Freitag 14. Dezember 2018

Verkündschafter - Kongress der pfarrlichen ÖffentlichkeitsarbeiterInnen

Verkündschafter 2016

200 Pfarrliche MedienmacherInnen trafen sich am 7./8. Oktober 2016 im Ursulinenhof in Linz zum ersten österreichweiten Kongress für Pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit.

Bischof Manfred Scheuer unterstrich bei der Eröffnung des ersten österreichweiten Pfarrmedienkongresses am Freitagabend in Linz die Wichtigkeit der Pfarrblätter. "Das ideale Pfarrblatt ist nahe an den Lebenswelten", so Scheuer. Gleichzeitig verwies er auf ihre Reichweite: "Pfarrblätter erreichen fast alle Haushalte" und würden sich vom medialen Mainstream dadurch unterscheiden, dass sie "das Positive in Blick nehmen, und das wirkt ansteckend".

 

Für pfarrliche Medien sei charakteristisch, dass bei ihnen "mehr das Zeugnis als das Argument" zum Tragen käme, führte der Bischof aus. Vor diesem Hintergrund sollten ihre Inhalte nicht nur erfahrungsbezogen sondern durchaus missionarisch sein. "Mission ist ein Auftrag Jesu", betonte Scheuer. Mission realisiere sich in der schlichten Präsenz des Christlichen in den verschiedenen Milieus und im "An-die-Ränder-Gehen". Dies betreffe nicht nur die geographischen und sozialen Ränder, sondern vor allem die existenziellen Nöte und Abgründe der Menschen. Schließlich meine Mission aber auch das ausdrückliche Sprechen vom Glauben. "Wenn keiner mehr davon spricht, dass Gott mich liebt, fehlt Essentielles", so der Linzer Bischof an die 200 Kongressteilnehmer.

 

Pfarrblätter werden gelesen


Neben der großen gemeinsamen Auflage und Leserschaft können sich Pfarrblätter über ein ungebrochen hohes Interesse erfreuen, hieß es beim Kongress. So belegten Studien aus Deutschland, die eine vergleichbare Aussagekraft für Österreich haben, dass ein Drittel der Bezieher das Pfarrblatt "häufig", ein weiteres Drittel "ab und zu" und der Rest "selten bzw. nie" liest. Am höchsten ist das Interesse an diesem Medium unter "Kirchennahen", von denen 86 Prozent angeben, das Pfarrblatt ganz zu lesen. Am anderen Ende der Skala befinden sich die "Kirchenfernen", von denen immerhin 37 Prozent sagen, das Pfarrblatt von vorne bis hinten zu lesen.

 

Pfarrblätter haben zwar noch die größte Reichweite in der basisnahen kirchlichen Kommunikation, aber immer wichtiger werden die elektronischen Medien. So haben pfarrliche Internetseiten sowie Social-Media-Aktivitäten mittlerweile "Schaukasten"-Medien und die "face to face"-Kommunikation in ihrer Reichweite übertroffen - Tendenz steigend. 

 

Bischof Manfred Scheuer eröffnete den ersten österreichweiten Pfarrmedienkongress.
Rund 200 Kongressteilnehmer im Linzer Ursulinenhof.
Eine "Vesper im Gehen" führte durch die Bischofstraße zum Domplatz.

Fotos: © Jack Haijes

 

Vielfältiges Programm

 

Zum Programm des zweitägigen Kongresses gehörten Inputs über die Reichweite pfarrlicher Medien, Stimmen von Pfarrblatt-LeserInnen in einem eigens gestalteten Film, eine Podiumsdiskusssion mit Bischof Manfred Scheuer, Cecily Corti von der Vinzi-Stube Wien und Markus Riccabona von der Pressestelle der Diözese St. Pölten.

 

Weiters wurden den Teilnehmern zwölf Workshops, die von Fragen der Text- und Bildgestaltung bis hin zu Pfarrwebsites, Social Media und Krisenkommunikation reichten geboten. Die Referentinnen und Referenten waren dabei überwiegend Profis aus der diözesanen Medienarbeit.

 

Das Abendessen kam aus dem "Bschoadbinkerl" und wurde nach dem Motiv der Leitbibelstelle des Brotvermehrung (Markusevangelium Kapitel 6) in Gruppen aufgeschnitten und gemeinsam verspeist. Eine "Vesper im Gehen" führte die Kongressgemeinschaft mit Lesungen, Texten und Gesang durch die Bischofstraße zum Domplatz.


Das Morgenlob am Samstag, 8. Oktober wurde beim Höhenrausch gebetet und gesungen. Mit Liedern und einem gemeinsamen Segen klang diese erste "Verkündschafter"-Tagung am Samstag Nachmittag aus.

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