Saturday 19. October 2019

Professjubiläen der Marienschwestern

Am 25. August 2018 feierte die Kongregation der Marienschwestern vom Karmel die Professjubiläen von 9 Mitschwestern. Den feierlichen Gottesdienst in der Kirche der Karmeliten in Linz leitete der Bischofsvikar für Orden Dr. Adi Trawöger.

Mit ihm zelebrierten u. a. sein Vorgänger als Bischofsvikar Franz Haidinger, Pater Prior Paul Saij OCD, weitere Karmeliten sowie Priester, die den Marienschwestern verbunden sind. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst mit Orgelmusik sowie von einem Vokal- und Instrumentalensemble, bestehend aus Marienschwestern, Kandidatinnen und Freundinnen der Schwestern, unter der Leitung von Mag.a Anita Kreil.

 

Professjubiläum als „Erntedankfest“

 

Die Generaloberin der Marienschwestern vom Karmel Schwester M. Michaela Pfeiffer-Vogl in ihren Begrüßungsworten am Beginn des Gottesdienstes: „Wir dürfen heute bei diesem Festgottesdienst ein Erntedankfest feiern. Unsere Mitschwestern blicken auf 65, 60, 50, und 25 Professjahre dankbar zurück. Die Professweihe, die die Jubilarinnen heute erneuern, hat ihre tiefsten Wurzeln in der Taufe. Die Taufe verbindet uns alle, die wir heute dieses Fest gemeinsam feiern. So sind wir alle zusammen eine große Gemeinschaft der Glaubenden und feiern unseren Glauben an den dreifaltigen, lebendigen Gott, den wir mit unserem Leben bezeugen. Wir sind miteinander im Glauben unterwegs.“

 

Marienschwestern vom Karmel: Die Jubilarinnen erneuerten beim Festgottesdienst am 25. August 2018 ihre Ordensprofess.
Marienschwestern vom Karmel: Die Jubilarinnen erneuerten beim Festgottesdienst am 25. August 2018 ihre Ordensprofess.
Marienschwestern vom Karmel: Die Jubilarinnen erneuerten beim Festgottesdienst am 25. August 2018 ihre Ordensprofess. © Sr. Anna Pointinger / Marienschwestern

 

Suchender unter Suchenden sein

 

Der Bischofsvikar für Orden Dr. Adi Trawöger stellte in seiner Festpredigt eingangs in Anlehnung an eine rabbinische Erzählung die Frage: „Für wen gehst du?“ Dies sei letztlich die Grundfrage, vor die Jesus seine Jünger damals gestellt habe, und es sei die Frage, die auch heute jedem Christen und jeder Christin gestellt werde. Trawöger betonte, die erste Antwort aus dem Evangelium (Matthäus 11,25-30) lasse sich in dem Satz des tschechischen Theologen und Priesters Tomáš Halík folgendermaßen formulieren: „Es geht darum, ein Suchender unter Suchenden zu sein – mit den Menschen auf der Suche nach Gott und seinem Wirken unter uns. Es ist die Haltung des 'Unmündigen' im heutigen Evangelium, des Menschen, der noch etwas vom Leben, von Gott erwartet – etwas, das er nicht aus sich selber hat, sondern zugesagt bekommt.“

 

Im Evangelium lade Jesus alle Mühseligen und Beladenen ein, zu ihm zu kommen. Er verspreche ihnen Ruhe für die Seele und ein Joch, das nicht drücke. Jesus wisse um die Mühsal der Menschen, so Trawöger: „Um Dinge, die Menschen blind machen für andere oder taub; um Situationen, die die Seele bedrücken. Er weiß um die Not der Armut und der Einsamkeit, um die Not von Beziehungskrisen und um die Last, wenn geliebte Menschen sterben. Er weiß auch um die Belastungen der Seele: um Depressionen, um Mutlosigkeit.“ Jesus verspreche allen Mühseligen und Geplagten Ruhe und Erleichterung bei ihm – nicht als billigen Trost, wie Trawöger unterstrich, denn auch wer zu Jesus komme, komme nicht ohne Joch aus. So fordere Jesus dazu auf, sein Joch auf sich zu nehmen. Er, Trawöger, habe dieses Bild vom Joch lange so verstanden, „als wäre der Glaube und das Leben eine Last, ein Joch, das man eben tragen muss. Erst langsam ist mir aufgegangen, dass es hier um die Einladung geht, mit Christus anzupacken, mit einspannen zu lassen, mitzutun und mit ihm in die gleiche Richtung zu ziehen. Wer so den Weg des Glaubens mit Jesus geht, findet einen Sinn für sein Leben, findet Ruhe für die Seele.“ Das Joch sei nicht die eigentliche Last, sondern das Werkzeug, um schwere Lasten ziehen zu können. Jesus verspreche den Menschen also nicht, ihnen alle Lasten abzunehmen und sie von der Mühsal des Lebens zu befreien, aber er gebe ihnen ein Werkzeig, um die Lasten leichter zu bewältigen. Trawöger wörtlich: „Jesus will uns bei sich, wer immer wir sind, besonders aber dann, wenn uns das Leben schwerfällt, damit wir zu der Ruhe finden, die uns ausgeglichen, geordnet und gelassen unseren Weg weitergehen lässt, als Suchende unter Suchenden.“

