Freitag 17. November 2017

Adventempfang: Schönborn und Faymann bekräftigen Flüchtlingshilfe

Kardinal Christoph Schönborn

Verantwortungsträger in Staat, Kirchen und Religionen eint der Einsatz für Menschen auf der Flucht. Das unterstrichen Kardinal Christoph Schönborn und Bundeskanzler Werner Faymann beim Adventempfang für VertreterInnen der Kirchen und Religionsgesellschaften Österreichs.

Zum Adventempfang hatte der Kanzler gemeinsam mit Kultusminister Josef Ostermayer am 1. Dezember 2015 geladen. Es sei in Zeiten wie diesen nicht einfach, so Bundeskanzler Faymann vor Journalisten, das Recht auf Asyl zu verteidigen. Umso mehr danke er den Kirchen und Religionen für ihre Unterstützung und das gute Verhältnis zu ihnen. Er plädierte für Solidarität, Menschlichkeit und einen respektvollen Umgang miteinander.

Menschlichkeit und Ordnung seien durchaus miteinander vereinbar, zeigte sich Faymann zudem beim Empfang im Rahmen des interreligiösen Dialogs im Bundeskanzleramt überzeugt.

Asyl sei kein Gnadenakt sondern ein Menschenrecht für all jene, die Schutz brauchen, mahnte Kardinal Christoph Schönborn. Freilich brauche es dafür auch eine entsprechende rechtsstaatliche Prüfung. Die derzeitige Situation sei schwierig, aber durchaus bewältigbar, zeigte sich der Kardinal überzeugt.

Einig waren sich Faymann und Schönborn darin, dass sich Österreich durch ein gutes Miteinander zwischen Staat, Kirchen und Religionen auszeichne. Der Dialog sei Garant für dieses gute Verhältnis. Der Bundeskanzler dankte Kardinal Schönborn für dessen klare Linie in der Flüchtlingsfrage. Der Kardinal erwiderte diesen Dank.



"Niemand begibt sich freiwillig auf die Flucht"


Schönborn sprach bei der anschließenden Begegnung von einem "schweren Unrecht", wenn Flüchtlinge als Terroristen diskriminiert würden. "Niemand begibt sich freiwillig mit Kindern auf die Flucht und kein Terrorist setzt sich in ein Schlauchboot, um unter Lebensgefahr das Meer zu überqueren", so Schönborn wörtlich und weiter: "Wir müssen uns davor hüten, dass der Terror, der Realität ist, einer ganzen Gruppe oder Religion angelastet wird."

Der Missbrauch der Freiheit dürfe nicht dazu führen, "dass wir die Freiheit abschaffen"; die terroristische Bedrohung dürfe nicht dazu führen, "dass wir unsere Grenzen und Herzen schließen", appellierte der Kardinal.

Er erinnerte u.a. auch an den Gedenkgottesdienst Ende August im Stephansdom für die auf der Flucht zu Tode gekommenen Flüchtlinge und betonte einmal mehr: "Es ist für Österreich keine Schande, wenn es zu einem sicheren Land für Flüchtlinge geworden ist."

Der Wiener Erzbischof verwies weiters auch an den jüngsten Besuch von Papst Franziskus in Afrika, wo dieser mehrmals betont hatte, "dass wir alle Brüder und Schwestern dieser einen Welt sind".

Weihnachten sei ein Realsymbol "für das große und deutliche Ja Gottes zur Menschheitsfamilie", so der Wiener Erzbischof. Das Fest zeige vielleicht am deutlichsten auch die große Sehnsucht der Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit. Doch wenn man genau auf die Geburt Jesu sieht, dann werde deutlich, dass Jesus unter prekären Verhältnissen zur Welt kam und selbst bald zum Flüchtling wurde, gab Schönborn zu bedenken.

Unter den zahlreichen kirchlichen und religiösen Amtsträgern beim Empfang waren u.a. der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios Kardamakis, der koptische Bischof Anba Gabriel, der evangelische Bischof Michael Bünker und die katholischen Bischöfe Klaus Küng, Ludwig Schwarz, Anton Leichtfried, Stephan Turnovszky und Franz Scharl. Die Orden waren an erster Stelle durch die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, Beatrix Mayrhofer, und den Vorsitzenden der Superiorenkonferenz, Christian Haidinger, vertreten. Weitere Gäste waren u. a. der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Fuat Sanac, und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg.

 

Kathpress

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