Monday 21. October 2019

Marienschwestern vom Karmel verlegen ihr Stammhaus nach Bad Mühllacken

Aufgrund der wachsenden Pflegebedürftigkeit vieler Schwestern aus der Gemeinschaft planen die Marienschwestern vom Karmel, ihr Stammhaus in einigen Jahren von Linz nach Bad Mühllacken zu verlegen. In Linz wird es weiterhin eine Schwesterngemeinschaft geben.

„Es handelt sich um ein langfristiges Projekt und wir stehen noch ganz am Anfang des Prozesses“, sagt Generaloberin Schwester Michaela Pfeiffer-Vogl zu den Plänen des Ordens. Im Mutterhaus der Marienschwestern in Linz leben derzeit 31 Schwestern und zwei Kandidatinnen. Mehr als die Hälfte der Schwestern beziehen Pflegegeld und werden von fachlich qualifizierten Mitarbeiterinnen in der Pflege und von ihren Mitschwestern betreut. Das Haus am Friedensplatz ist jedoch nicht auf professionelle Pflege ausgerichtet – anders als das Seniorenheim St. Teresa in Bad Mühllacken. Das Gebäude wurde 1980 errichtet und ist nach wie vor im Besitz der Marienschwestern, das Haus wird seit einigen Jahren von der TAU.GRUPPE.VÖCKLABRUCK, der Holding der Franziskanerinnen von Vöcklabruck GmbH, betrieben. Nun haben die Franziskanerinnen entschieden, den Standort in Bad Mühllacken aufzulassen und in Feldkirchen an der Donau ein neues Alten- und Pflegeheim mit großzügigeren Zimmern und mehr Parkmöglichkeiten zu bauen. Im Herbst 2019 soll der Spatenstich stattfinden, nach etwa eineinhalb Jahren, also ca. im Herbst 2021, soll der Umzug der BewohnerInnen erfolgen.

 

Damit steht das Haus in Bad Mühllacken zur Verfügung und soll nach einer Sanierungsphase von etwa einem Jahr, also ca. Ende 2022, zum Großteil von den Marienschwestern selbst genutzt werden. „Unser Haus in Bad Mühllacken ist barrierefrei, alle Zimmer verfügen im Gegensatz zum Haus in Linz über WC und Dusche. Außerdem bieten sich Synergien wie etwa Therapiemöglichkeiten mit unserem Curhaus Bad Mühllacken an, das unmittelbar gegenüberliegt “, schildert Generaloberin Pfeiffer-Vogl die Vorteile vor allem für die Pflege der älteren Mitschwestern.

 

Seniorenheim St. Teresa in Bad Mühllacken

Seniorenheim St. Teresa in Bad Mühllacken. © Marienschwestern

 

Geplant ist, dass ein Großteil der Linzer Schwesterngemeinschaft nach Bad Mühllacken übersiedelt und einen Teil des Hauses nutzt. Auch die vier Mitschwestern, die derzeit im gegenüberliegenden Curhaus Bad Mühllacken wohnen, sollen in das ehemalige Seniorenheim ziehen. Angedacht ist auch, die 12 BewohnerInnen des betreubaren Wohnens, die ebenfalls im Curhaus untergebracht sind, zu übersiedeln und im neuen Stammhaus weitere Einheiten für betreubares Wohnen zu schaffen. Weiters wird es im neuen Haus Raum für spirituelle Angebote geben.

 

Das Stammhaus des Ordens soll am Ende des Prozesses zwar in Bad Mühllacken sein, der Standort Linz wird aber nicht aufgegeben. „Eine kleine Gemeinschaft der Marienschwestern soll es in Linz weiterhin geben, auch die Paramentik bleibt, ebenso die von uns vermieteten Wohneinheiten“, so Schwester Michaela Pfeiffer-Vogl. Der Planungsprozess wurde auf breiter Basis in der Gemeinschaft beschlossen und hat eben erst begonnen – noch ist nichts in Stein gemeißelt, wie die Generaloberin betont.

 

Generaloberin Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl

Generaloberin Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl. © Rudolf Laresser

 

Marienschwestern vom Karmel

 

Die Marienschwestern vom Karmel sind ein apostolisch tätiger Zweig des Karmelordens. Am 26. Februar 1861 feierte Sr. Theresia Böck ihre erste Profess, damit begann das Leben der Gemeinschaft in Linz. In den folgenden Jahren schlossen sich Frauen aus Riedau und Eferding, die schon in der karmelitanischen Spiritualität lebten, der Linzer Gemeinschaft an. Sie nannten sich „Schwestern des III. Ordens Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“. 1885 erhielt das Institut die staatliche und kirchliche Anerkennung. 1906 wurden die Schwestern durch Dekret als III. Orden dem Karmel angegliedert. Bischof Rudigier von Linz machte die Schwestern auf die Nöte der Zeit aufmerksam und wies ihnen so den Weg in soziale Aufgaben. Seit 1861 wirkt die Ordensgemeinschaft in Österreich, seit 1920 in Deutschland und seit 2002 in Uganda. Seit 1961 heißt sie „Marienschwestern vom Karmel“. Derzeit leben in Österreich insgesamt 65 Schwestern an 5 Standorten: in Linz, im Curhaus Bad Kreuzen, im Curhaus Bad Mühllacken, im Exerzitienhaus „Marienheim“ in Grünau im Almtal und in den Fachschulen der Marienschwestern in St. Pantaleon-Erla bei St. Valentin (NÖ). In Bayern leben 14 Schwestern an Standorten in Regensburg und Konnersreuth, 6 Schwestern sind in Uganda stationiert.

 

Marienschwestern vom Karmel

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Magdalena Poxrucker

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