Thursday 24. June 2021

Katholische Kirche in Oberösterreich trauert um Bert Brandstetter

Die Katholische Kirche in Oberösterreich trauert um Bert Brandstetter. Bischof Manfred Scheuer und Pastoralamtsdirektorin Gabriele Eder-Cakl sind tief betroffen über den plötzlichen Tod des langjährigen KA-Präsidenten. 

Diözesanbischof Manfred Scheuer zeigte sich tief betroffen über den Tod Bert Brandstetters:

„Bert Brandstetter hat als Mensch klar Stellung bezogen, ob als Journalist oder als KA-Präsident. Kirche und Religion waren ihm dabei immer wichtig. Sicher hat er sich an kirchlichen Strukturen, zum Beispiel an den sogenannten ‚heißen Eisen‘, heftig gerieben. Als KA-Präsident zeigte er eine starke Präsenz in den Pfarren. Wie viele Vorträge und Diskussionsabende hatte er in seinen Terminkalender! Dafür ein großes Vergelt’s Gott. Auch seine Stimme und sein Engagement im kirchenmusikalischen Bereich, in der Dompfarre oder in seiner Heimatpfarre Neumarkt werden lange nachklingen.

Meine Anteilnahme gilt seiner Frau Magda und seinen Kindern. Mit seinen Geschwistern weiß ich mich freundschaftlich verbunden. Bert Brandstetter hat eine Masterarbeit zum Thema ‚Heimat‘ an der KU geschrieben und darin auch ein Interview mit mir geführt. Kirche als Heimat? Heimat für Flüchtlinge? (Land der Menschen!) – Diese Fragen haben ihn umgetrieben. Ich bete für Bert Brandstetter, dass er in Gott seinen Himmel und seine Heimat findet.“

 

Bischof em. Maximilian Aichern OSB zum Tod von Bert Brandstetter:

„Der plötzliche Tod des engagierten Journalisten, Obmanns von 'Land der Menschen' und früheren Präsidenten der Katholischen Aktion unserer Diözese Dr. Bert Brandstetter hat uns alle sehr berührt. Ich habe besonders in der Zeit als Linzer Diözesanbischof sein großes Interesse für das Soziale, für Vorgänge in Gesellschaft und Kirche sowie für die Kultur kennen und schätzen gelernt. Themen unserer Gespräche waren Ereignisse und Sozialfragen in Österreich, Rom und Brüssel. Er setzte sich sehr für das Wohl der Menschen, für unser Land und für eine menschenfreundliche. offene und zeitgemäße Kirche ein.
Gute Kontakte mit ihm hatte ich auch nach meiner Pensionierung, vor allem während seiner verantwortlichen Tätigkeit in der Katholischen Aktion. Er war ein beliebter Referent und Reiseleiter, nahm sich viel Zeit für Gespräche und Basisdiskussionen. Er konnte gut einen kritischen Blickwinkel mit einer positiven Grundhaltung verbinden und in seinen Publikationen Probleme verständlich darlegen. Ich verdanke ihm, der Chorleiter und Sänger war, viele schöne kirchenmusikalische Stunden. Mit großem Interesse habe ich auch seine Lebensdarstellungen und menschlichen Würdigungen für Verstorbene gelesen. Er war für mich ein liebevoller Gatte und Familienvater, begeisterter Mühlviertler und einsatzbereiter, aufgeschlossener Christ, der seine Verantwortung für das kirchliche und gesellschaftliche Leben sehr ernst nahm. Wir danken ihm für seinen großen Einsatz und sein vorbildliches Leben und Wirken.“

 

Betroffen über das plötzliche Ableben von Bert Brandstetter zeigte sich auch Pastoralamtsdirektorin Gabriele Eder-Cakl: „Bert Brandstetter war als Journalist und KA-Präsident ein wacher Zeitgenosse, vor allem als Christ in der Katholischen Kirche in Oberösterreich. Deshalb hat er die Kommunikationsabteilung der Diözese immer wieder einmal wachgerüttelt und angefragt. Deshalb hat er der Kirchenleitung – auch dem Pastoralamt – Fragen gestellt und mögliche neue Wege aufgezeigt. Wenn das Wesen der Katholischen Aktion das Christin-, Christ-Sein heute ist, dann hat Bert Brandstetter dies unermüdlich in seinem Stil geschrieben, gesungen, gelebt und durch seine Anwesenheit bei vielen Veranstaltungen in ganz Oberösterreich gezeigt.“

 

Trauer in Journalistenkreisen

 

Der Vorsitzende des OÖ. Journalistenforums und Chefredakteur der KirchenZeitung Diözese Linz, Heinz Niederleitner, trauert ebenfalls um den verdienten Journalisten und Kollegen: „Mit Bert Brandstetter verliert Oberösterreich einen profilierten und gestandenen Medienmacher, der stets das Menschliche in die Mitte seiner Arbeit gestellt hat. Unzählige Landsleute begleitete er mit seiner morgendlichen Radiosendung in den Tag. Als er KA-Präsident wurde, kommentierten das Journalistenkollegen mit den Worten: ‚Die katholische Kirche muss jetzt früher aufstehen.‘ Das hat sich auch bewahrheitet, denn die Kirche verliert mit Brandstetter einen kritisch-wachen Geist, der sich kein Blatt vor den Mund nahm und die naheliegenden Fragen aufwarf. Zum offenen Wort in der Kirche hat Bert Brandstetter einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Was vielleicht weniger bekannt ist: Wir verlieren auch einen wunderbaren Musiker und Sänger sowie Reisebegleiter. Seine frühe journalistische Tätigkeit hatte ihn auch in die Redaktion der KirchenZeitung geführt.
Bert Brandstetter hat das Schreiben von Nachrufen zuletzt auf hohes Niveau gebracht. Umso schwerer fällt es, nun für ihn die richtigen Worte zu finden.“

 

Lesen Sie auch: Stimmen zum Tod von Bert Brandstetter aus der Katholischen Aktion

 

Bert Brandstetter

Ganz plötzlich verstorben: Bert Brandstetter. © Diözese Linz

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