Dienstag 26. September 2017

Bischof Scheuer segnete renoviertes Pfarrzentrum in seiner Heimatgemeinde Haibach

Ein „Heimspiel“ feierte Bischof Manfred Scheuer am Sonntag, 11. Juni 2017: Er segnete in seiner Heimatgemeinde Haibach ob der Donau nach einem Festgottesdienst das renovierte Pfarrheim.

Bischof Manfred Scheuer ist seiner Heimatgemeinde Haibach verbunden geblieben – und ist ihr durch seinen Wechsel in die Diözese Linz im Jänner 2016 auch geografisch wieder nähergerückt. Die Gemeinde ist stolz auf ihren berühmten Sohn, der in Haibach als „Bäcker-Fredi“ bekannt ist. Deshalb war die Freude groß, als Bischof Scheuer am Sonntag, 11. Juni 2017 das generalsanierte Pfarrzentrum segnete und mit 300 Festgästen den Abschluss der Renovierungsarbeiten feierte.


Die Verbundenheit zwischen Bischof Scheuer und seinem Heimatort wurde auch auf dem neuen Pfarrzentrum sichtbar gemacht: Auf der Außenmauer ist der Weihespruch von Bischof Manfred zu lesen: „Der Geist macht lebendig“. Pfarradministrator Dr. Paulinus Anaedu: „Dieser Spruch gilt nicht nur Bischof Scheuer, sondern auch der Pfarrgemeinde Haibach, deren Lebendigkeit zu spüren ist in den vielen Gruppierungen, Arbeitskreisen und engagierten MitarbeiterInnen in der Pfarre. Denn diese sind der Geist, der die Pfarre Haibach lebendig macht. Ohne sie hätten unsere Pfarrkirche und unser Pfarrzentrum keine Bedeutung. Deswegen bedanken wir uns bei allen, die dazu beigetragen haben, dass ein neues Pfarrzentrum in Haibach zustande gekommen ist.“

 

    Das neue Pfarrzentrum in Haibach mit dem Weihespruch von Bischof Scheuer: 'Der Geist macht lebendig'.

 


„Räume verleiblichen unsere Seele und unsere Beziehungen“


Um 14 Uhr feierten Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und Pfarradministrator Dr. Paulinus Anaedu mit der Gemeinde einen Festgottesdienst. Festansprachen hielten Dombaumeister DI Wolfgang Schaffer und Landeshauptmann a. D. Dr. Josef Pühringer.


Der Bischof nahm in seiner Predigt die Atmosphäre von (Kirchen-)Räumen in den Blick. Beim Betreten eines Raums sei wahrnehmbar, „was in der Luft liegt, vielleicht auch, wie die Menschen, die in diesem Raum wohnen oder arbeiten, gerade getan haben, wie sie miteinander umgegangen sind.“ Der Bischof wörtlich: „Räume verleiblichen unsere Seele und unsere Beziehungen. Sie sind gefüllt oder auch geleert von unseren Beziehungen und drücken die Kultur oder auch die Verwahrlosung unseres Miteinanders aus.“ Kirche und Kirchenräume vermittelten durch ihre bauliche Präsenz ein stilles Wissen aus Erfahrungen und Zukunftshoffnungen, so Scheuer. Mit Gastfreundschaft, wie sie Jesus vorgelebt habe, sei immer ein Verweilen-Können und -Dürfen verbunden. „Gerade dem Verweilen wohnt eine Kraft inne, die heilt und verändert. Das Verweilen schafft Orte der Entschleunigung und der Besinnung, auf diesem Boden kann Hoffnung wachsen“, betonte Scheuer.

 

Predigtgedanken von Bischof Manfred Scheuer zum Nachlesen

 

Bischof Manfred Scheuer beim Festgottesdienst in Haibach
Festgottesdienst in der Pfarrkirche Haibach
Festgottesdienst in der Pfarrkirche Haibach
Bischof Manfred Scheuer beim Festgottesdienst in Haibach
Bischof Manfred Scheuer und Pfarradministrator Dr. Paulinus Anaedu beim Festgottesdienst in Haibach

© kaindlstorfer-photographie.at


Anschließend segnete Bischof Scheuer das generalsanierte Pfarrheim und hatte beim Pfarrfest die Gelegenheit zur Begegnung mit Familie, Freunden und HaibacherInnen.

 

Bischof Scheuer segnete das renovierte Pfarrzentrum
Segnung des renovierten Pfarrzentrums in Haibach
Bischof Scheuer segnete das renovierte Pfarrzentrum
Bischof Scheuer segnete das renovierte Pfarrzentrum
Bischof Scheuer segnete das renovierte Pfarrzentrum
V. l.: Bürgermeister Franz Straßl, Bischof Manfred Scheuer, LH a. D. Josef Pühringer und Pfarradministrator Dr. Paulinus Anaedu
Bischof Manfred Scheuer und LH a. D. Josef Pühringer
Segnung des neuen Pfarrzentrums in Haibach
Pfarrfest anlässlich der Segnung des neuen Pfarrzentrums
Bischof Manfred Scheuer beim Pfarrfest in Haibach
Pfarrfest anlässlich der Segnung des neuen Pfarrzentrums
Familie Scheuer (v. l.): Bruder Franz Scheuer, Manfred Scheuer, Mutter Marianne Scheuer und Schwester Marianne Scheuer.

 

© kaindlstorfer-photographie.at | © Max Kaltseis

 

 

Einjährige Generalsanierung


Das neue Pfarrheim ist durch den neuen Zugang, den Lift und das Behinderten-WC nun barrierefrei. Die alte elektrische Heizung wurde durch eine Heizanlage aus heimischer, nachwachsender Energie (Nahwärme Haibach) abgelöst. Zusätzlich wurde eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung installiert. Die Pfarre Haibach hat durch das neue Pfarrzentrum nun auch eine zeitgemäße Pfarrkanzlei und eine vergrößerte Pfarrbücherei. Die neue Küche, die Terrassenzubauten inklusive Überdachung auf der Südseite und die durchgehende Öffnung des Vorraums im Erdgeschoß bieten optimale Voraussetzungen für Veranstaltungen. Auch eine neue Gartenhütte wurde aufgestellt und der Garten neu gestaltet.


Im April 2016 wurde mit dem Ausräumen des Pfarrheims begonnen, im Mai mit den ersten Abbrucharbeiten. Im Juni begann die Baufirma und am 3. Dezember 2016 konnte das neue Pfarrzentrum nach ca. 7 Monaten Bauzeit wieder eingeräumt werden. Von April bis Mai 2017 wurde die Gartenhütte errichtet und die Außenanlage fertiggestellt. Alle Aufträge wurden an Firmen in der Region erteilt.


Bei der Generalsanierung des alten Pfarrheims wurden das Miteinander und der Zusammenhalt in der Pfarre spürbar. Viele freiwillige HelferInnen haben zum Erfolg des Projekts beigetragen: Seit Baubeginn wurden von 101 freiwilligen HelferInnen 2.735 Robotstunden geleistet. So wurden von den HelferInnen nicht nur über 25 Tonnen Bauschutt entsorgt, alle Stemmarbeiten durchgeführt, der Innenputz zu einem großen Teil abgeschlagen usw., sondern auch der Großteil der Elektroarbeiten ehrenamtlich durchgeführt, Flachdächer genagelt, Böden verlegt, Malerarbeiten verrichtet, das Nebengebäude aufgestellt und die Gartenanlage gestaltet.

 

Pfarre Haibach

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