Dienstag 21. August 2018

„Wofür lebst du?“: 22. April ist Weltgebetstag für geistliche Berufungen

Seit 55 Jahren hält die katholische Kirche weltweit am vierten Sonntag der Osterzeit den Gedanken an Berufungen wach. 2018 steht am Weltgebetstag für geistliche Berufungen die Frage nach dem Lebenssinn im Zentrum.

 

"Wofür lebst du?" Mit dieser Frage nach dem Lebenssinn lädt die katholische Kirche in Österreich in diesem Jahr zur Teilnahme am bereits 55. "Weltgebetstag für geistliche Berufungen", der traditionell am vierten Sonntag in der Osterzeit – heuer am 22. April – gefeiert wird. Etliche Diözesen und Ordensgemeinschaften veranstalten rund um diesen Tag Wallfahrten, Gottesdiensten und Gebetstreffen, um für geistliche Berufungen zu werben und zu beten. Koordiniert wird der Gebetstag in Österreich vom Canisiuswerk, das für die Berufungspastoral zuständig ist und dieses Jahr zugleich sein 100-jähriges Bestehen feiert.

 

 

Nicht an der Oberfläche hängenbleiben

 

Alle Menschen hätten regelmäßig jemanden nötig, "der uns an die Grundfrage des Lebens, wofür wir eigentlich leben, erinnert – damit wir nicht an der Oberfläche hängenbleiben und den Tiefgang jedes Augenblicks erfahren können", so Wilhelm Krautwaschl, für das Canisiuswerk zuständiger Referatsbischof, in einer Aussendung des Canisiuswerks. Die Evangelien führten in besonderer Weise vor Augen, warum es sich lohne, sein persönliches Leben einzusetzen für andere Menschen und andere zu lieben. Man dürfe dabei "aus der Liebe Gottes schöpfen, sie dankbar annehmen und voller Freude weitergeben".

 

Der Weltgebetstag für geistliche Berufungen geht auf eine Initiative von Papst Paul VI. aus dem Jahr 1964 zurück. Traditionell veröffentlicht der Vatikan im Vorfeld eine Papst-Botschaft zu diesem Tag. Papst Franziskus wies zu dem aktuellen Anlass auf die im Herbst 2018 stattfindende Bischofssynode hin, die sich damit auseinandersetzt, wie Jugendliche, Glaube und Berufung zueinander stehen: "Wir werden dabei tiefer verstehen lernen, wie sehr die göttliche Berufung zur Freude im Zentrum unseres Lebens steht", betonte der Papst in der Botschaft, die bereits am vergangenen 1. Adventsonntag publiziert wurde.

 

Franziskus hob zudem die drei Aspekte Hören, Erkennen und Leben hervor, die auch am Beginn der Sendung Jesu stünden. Der Papst forderte zudem zu mehr Mut auf: "Wir werden die besondere und persönliche Berufung, die Gott uns zugedacht hat, nicht entdecken können, wenn wir in uns selbst eingeschlossen bleiben, in unseren Gewohnheiten und in der Teilnahmslosigkeit dessen, der sein Leben im seiner eigenen kleinen Welt verschwendet", heißt es in der Botschaft.

 

Botschaft des Papstes zum 55. Weltgebetstag im Wortlaut

 

Wohin führt mich meine Berufung?

Wohin führt mich meine persönliche Berufung? © pinzino / www.pixabay.com CC0 1.0

 

Die ganz persönliche Antwort finden

 

Wofür lebst du? - Eigentlich eine sehr persönliche Frage. Frauenordens-Präsidentin Sr. Beatrix Mayrhofer fällt dazu spontan ein: "Ich lebe für Jesus."  Und fügt hinzu: "Er hat mich gerufen, ihm geweiht darf ich leben. Ich erfahre seine Liebe und bin gerufen, diese Liebe durch mein Leben zu verkünden. Mit Gott für die Menschen als Schulschwester." Und auch Männerorden-Vorsitzender Abt. em Christian Haidinger sieht es ähnlich: "„Ich hoffe, dass ich durch mein Leben und Wirken meinen Mitmenschen helfen kann, ihre ganz persönliche Antwort auf diese entscheidende Frage zu finden!“

 

Sr. Beatrix Mayrhofer und Abtpräses Christian Haidinger

Sr. Beatrix Mayrhofer und Abt. em Christian Haidinger. © Ordensgemeinschaften Österreich

 

1964 ins Leben gerufen

 

Der Weltgebetstag für geistliche Berufungen wurde 1964 von Papst Paul VI. initiiert. Er findet immer am vierten Sonntag der Osterzeit statt und sieht sich der Forderung Jesu im Lukasevangelium (Lk 10,2) verpflichtet, "den Herrn der Ernte um Arbeiter für seine Ernte zu bitten". Hintergrund ist die Bitte um geistliche Berufungen - d.h. um die Berufung von Priestern und Ordensleuten, deren Zahl speziell in Europa seit Jahren rückläufig ist. In Österreich gibt es rund 2.100 Diözesan- und 1.500 Ordenspriester sowie rund 4.300 Ordensleute.


Neben diesem Schwerpunkt im Jahr werden in der Berufungspastoral aber auch während des ganzen Jahres Impulse und Aktivitäten gesetzt, u. a. durch Informationsveranstaltungen, Gebetskreise sowie Einladungen von Priestern und Ordensleuten.


Der Vatikan veröffentlicht dazu jeweils eine Botschaft des Papstes. In Österreich wird der Weltgebetstag, der heuer die Frage "Wofür lebst du?" stellt, vom Canisiuswerk vorbereitet und begleitet.

 

Kathpress / Ordensgemeinschaften Österreich

 

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