Wednesday 13. November 2019

Franziskus an Christen: Stellt euch der Kultur eurer Umwelt

Papst Franziskus

Christen müssen sich nach Worten von Papst Franziskus offen dem Dialog mit ihrer jeweiligen Umgebung stellen. Sie sollten Brücken zu anderen Kulturen bauen; "zu jenen,  die nicht glauben, wie zu jenen, die einen anderen Glauben haben".

Es gehe darum, die Botschaft des Glaubens "mit Feingefühl" weiterzutragen, so der Papst bei seiner Generalaudienz am 6. November 2019 auf dem Petersplatz.

 

"Wie sehen wir unsere eigene Stadt? Gleichgültig, mit Verachtung? Oder erkennt unser Glaube in der anonymen Masse die Kinder Gottes?", fragte Franziskus. In seiner Vortragsreihe zum Buch der Apostelgeschichte behandelte er diesmal den Aufenthalt des Apostels Paulus in Athen.

 

Die Hauptstadt Griechenlands, im Römischen Reich politisch bedeutungslos, habe damals im Schatten ihrer einstigen Vergangenheit gelebt. Zwischen den Bildern und Statuen antiker Götter habe sich Paulus der Auseinandersetzung mit Kultur, Religion und Bürgerschaft gestellt, so der Papst. Statt sich aber von diesem heidnischen Schock verjagen zu lassen, habe der Apostel versucht, zu eben dieser Kultur Brücken zu bauen und in Dialog zu treten.

 

Auf dem Areopag, dem Mittelpunkt des politischen und kulturellen Lebens, tat Paulus dies anhand einer Inschrift, die "dem unbekannten Gott" gewidmet war, erinnerte der Papst. Dabei habe der Apostel versucht, den Athenern den "unbekannten Gott" als den christlichen Gott näherzubringen, der "unter den Menschen lebt" und "sich denen nicht verbirgt, die ihn suchen". Von allgemein religiösen Vorstellungen wie der Entstehung der Welt sei Paulus schließlich zum Kern des Evangeliums gekommen.

 

Paulus haben zu den Athenern sozusagen von demjenigen gesprochen, "den die Menschen nicht kennen und doch kennen - den Unbekannt-Bekannten", wie Benedikt XVI. (2005-2013) es formuliert habe. Die Kernaussage des Evangeliums jedoch, der Tod und die Auferstehung Christi, sei für die meisten Griechen "eine Torheit" gewesen, die sie ablehnten. Zunächst, so Franziskus, sei Paulus mit seiner Mission anscheinend gescheitert. Später aber hätten ein Mann und eine Frau, Dionysius und Damaris, seine Botschaft weiter verbreitet.

 

Kathpress

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