Dienstag 20. Februar 2018

Interreligiöses Gebet um Menschlichkeit

Diese Skulptur stand als religionsübergreifendes Symbol für alle Gottesvorstellungen auf dem Stadtplatz in Schärding.

Ein starkes Zeichen setzten am 26. Oktober 2015 ca. 200 Menschen am Stadtplatz Schärding, als sie sich um eine Skulptur versammelten – eine große Hand, in der die Erde ruht. Ein religionsübergreifendes Symbol für alle Gottesvorstellungen.

Verschiedene Glaubensgemeinschaften hatten zu diesem gemeinsamen Gebet um Menschlichkeit aufgerufen. Gebete und Texte von verschiedenen christlichen Kirchen mischten sich mit einer Weisheit aus dem Buddhismus und Versen aus dem Koran. Sehr berührend waren die Gesangsbeiträge: Eine Asylwerberin aus Syrien sang ein Lied der Armenisch-Ortohdoxen Kirche, eine junge Türkin ein Loblied auf Allah; „You´ve got a friend“ klang aus dem Mund eines 15-jährigem Flüchtlingsmädchens aus Tadschikistan. Sehr viele sangen mit, als „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“ angestimmt wurde. Eine Überraschung bereiteten VertreterInnen der muslimische Gemeinschaft den Anwesenden, als sie zwei weiße Tauben als Friedenssymbol in die Freiheit entließen. Bei Tee und vielen Gesprächen klang der Abend aus.

 

Diese Skulptur stand als religionsübergreifendes Symbol für alle Gottesvorstellungen auf dem Stadtplatz in Schärding.


Das Gebet wurde organisiert von einer Plattform, in der sich seit zwei Jahren Vertreter der verschiedenen Glaubensgemeinschaften regelmäßig treffen, um die unterschiedlichen Glaubenstraditionen kennenzulernen und Beziehungen zu knüpfen.

Brait, Martin

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