Dienstag 26. September 2017

Segnung des Seniorenheims der Franziskusschwestern

Exakt 40 Jahre nach der die Einweihung des Seniorenheimes der Franziskusschwestern im Februar 1976 durch den damaligen Bischof Dr. Franz Zauner war es am 9. Mai 2016 wieder Zeit für einen bischöflichen „Gebäude-Segen“ – diesmal durch Diözesanbischof Manfred Scheuer.

Feierlicher Anlass war die Neueröffnung des Alten- und Pflegeheims im Linzer Stadtteil Keferfeld nach einer rund vier Jahre andauernden Generalsanierung. Unter der Teilnahme vieler geistlicher und weltlicher Ehrengäste und vor allem gemeinsam mit den MitarbeiternInnen und BewohnerInnen wurde das neue Seniorenheim gebührend aus der Taufe gehoben – und als Ort der Geborgenheit und des Wohlfühlens gefeiert.

 

Bischof Manfred Scheuer segnete das neu eröffnete Seniorenheim der Franziskusschwestern.
Bischof Manfred Scheuer segnete das neu eröffnete Seniorenheim der Franziskusschwestern.
Bischof Manfred Scheuer bei der Segnung der Kreuze für das Seniorenheim der Franziskusschwestern.

© Alexander Schwarzl / Barmherzige Brüder Linz

 

 

Alter kann Bereicherung sein, wenn das Altwerden angenommen wird

 

Bischof Manfred Scheuer, der die Segnung des neu eröffneten Seniorenheims vornahm, betonte, ein Mensch sei in jeder Lebensphase ganz Mensch. "Jede Lebensphase, jede Alterstufe ist eine Herausforderung für unser Leben und unser Menschsein. In jeder Lebensphase gibt es Chancen und Gefährdungen. Jede Phase hat vermutlich auch seine blinden Flecken, d.h. dass wir wichtige Werte vergessen oder links liegen lassen, weil anderes scheinbar wichtiger ist. Das Alter bringt manchmal zum Vorschein, was in den Zeiten der vollen Aktivität nicht auffiel, und erhellt so die vorhergehenden Lebensabschnitte", so Scheuer.

 

Die Todesnähe gebe dem Alter seine besondere Prägung und fordere zu einer Lebensbilanz heraus. Diese Bilanz könne Dankbarkeit für das Gelungene und Geschenkte beinhalten. "Dankbarkeit hat eine befreiende Wirkung. Sie befreit von selbstbezogener Enge und Ängsten; sie öffnet den Blick auf andere", betonte Scheuer.

 

Teil der Bilanz seien aber die Brüche, die Unversöhntheiten, die Verletzungen und das Scheitern. Das Alter schaffe Raum für Werte, die erst in dieser Lebensphase die Chance bekämen, sich zu entfalten, etwa Zeit für "die Reise nach innen", für ruhiges Zuhören, für Beziehungen und Gemeinschaft. Gleichzeitig nähmen die körperlichen und geistigen Kräfte ab, Gebrechlichkeit und Krankheit nähmen zu. "Das fordert und fördert einen Reifungsprozess, der aber nur wirklich stattfinden kann, wenn man zu diesem Nachlassen seiner Kräfte steht. Es braucht Ehrlichkeit und auch Demut, zum Altwerden zu stehen und es wirklich anzunehmen. Wenn dies jedoch gelingt, kann das Alter zu einer Bereicherung und zu einer Gnade werden. Viele alte Menschen haben das erfahren und damit ihre Mitmenschen beschenkt. Sie sind zum Segen für andere geworden und haben jenen Trost gespendet, die zunächst sie trösten wollten", formulierte der Diözesanbischof. Die Würde eines Menschen sei in keinem Fall antastbar, weil sie ihm von Gott selbst zugesprochen werde, der den Menschen als sein Abbild erschaffen habe.

 

Ansprache von Bischof Manfred Scheuer zum Nachlesen

 

 

Bischof Manfred Scheuer bei seinen Grußworten.
Bischof Manfred Scheuer bei seinen Grußworten. © Alexander Schwarzl / Barmherzige Brüder Linz


Werte der Barmherzigen Brüder

 

Mag. Peter Ausweger, Gesamtleiter des Konventhospitals der Barmherzigen Brüder Linz, erinnerte in seiner Rede an die Grundwerte der Barmherzigen Brüder: „Qualität, Respekt, Verantwortung, Spiritualität. Vor allem das Sorgen um den alten Menschen sei dabei ein „ganz besonders wichtiges Anliegen“, führte Ausweger aus.

Frater Joachim Mačejovský, Provinzial der österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, wünschte in seiner Laudatio „den Menschen, die sich hier um die Senioren kümmern, einen besonderen Schwung“. Das Haus erstrahle in neuem Glanz: „Bereit für das Kommen des Heiligen Geistes.“ Man wolle die Bewohner gut aufgehoben wissen. Frater Joachim Mačejovský: „Wir sind es der älteren Generation schuldig, dass wir uns um sie kümmern – liebevoll und dankbar. Kein Mensch ist eine Nummer, jeder ist ein Schatz.“


Oberösterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer richtete seinen Dank vor allem an die Barmherzigen Brüder, die einen „so wesentlichen Teil des Umbaus finanziert haben“ und die Franziskusschwestern: „Es ist ein tolles Haus und die Mitarbeiter leisten hier großartige Arbeit. Entscheidend ist nämlich, welches Klima in diesen Häusern herrscht. Danke daher an die Mitarbeiter, denn auf sie und ihre qualitätsvolle Arbeit kommt es letztlich an.“

Heimleiterin Dr. Margarete Siegel bedankte sich in ihrer Ansprache bei ihren MitarbeiternInnen und BewohnerInnen und deren Angehörigen für die „große Geduld“. Der Umbau bei laufendem Betrieb sei „eine echte Herausforderung“ gewesen. Siegel: „Die Angst war mitunter groß, manche der BewohnerInnen wollten kein neues Zimmer – aber heute sind alle froh. Mit der Generalsanierung sei es gelungen, zu einem entscheidenden Imagewandel beizutragen: „Nämlich die alten Bilder von Pflegeheimen mit neuen Bildern zu überdecken.

 

Fest zur Neueröffnung des Seniorenheims der Franziskusschwestern in Linz.
Fest zur Neueröffnung des Seniorenheims der Franziskusschwestern in Linz.
Bischof Scheuer trug sich ins Gästebuch ein.
V. l.: Mag. Peter Ausweger (Gesamtleiter Barmherzige Brüder Linz), Pater Prior Matthias Meczywor OH, Berta Primetshofer (Bewohnerin), Bischof Dr. Manfred Scheuer, Sr. Raphaela Steinkleibl (Generaloberin)
 

© Alexander Schwarzl / Barmherzige Brüder Linz



Umbau bei laufendem Betrieb

 

2012 wurde mit der Generalsanierung begonnen. Der Umbau stellte insofern eine besondere Herausforderung für unsere BewohnerInnen und MitarbeiterInnen dar, da er bei laufendem Betrieb vorgenommen wurde. So musste die Bewohnerzahl reduziert werden, um Teile des Hauses für die jeweils nächste Bauphase frei zu halten. Dies erforderte viel Flexibilität von den BewohnerInnen, den Angehörigen und den MitarbeiterInnen. Der Grundriss des Hauses erstreckt sich in einer H-Form. Das Gebäude ist hell und lichtdurchflutet, ein eigenes Farbkonzept im Haus kennzeichnet die Wohnbereiche und fördert die Orientierung. Im Erdgeschoss wurde eine hauseigene Küche geschaffen, die die Wohnbereiche mit selbstgekochten Speisen versorgt und die Auszeichnung des Landes OÖ „Gesunde Küche“ trägt.

 

Manuela Kaar / Öffentlichkeitsarbeit Barmherzige Brüder Linz

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