallein an der Kunstuniversität Linz bei Professor Erwin Reiter. Danach folgten Studienreisen nach New York, Paris sowie längere Aufenthalte rund um Genua. Haberpointner, der mit seinen Exponaten international in Museen und Ausstellungen präsent ist, lebt und arbeitet in Leonding bei Linz und Ebenau in Salzburg. 

 

Der Kreis strahlt aus, konzentriert und verbindet
Werk aus Fichtenholz: Der Künstler legt auf die Transparenz von Struktur und Textur des Materials Wert.
Einflüsse von außen werden sichtbar, zugleich offenbart sich das Innere
Gehackte Wände

© Diözese Linz


Werke Haberpointners finden sich in einigen Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in Oberösterreich: Neben der Kapelle im Bischofshof (2018)  gestaltete er den Altarraum in der Pfarrkirche Hargelsberg (2006), schuf die Skulpturengruppe „Heilige Familie“ für das Pfarrheim Sandl (2007) und kreiierte den Andachtsraum für das Petrinumheim der Katholischen Hochschulgemeinde in Linz (2009). 
 

 

*) vgl. Hartog/Hochleitner (Hg.): Der Haken der Bildhauerei – Alfred Haberpointner. 2011, S. 37–40.

 

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