 

Mit der „Ruhe für die Seele“ sei nicht (nur) die Ruhe im ewigen Leben gemeint, sondern die Bewältigung des irdischen Lebens, zeigte sich der Ordensvikar überzeugt. „Jesus sagt dazu: Lernt von mir, ich bin gütig und von Herzen demütig. Gütig zu sein bedeutet: Das Gute in anderen und in mir selbst zu sehen. Demütig zu sein heißt, den Mut zum Dienen zu haben; sich in Dienst nehmen und 'einspannen' zu lassen.“ Trawöger dankte den Ordensjubilarinnen „für all das Gute, für die Liebe, die Sie geschenkt haben, wo Sie sich überall haben einspannen lassen für die Sache Jesu in Ihrem Leben“.

 

Zum einmal Versprochenen stehen

 

Die Jubilarinnen erneuerten im Festgottesdienst ihre Ordensprofess und bekundeten in Dankbarkeit: „Was ich vor 65, 60, 50 und 25 Jahren versprochen habe, dazu stehe ich auch heute.“

 

Die Professjubilarinnen

 

65 Professjahre:

  • Schwester M. Digna Schinnerl aus Tragwein

Diamantenes Professjubiläum (60 Jahre):

  • Schwester M. Agnella Buchmaier aus Baumgartenberg
  • Schwester M. Basilla Sperl aus Viechtwang
  • Schwester M. Leonie Leithner aus Pfarrkirchen im Mühlkreis
  • Schwester M. Ludmilla Fuchs aus Haslach
  • Schwester M. Theresia Holzner aus Aschach an der Steyr
  • Schwester M. Sabina Baumgartner aus Altenberg

Goldenes Professjubiläum (50 Jahre):

  • Schwester M. Serafine Haider aus Königswiesen

Silbernes Professjubiläum (25 Jahre):

  • Schwester M. Pauline Angermayr aus Altschwendt

Nach dem Fest in der Kirche folgte ein gemütliches Beisammensein der Jubilarinnen und Schwestern mit Verwandten, WeggefährtInnen und FreundInnen im Garten und in den Räumlichkeiten des Eliashauses der Marienschwestern.

 

Am 25. August 2018 feierte die Kongregation der Marienschwestern vom Karmel die Professjubiläen von 9 Mitschwestern.

1. Reihe: Sr. Sabina Baumgartner, Sr. Serafine Haider, Sr. Theresia Holzner, Sr. Digna Schinnerl

2. Reihe: Pfarrer Franz Haidinger, Generaloberin Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl, Sr. Pauline Angermayr, Sr. Leonie Leithner, Sr. Ludmilla Fuchs, Sr. Basilla Sperl, Sr. Agnella Buchmaier

3. Reihe: P. Jess Martin OCD, P. Philipp OCD, P. Peter OCD, Fr. Stefan OCD, Pfarrer Mag. Friedrich Lenhart, Ordensvikar Dr. Adi Trawöger, P. Paul Saji OCD, Mag. Heinz Purrer, Pfarrer Anton Renauer, P. Paul Weingartner OCD

© Sr. Anna Pointinger / Marienschwestern

 

www.marienschwestern.at

 

Eckerstorfer, Barbara

Getauft und Gesandt
Veronika Beier-Wilfing

Veronika Beier-Wilfing

Mission verstehe ich als Aufruf, mit Menschenaktiv in Begegnung zu kommen.
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: