Thursday 21. November 2019

Wer hat das Ave Maria geklaut?

Wussten Sie, dass das bei Hochzeiten so beliebte "Ave Maria" von Schubert eigentlich das vertonte Gebet einer Jungfrau für ihren kranken Vater ist? Der Musiker und Theologe Peter Paul Kaspar erzählt in seinem neuen Buch die wechselvolle Geschichte von 25 musikalischen Ohrwürmern.

Sie mögen das berühmte Adagio von Albinoni? Aber wussten Sie, dass es gar nicht von ihm stammt und dass es noch viel weniger Barockmusik ist, sondern zwei Jahrhunderte später in der Stube eines italienischen Musikgelehrten entstand? Oder Händels berühmtes Largo, das des Öfteren bei Hochzeiten zu hören ist: Es eröffnete ursprünglich eine Schmunzeloper über den antiken Feldherrn Xerxes. Zur Trauung erklingt in der Kirche Mendelssohns Hochzeitsmarsch? Er wurde für Shakespeares romantischen Bühnenjux „Ein Sommernachtstraum“ komponiert und hat sich erst später in die Kirche verirrt. Und Ravels Bolero? Keine Komposition – nur eine Instrumentationsstudie …

 

So und ähnlich erzählt sich die wechselvolle Geschichte vieler Musikikonen, musikalischer Ohrwürmer, die sich – berühmt geworden, aber zweckentfremdet – in immer neuen klanglichen Verkleidungen durch die Musikgeschichte winden. Der Linzer Künstlerseelsorger Peter Paul Kaspar, Musiker, Theologe und Autor mit humorvoller Feder, zeichnet in seinem neuesten Buch "Wer hat das Ave Maria geklaut?" (Pustet Verlag) die oft erstaunlichen und überraschenden Geschichten rund um diese Ohrwürmer nach. Dabei bringt er den Leserinnen und Lesern eine Fülle von musikhistorischem Wissen auf amüsante und eingängige Weise näher.

 

Von Schuberts "Ave Maria" über Liszts Liebestraum bis zum Wiegenlied von Brahms führt diese humorvolle Wanderung durch die Musikgeschichte – und macht an jenen Stationen Halt, wo ein Musikstück über die Umstände seiner Entstehung hinaus einen Wandel erfuhr und gerade auf diese Weise zu einem Unikat wurde. Nicht nur im Sommer eine erheiternde Lektüre für MusikliebhaberInnen!

 

 

"Schmunzelnder Nachtrag" eines Musikers

 

Peter Paul Kaspar, in Wien geboren, Musik- und Theologiestudium in Wien und Innsbruck, arbeitete als Akademiker und Künstlerseelsorger und lehrte an der Anton Bruckner Universität in Linz, konzertierte als Organist und Cembalist und verfasste über dreißig Bücher über Kultur, Religion und Musik, zuletzt fünf Bücher über Musik.

 

Peter Paul Kaspar

Peter Paul Kaspar. © Manfred Fleckenstein

 

Die Ambition des Buches ist keine streng systematisch-wissenschaftliche, so der Autor im Nachwort zu seinem Buch: "Es ist eher als schmunzelnder Nachtrag zu dem entstanden, was ich ein Musikerleben lang – neben den beiden anderen Bereichen als Theologe und Autor – erlebt, gehört, aber auch musiziert habe. Es erfreut mich durchaus, dass es abseits der Autobahnen und Trampelpfade des honorigen Musikbetriebs auch mancherlei Reservate, Kleingärten und Blumenbeete gibt, in denen man zwischen Pathos und Trivialität, zwischen Gotteslob und Liebeskummer, aber auch zwischen Ernsthaftigkeit und Humor allerlei Kostbarkeiten und Köstlichkeiten mit musikalischem Lustgewinn genießen kann. Deshalb bereitet mir das Suchen, Erkunden und Schreiben durchwegs Spannung und Freude – das mögen Leserinnen und Leser ähnlich erleben: nicht nur beim Lesen, sondern auch beim Musizieren und beim Hören."

 

 

Cover 'Wer hat das Ave Maria geklaut?'

 

Peter Paul Kaspar
Wer hat das Ave Maria geklaut?


144 Seiten
zahlreiche Abbildungen
13,5 x 21,5 cm
Hardcover

Preis € 22,00
ISBN 978-3-7025-0831-9
Verlag Pustet (www.pustet.at)

 

 

 

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