Tuesday 15. October 2019

„Dreiklang der Gärten“: Landesgartenschau 2017 im Stift Kremsmünster

Prälatenhof Stift Kremsmünster

Mit einem Festakt im Kaisersaal wurde am 21. April 2017 im Stift Kremsmünster die OÖ Landesgartenschau 2017 eröffnet. Rund eine Viertelmillion BesucherInnen werden zum "Dreiklang der Gärten" erwartet.

Dem neuerlichen Wintereinbruch in vielen Teilen Österreichs zum Trotz ist das Benediktinerstift Kremsmünster seit Freitag, 21. April 2017 für 177 Tage Schauplatz der Oberösterreichischen Landesgartenschau 2017.


Die Eröffnungsfeier im Kaisersaal des Stiftes Kremsmünster wurde von Karl Ploberger moderiert. Als Festredner war Univ.-Prof. Dr. Bernd Lötsch vom Naturhistorischen Museum Wien eingeladen. Inmitten von Verstädterung und Betonierung, Bildschirmautismus und Verwaltungsstaat sei die Natur ein Seelenvitamin und eine Landesausstellung wie die in Kremsmünster ein Anlass, die Bedeutung von Gärten ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Mit vielen Verweisen auf die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus trat Prof. Lötsch dafür ein, sich gerade anhand der langen Wetterdaten im Stift Kremsmünster der Bedrohung des Klimawandels nicht zu verschließen.

 

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer eröffnete die Landesgartenschau und zeigte sich überzeugt, „dass Kremsmünster idealer Austragungsort dafür ist“. Für ihn ist „das Großereignis ein wichtiger Impulsgeber für die Kultur, Wirtschaft und für den Tourismus, ein Motor für die nachhaltige Regionalentwicklung“.


Das Motto der Landesgartenschau „Dreiklang der Gärten“ umschrieb er mit „zuhören, aufeinander zugehen und miteinander die bunte Vielfalt der Kultur Musik und Tradition erleben. Das Aufblühen und Erwachen der Natur und das Miterleben weckt große Begeisterung und bietet uns persönlich sowie der Gesellschaft Chancen.“ Der Landeshauptmann dankte Abt Ambros und seinen Mitbrüdern für die Gastfreundschaft, in den nächsten 177 Tagen viele Besucher willkommen zu heißen. Das Stift als geschichtsträchtiger und spiritueller Ort würden der Landesgartenschau einen besonderen Charakter geben.

 

 

Landesrat Max Hiegelsberger, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Biogärtner Karl Ploberger und Bürgermeister Gerhard Obernberger mixen Smoothies

Landesrat Max Hiegelsberger, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Biogärtner Karl Ploberger und Bürgermeister Gerhard Obernberger mixen Smoothies. © Land OÖ / Grilnberger

 

Unter dem Motto „Verwandlung“ gab es als unterhaltsame Einlage das Gewinnspiel „Wer mixt den besten Smoothie?“ Herausgefordert waren LH Thomas Stelzer, Landesrat Max Hiegelsberger und Bürgermeister Gerhard Obernberger. Der Juror Abt Ambros überwachte das Preismixen genau und skeptisch und durfte die Smoothies verkosten. Mit den Worten aus der Bibel „Gerechtigkeit ist immer mit Barmherzigkeit verbunden“ vergab er dreimal den ersten Preis mit der Bewertung „köstlich“.

 

 

Bürgermeister Gerhard Obernberger, Biogärtner Karl Ploberger, Landesrat Max Hiegelsberger, Mag. Karin Imlinger-Bauer (GF Landesgartenschau Kremsmünster), Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und H.H. Abt Mag. Ambros Ebhart OSB (Stift Kremsmünster)

Bürgermeister Gerhard Obernberger, Biogärtner Karl Ploberger, Landesrat Max Hiegelsberger, Mag. Karin Imlinger-Bauer (GF Landesgartenschau Kremsmünster), Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und H.H. Abt Mag. Ambros Ebhart OSB (Stift Kremsmünster). © Land OÖ / Grilnberger

 

Die OÖ Landesgartenschau 2017 ist die erste, die in einem Stiftsort stattfindet. Auf drei Schauplätzen warten drei einzigartige Gartenkompositionen darauf, entdeckt zu werden. Die revitalisierten Höfe und Gärten im Stift Kremsmünster, der neue Park an der Krems und der Schlosspark Kremsegg bieten ein herrliches Ambiente für einmaliges Gartenschauflair.

 

Die OÖ Landesgartenschau bietet einen bunten Strauß an Erlebnisgärten: 10  Schaugärten, 10 Themengärten und 10 Küchengärten laden zum Schauen, Staunen und Genießen ein, ebenso  die 11  verschiedenen floristischen Ausstellungen. Diese finden im restaurierten Feigenhaus statt und werden aufgrund der außergewöhnlichen Kulisse wohl Besuchermagnet Nr. 1 sein.  Noch vor Kurzem diente das historische Feigenhaus als Wohnhaus. Es ist das älteste in Europa erhaltene Gewächshaus, ein Gartendenkmal von europaweiter Bedeutung. Erbaut im  17. Jahrhundert erwacht es mit der Gartenschau zu neuem Leben: Mit der ersten Ausstellung  „Exotisches  Kabinett – Ich hol ́mir die Welt ins Haus“ beendet die Gartenschau-Planerin DI Carla Lo den Dornröschenschlaf des Hauses und füllt das neue Haus mit üppigem Grün und traumhafter Exotik.

 

 

Stift Kremsmünster: Blumenpracht und klösterliches Leben entdecken

 

Zentrales Herzstück der Gartenschau ist aufgrund seiner jahrhundertealten Gartengeschichte das Stift Kremsmünster. Hier wird der trockene Wassergraben zum Blumenmeer und der Konventgarten zur neuen, bunten Erholungsoase. Im Sternwartegarten strahlt die Blütenpracht mindestens genauso schön wie die Sterne am Himmel. Und die Aussichtsterrasse des Cafés im historischen Gartenpavillon bietet einen herrlichen Rundumblick auf Kremsmünster und auf das Alpenvorland. Ein Highlight im Gartenschau Konzept ist das revitalisierte ehemalige Feigenhaus, Europas ältestes Gewächshaus, wo die floristischen Ausstellungen stattfinden.

 

Sternwarte Stift Kremsmünster

Sternwarte des Stifts Kremsmünster. © Landesgartenschau

 

"Das Stift freut sich auf zahlreiche BesucherInnen und öffnet gerne seine Tore", betont Abt Ambros Ebhart zum Start der Landesgartenschau. Neben vielen gärtnerischen Attraktionen und einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm werden sich den BesucherInnen auch viele Möglichkeiten bieten, um auch in das klösterliche Leben und die benediktinische Spiritualität einzutauchen.

So ist etwa der sonst den Benediktinermönchen vorbehaltene Konventgarten in den kommen Monaten zugänglich. Unter dem Motto "Treffpunkt Mönch" laden die Benediktiner hier zweimal in der Woche zum Gespräch. Im Agapitushof ("Zu Gast bei drei Brunnen") halten die Mönche regelmäßig einen geistlichen Impuls. Täglich um 12 Uhr kann man mit den Patres in der Stiftskirche beten.

Ebenfalls im Konventgarten findet sich zur Gartenschau der "Hortus Benedicti" (Garten Benedikts). BesucherInnen können hier die Gestalt und Zitate des Heiligen Benedikt kennenlernen. Auch auf dem "Benediktusweg", der im Hofgarten hin zu einer "Wachsenden Kirche" führt, sind Botschaften des Ordensgründers aufbereitet. Einblicke ins Stiftsleben bietet auch ein Film, der 1.240 Jahre Klosterleben in Kremsmünster in sechs Minuten zeigt. Im Klosterladen werden bei einer interaktiven Besucherstation "20 Fragen an Mönche" beantwortet.

 

Konventgarten Stift Kremsmünster

Konventgarten des Stiftes Kremsmünster. © Landesgartenschau

 

Ob beim Mittagsgebet in der Stiftskirche oder beim Abendgebet in der Marienkapelle, auf der  OÖ Landesgartenschau gibt es viele Möglichkeiten, der Spiritualität der Benediktiner zu begegnen und mitzufeiern.

 

Mehr Details zum spirituellen Begleitprogramm

 

 

Klangräume im Schloss Kremsegg

 

Reinhören, genießen, ausklingen lassen: In der Parkanlage des Schlosses Kremsegg geben rund um das barocke Schmuckstück Musik und Klang den Ton an. Der neue Park ist in Form einer  Harfe mit begehbaren Saiten gestaltet. Die Landschaftsarchitektin DI Carla Lo, die den   EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden konnte, setzt auch hier wieder auf bestehende Ein- und Ausblicke. Sie will „Musik in allen Facetten erlebbar machen“.

 

Einzigartige Klangräume, exquisite Musikgärten und ein blühender Orchestergraben machen die Parkanlage zum Konzertsaal im Grünen. Mittendrin finden auf der Open Air Bühne zahlreiche Musikveranstaltungen statt. Im Gartenschau Ticketpreis inkludiert ist der Eintritt  in das Musikinstrumenten-Museum. Generell hat das Gartenschau Ticket zwei Abrisse: Stift und  Schloss können getrennt voneinander an unterschiedlichen Tagen besucht werden. 

 

Blühender Orchestergraben Schloss Kremsegg

Blühender Orchestergraben im Schloss Kremsegg. © Landesgartenschau

 

1.000 Veranstaltungen an 177 Tagen

 

Mehr als 1.000 Veranstaltungen warten auf kleine undgroße BesucherInnen. g und Alt aus nah und fern. Das 177 Tage dauernde Gartenfestival ist in drei Abschnitte unterteilt: Auftakt, Zwischenspiel und Schlussakkord zeigen so wie die Natur je nach Jahreszeit unterschiedliche Highlights. Das 44-seitige Veranstaltungsprogramm zeigt die ganze Fülle und die große Angebotsvielfalt. So spielen über 50 Blasmusikvereine aus ganz Oberösterreich immer sonntags beim Frühschoppen oder nachmittags bei den Sonntagsklängen.

 

Neben dem Schwerpunkt Musik ist  die heurige OÖ Landesgartenschau 2017 auch wieder ein attraktiver Veranstaltungsort für Kinder. Die neuen Spielplätze, darunter eine Riesenrutsche, ein Wald- und Flussspielplatz werden ergänzt von einem bunten Bühnenprogramm mit Kasperl, Puppenspieler und Märchenerzähler.

 

Wassergraben Stift Kremsmünster

Wassergraben beim Stift Kremsmünster. © Landesgartenschau

 

OÖ Landesgartenschau 2017

Stift Kremsmünster

„Dreiklang der Gärten“

 

21. April - 15. Oktober 2017

9.00 - 18.00 Uhr

 

www.kremsmuenster2017.at

www.stift-kremsmuenster.at

 

Quellen: Stift Kremsmünster / OÖ Landesgartenschau 2017 / Kathpress

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Melanie Wurzer

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