Freitag 18. Januar 2019

Van der Bellen: SternsingerInnen sind "BotschafterInnen der Humanität"

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am 29. Dezember 2018 Sternsingergruppen aus ganz Österreich in der Hofburg empfangen, unter ihnen eine Gruppe aus der Pfarre Leonding-St. Michael.

"Ihr macht eurem Namen als 'Botschafter und Botschafterinnen' der Humanität alle Ehre", betonte der Bundespräsident bei dem Besuch. Das Sternsingen sei eine "großartige Sache. Ihr überbringt allen eure Botschaft, unabhängig von Glaube und Kultur, unabhängig davon, ob die Leute, wo ihr anklopft, wohlhabend sind, oder arm, unabhängig davon, ob sie lange in Österreich leben, oder erst vor kurzem zu uns gekommen sind". Österreichweit sind im Rahmen der Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar in diesen Tagen 85.000 Kinder unterwegs. Sie segnen Menschen und Häuser und sammeln Geld für Not leidende Menschen in Entwicklungsländern.

 

Der Bundespräsident sprach den als Heilige Drei Könige verkleideten Kindern und Jugendlichen ein dickes Lob aus. "Ihr seid bei jedem Wetter unterwegs, bei Schnee, bei Eis, bei Tauwetter und bei 'Gatsch'. Da braucht ihr schon Durchhaltevermögen und Teamgeist", so Van der Bellen. Sein Dank gelte aber auch der österreichischen Bevölkerung, "die so bereitwillig die Geldbörse für die gute Sache öffnet".

 

SternsingerInnen zu Besuch bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 29 12 2018 in der Wiener Hofburg.
SternsingerInnen zu Besuch bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 29 12 2018 in der Wiener Hofburg.

©  Peter Lechner / Kath. Jungschar Österreichs

 

Wichtig ist dem Bundespräsidenten die Friedensbotschaft der SternsingerInnen, die bedeute, "dass die Menschen hier fair miteinander umgehen und dass all jenen geholfen wird, die Schutz und Hilfe benötigen". Es gebe keine Spendenaktion in Österreich, bei der Kinder eine so tragende Rolle spielten wie bei der Sternsingeraktion. "Wenn man die 17,5 Millionen Spendeneuro des Vorjahres durch die 85.000 Kinder multipliziert, dann kommt man auf 200 Euro pro Kopf", so Van der Bellen.

 

Stephanie Schebesch-Ruf, Vorsitzende der Katholischen Jungschar, dankte dem Bundespräsidenten für seinen Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel. "Ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich dafür bedanken, dass Se sich so aktiv auf höchster Ebene gegen die Klimakatastrophe einsetzen. Hören Sie bitte nicht mit Ihren so wichtigen Bemühungen auf", so die Vorsitzende bei dem Besuch. Als Geschenk überreichten die SternsingerInnen unter anderem eine Ausgabe von Papst Franziskus' Enzyklika "Laudato si". Unter den SängerInnen aus ganz Österreich waren auch Simone, Tabea, Pia und Sophie aus der Pfarre Leonding-St. Michael.

 

Die Sternsingerinnen Simone, Tabea, Pia und Sophie Leonding-St. Michael bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Die Sternsingerinnen aus Leonding-St. Michael bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen. 

© Peter Kubelka

 

Schwerpunktland heuer Philippinen

 

Schwerpunktland sind heuer die Philippinen: Etwa auf der Insel Mindanao wird mit den ersungenen Spenden das Partnerprojekt "Agro-Eco" der Dreikönigsaktion finanziert. Es trägt dazu bei, dass Bauernfamilien durch Bio-Landwirtschaft ihr eigenes wirtschaftliches Überleben am Land sichern - was angesichts der Folgen des Klimawandels wie häufige Taifune und Extremwetter sowie auch vor dem Hintergrund des Landraubes durch große Exportkonzerne eine große Herausforderung darstellt. Das ebenfalls unterstützte philippinische Kinderschutzprogramm "Child alert" hingegen ist in der Gewaltprävention aktiv und will den Schulbesuch fördern, um der jungen Generation einen Ausweg aus der Armut zu ermöglichen.

 

Außer auf dem ostasiatischen Inselstaat kommen die Spenden an die Sternsinger auch in 19 weiteren Ländern zum Einsatz. Dabei geht es u. a. um Bildung für Straßenkinder, um Nahrung und sauberes Trinkwasser für Bauernfamilien sowie Verteidigung der Menschenrechte, wo Menschen vertrieben und bedroht werden. Insgesamt werden jährlich rund 500 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika mit den Geldern unterstützt.

 

 

Besuche bei kirchlichen und politischen Persönlichkeiten

 

Ihren Auftaktbesuch absolvierten die Sternsinger am 27. Dezember 2018 bei Kardinal Christoph Schönborn. Eine besondere Ehre wurde außerdem vier Kindern aus der Wiener Pfarre "Maria Drei Kirchen" zuteil: Am 1. Jänner 2019 durften sie stellvertretend für die 85.000 österreichischen Sternsinger am traditionellen Neujahrsgottesdienst mit Papst Franziskus in Rom teilnehmen.

 

Weitere publikumswirksame Höhepunkte: ein Besuch bei Eishockeycracks der Vienna Capitals am 29. Dezember sowie Besuche bei den Bundesministern Heinz Faßmann (4. Jänner), Juliane Bogner-Strauß (7. Jänner), Beate Hartinger-Klein (7. Jänner), Hartwig Löger (8. Jänner), Elisabeth Köstinger (9. Jänner) und Karin Kneissl (9. Jänner). Am 8. Jänner steht außerdem ein Besuch des Europaparlaments in Brüssel auf dem Programm.

 

Mehr zur Sternsingeraktion 2019

 

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