Dienstag 22. August 2017

Scheuer: Arbeit so gestalten, dass man gesund bleibt

Bischof Manfred Scheuer

Grundsätze für "gute Arbeit" hat der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer am 16. Mai 2017 als Gastredner bei der Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich skizziert.

Gute Arbeit sei untrennbar verbunden mit Respekt, Anerkennung, Wertschätzung und Recht auf Mitbestimmung und sei eine "wichtige Voraussetzung für seelisches Wohlbefinden", sagte der Bischof bei der Vollversammlung in Linz. Arbeit müsse jedoch so gestaltet werden, dass sie nicht krank mache, sondern dass vielmehr die Gesundheit erhalten bleibe.

 

Die Arbeit sei ein "Platzanweiser in der Gesellschaft", da sie Sinn im Leben stifte und den Menschen einen "Rahmen" gebe, erklärte Scheuer. Soziale Kontakte würden am Arbeitsplatz geknüpft und gepflegt, zudem dürfe man auch das Gefühl, gebraucht zu werden, nicht unterschätzen. Andererseits könnten aber belastende Arbeitsbedingungen wie ständiger Leistungsdruck und Schichtarbeit, Unsicherheit des Arbeitsplatzes, andauernde Überlastung, aber auch Unterforderung mit zu einer psychischen Erkrankung von Menschen beitragen.

 

Besondere Kritik äußerte der Bischof an jüngsten Entwicklungen, die unter den Schlagwörtern "Digitalisierung" oder "Industrie 4.0" zusammengefasst werden. Zunehmend würden Verkäuferinnen im Handel wegrationalisiert und durch Selbstbedienung und Expresskassen ersetzt. Das Online-Banking führe zu einem Stellenabbau bei Bankmitarbeitern, und immer mehr und immer qualifiziertere Jobs würden von Robotern, Datenverarbeitungsprogrammen und Smartphone-Apps übernommen. "Bringt die technische Revolution Wohlstand für alle und gesteigerte Produktivität - oder geht uns die Arbeit aus, verschwinden ganze Berufszweige, ohne dass genügend neue Jobmöglichkeiten geschaffen werden?", hinterfragte Scheuer.

 

 

Nachhaltiges Wirtschaften und Sozialpartnerschaft

 

Die Wirtschaft gelte es nachhaltig zu gestalten, mit dem Blick auf die kommenden Generationen als Aufgabe und Ziel, betonte der Linzer Bischof. "Es geht um das Gleichgewicht von monetären, sozialen und ökologischen Zielen. Die heutigen Ansprüche müssen erfüllt werden, ohne die Möglichkeiten der künftigen Generationen negativ zu beeinflussen." Bei jedem Handeln solle man "mit gutem Gewissen den Enkeln in die Augen schauen können", was einen guten Umgang mit Rohstoffen, zwischen den Generationen und auch mit den Sozialsystemen erfordere. Die Sozialpartnerschaft - bei zur gemeinsamen Bewältigung der Herausforderungen Verbindendes über Trennendes gestellt werde - könne dabei auch künftig den wirtschaftlichen Erfolg und sozialen Frieden in Österreich sichern.

 

Rede von Bischof Manfred Scheuer zum Nachlesen

 

Kathpress

Oft nachgefragt
Aus den Pfarren
Die musizierenden Engel am Laurentius-Altar.

Pfarre Waldburg: Engel und Weisenbläser zu Maria Himmelfahrt

Die Pfarrkirche Waldburg beherbergt drei kostbare Flügelaltäre. Zum Marienfest am 15. August wird das...

Künstlerin Inge Dick (r.) mit Pfarrer Christian Öhler im Atelier, im Hintergrund der neue Altar.

Bad Ischl: "Das Gold kommt mit der Post"

Die Gemeinde kommt in die Mitte. Mehr Licht, ein goldenes Strahlen: Das bringt die Neugestaltung in der Pfarrkirche...

dav

3 Tage Sonne, See und Gaudi

Die Jugendgruppe der Pfarre Eferding und ihre BegleiterInnen verbrachten ein sonniges Wochenende am Attersee.

Jungscharlager der Pfarre Schönering auf Schloss Riedegg

Jungscharlager der Pfarre Schönering auf Schloss Riedegg

Unter dem Titel"Eine Reise um die Welt" durchwanderten die Kinder das Schloss Riedegg, das Land der Bibel, die USA,...
Impulse
Soziale Botschaft der Woche
In Österreich verstärkte Maßnahmen gegen Luftverschmutzung nötig

Hitze erhöht Ozonbelastung – Autofahrten vermeiden

Die Hitzewelle bringt in Österreich eine erhöhte Ozonbelastung mit sich. Gestern war die Belastung in Steyr am...
Bibelwort
Blumen gelb

Bibelwort zum Tag

Di, 22. August 2017: Ri 6,11–24a Der Berufung Gideons ging der Abfall Israels vom Jahwebund und eine militärische...
Neuer Raum im Neuen Dom
Christlich geht anders - jetzt unterschreiben!
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: