Dienstag 17. Juli 2018

Theaterstück Kalbfleisch rüttelte Jugendliche auf

Theaterstück Kalbfleisch

"Kalbfleisch" ein Theaterstück, das den Menschenhandel auf die Bühne bringt. Über 900 SchülerInnen haben sich diese Woche im Linzer Ursulinenhof mit dem leider sehr aktuellem Thema auseinandergesetzt.

Drei Mal füllte sich der größte Veranstaltungssaal des Landes OÖ, der Ursulinensaal im OÖ-Kulturquartier. Das „Reizwort“ hieß KALBFLEISCH. So werden sie genannt, die immer jünger werdenden Frauen und Mädchen, die von „Männern aller Art“ als Frischfleisch nachbestellt werden, um ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen; hier in Europa und überall auf der Welt, auch in Österreich.


Vier Frauen und vier Männer, alle zwischen 20 und 30, Schauspielstudierende der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien im 3. Studienjahr, zusammen mit ihrer Regisseurin Prof. Estera Stenzel, entwickelten dieses Stück bis zur Bühnenreife. Hinter jeder Rolle steckt eine erlebte Geschichte. Ein Stück, das aufzeigt, wie Menschenhandel funktioniert: Ursachen, Lebensumstände, Methoden, Lebensträume von Mädchen, die wenig Zukunftschancen in ihrer Heimat sehen, Männer, die diese Not-Situation schamlos ausnutzen, kriminelle Netzwerke, die nicht nur Menschen versklaven, sondern auch ein riesen Geschäft damit machen. Denn die Ware Mensch lässt sich verkaufen und verkaufen und wieder verkaufen … abgestempelt zur WARE Mensch! Der wahre Mensch, der dahinter steckt, dessen Lebenstraum geplatzt ist, bleibt auf der Strecke – meist körperlich und seelisch kaputt!

 

Schauspielstudierende der PrivatKunstUni Wien brachten das aufrüttelnde Stück auf die Bühne.

Schauspielstudierende der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien brachten das aufrüttelnde Stück auf die Bühne.

Foto: © Maria Schlackl sds

 

Kalbfleisch muss man einfach gesehen haben. Das Stück erzählt von einer Wirklichkeit, die es auch mitten unter uns gibt - sowohl von Täter als auch von Opfer Seite. Daher ist eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung und ernsthaftes Engagement unumgänglich. Diesem kriminellen Netzwerk müssen wir ein Netzwerk engagierten Handelns, ein Netzwerk für Menschenwürde entgegensetzen. Auf irgendeine Weise kann sich jede/r daran beteiligen. Es braucht Mut und den Willen dazu!

 

Über 920 Schülerinnen und Schüler, mit ihren 50 Lehrerinnen und Lehrern von 30 verschiedenen Schulen aus Gmunden, Kirchdorf, Traun, Ansfelden, Steyr, Wels, Linz, Perg, Gallneukirchen und Rohrbach haben sich darauf eingelassen.

Eine Besonderheit war das Gespräch im Anschluss zwischen Schauspielenden und Publikum!

 

Aktiv gegen Menschenhandel

 

Am Montag, 17.10.2016 um 18.30 Uhr lädt die Initiative "Aktiv gegen Menschenhandel - aktiv für Menschenwürde in OÖ" zur 3. Großveranstaltung in den Linzer Ursulinen-Hof.

 

JEDE und JEDER von uns kann einen aktiven Beitrag leisten. Vielfältige Möglichkeiten werden bei dieser Veranstaltung vorgestellt, wie Menschenhandel und Ausbeutung zumindest minimiert, aber auch verhindert werden können.

 

Zu Wort kommen:
Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann
Mag. Veronika Pernsteiner, Präsidentin der Kath. Frauenbewegung Österreichs
Dr. Manfred Scheuer, Diözesanbischof
Dr. Gerold Lehner, Superintendent

 

Den Veranstaltungsfolder finden Sie hier online.

 

Für die Initiative:
Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde in OÖ

Maria Schlackl sds
www.salvatorianerinnen.at

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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