Sonntag 18. November 2018

Festgottesdienst zum 85. Geburtstag von Bischof em. Maximilian Aichern

Am 26. Dezember 2017 vollendet Bischof em. Maximilian Aichern OSB sein 85. Lebensjahr. Anlässlich dieses „halbrunden“ Geburtstags wird am Stefanitag um 10.00 Uhr ein Festgottesdienst im Linzer Mariendom gefeiert.

Mit Bischof em. Aichern feiern u. a. Diözesanbischof Manfred Scheuer, Bischof em. Ludwig Schwarz SDB und Miglieder des Linzer Domkapitels. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst am Fest des hl. Stephanus vom Linzer Domchor sowie von Orchester und SolistInnen der Dommusik Linz unter der Leitung von Domkapellmeister Josef Habringer. Zu hören ist die „Zauberflötenmesse“ nach W. A. Mozart (Anonymus, entstanden um 1800) – dieselbe Messe, die sich Aichern auch 2012 zu seinem 30-jährigen Bischofsjubiläum gewünscht hatte. An den Orgeln musizieren Domorganist Wolfgang Kreuzhuber und Heinrich Reknagel.

 

Alle sind herzlich eingeladen, den Festgottesdienst mitzufeiern und für den beliebten Jubilar, der die Diözese Linz maßgeblich geprägt hat, zu danken.

 

Bischof Maximilian Aichern

Bischof em. Maximilian Aichern, eine prägende Gestalt in der Diözese Linz. © Diözese Linz / Hermann Wakolbinger

 

Unermüdlicher Einsatz in Kirche und Gesellschaft

 

Maximilian Aichern wurde am 26. Dezember 1932 in Wien geboren. In seiner Jugend wurde er wesentlich durch die Kalasantiner geprägt, die sich in seiner Heimatpfarre vor allem in der Arbeiterseelsorge engagierten. Nach der Matura 1951 in Wien erlernte Aichern zunächst im elterlichen Betrieb das Handwerk des Fleischhauers und sollte den Betrieb übernehmen. Als seine jüngere Schwester Edeltraud die Fleischhauerei übernahm, konnte sich Maximilian Aichern seinen Wunsch erfüllen, Priester und Ordensmann zu werden. Er trat 1954 in die Benediktinerabtei St. Lambrecht (Steiermark) ein. Aichern studierte an der Universität Salzburg und an der Päpstlichen Hochschule San Anselmo in Rom und wurde 1959 in der Abtei Subiaco bei Rom zum Priester geweiht. Anschließend wirkte Pater Maximilian als Kaplan in der Stiftspfarre St. Lambrecht, als Jungschar- und Jugendseelsorger sowie als Religionslehrer in der Landesberufsschule für Maurer und Zimmerer in Murau. 1964 wurde der damals erst 32-jährige P. Maximilian zum Abtkoadjutor des Stiftes St. Lambrecht gewählt. 1977 wurde er nach dem Tod seines Vorgängers Wilhelm Blaindorfer Abt von St. Lambrecht. Ein Jahr später, 1978, wählte man ihn auch zum Abtpräses der österreichischen Benediktinerkongregation.

 

Am 15. Dezember 1981 ernannte Papst Johannes Paul II. Abt Maximilian Aichern zum neuen Bischof von Linz als Nachfolger von Franz Zauner. Am 16. Jänner 1982, einen Tag vor der Bischofsweihe, übernahm er die Amtsgeschäfte als 12. Bischof der Diözese Linz. Die Bischofsweihe erfolgte am 17. Jänner 1982 durch Franz Kardinal König im Linzer Mariendom – in Anwesenheit aller österreichischen Bischöfe und mehrerer Bischöfe aus dem Ausland. Aicherns Wahlspruch lautet: „In caritate servire“ – „in Liebe dienen“.

 

In der Bischofskonferenz war Aichern lange für soziale Themen zuständig, sein Einsatz dafür dauert bis heute an. Aichern begründete u. a. die erste Bischöfliche Arbeitslosenstiftung in Österreich (1987) und war Wegbereiter und Fürsprecher der „Allianz für den freien Sonntag“, die im November 1997 im Linzer Bischofshof unterzeichnet wurde. Unter der Führung des „Sozialbischofs Österreichs“ erarbeiteten die Bischöfe 1990 den Sozialhirtenbrief. Auch am Zustandekommen des Sozialworts des Ökumenischen Rates der Kirchen, das 2003 veröffentlicht wurde, war Aichern maßgeblich beteiligt.

 

Am 18. Mai 2005 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch aus Altersgründen von Bischof Aichern an und ernannte ihn gleichzeitig zum Apostolischen Administrator der Diözese Linz. Am 18. September 2005 übergab Bischof Maximilian Aichern nach 23 Jahren das Amt des Diözesanbischofs an Dr. Ludwig Schwarz SDB.

 

Das Wirken von Bischof Aichern wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. So wurde ihm 1993 von der Universität Passau das Ehrendoktorat der Theologie verliehen. 1994 erhielt Aichern als erster Bischof die Ehrenbürgerschaft der Stadt Linz; darüber hinaus ist er Ehrenbürger der Stadt Norcia (Italien), der Marktgemeinde St. Lambrecht, der Gemeinden Mariahof, St. Blasen und Königsbrunn am Wagram und der Stadt Mariazell. Verliehen wurden ihm auch das Große Goldene Ehrenzeichen mit Stern der Republik Österreich (1992), das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich (2005) sowie das Große Goldene Ehrenzeichen und der Ehrenring des Landes Steiermark.

 

Bis heute bringt sich Bischof em. Maximilian Aichern in der Diözese Linz und weit darüber hinaus sehr aktiv in das kirchliche, gesellschaftliche, soziale und kulturelle Leben ein. Er nehme noch immer Anteil am Weg der Kirche, sei dabei aber „gelassener und geduldiger geworden“, wie Aichern in einem Interview mit der Linzer KirchenZeitung zu seinem Geburtstag betonte. Der Jubilar im Interview wörtlich: „Ich sehe das Älterwerden als Chance, großen Fragen des Lebens und unserer Beziehung zu Gott mehr Zeit zu widmen, die Lebenserfahrungen zu überdenken und manches weiterzugeben.“

 

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