Wednesday 23. October 2019

Papst mahnt EU-Umweltminister zum Kampf gegen Klimawandel

Papst Franziskus

Papst Franziskus hat die Umweltminister der EU-Staaten zu einer entschlossenen Linie bei der bevorstehenden Weltklimakonferenz (30. November bis 11. Dezember) aufgefordert.

Für einen Erfolg des Gipfeltreffens in Paris bleibe noch viel zu tun, sagte Franziskus am Mittwoch, 16. September 2015 bei einer Audienz mit den europäischen Ressortchefs im Vatikan. Auch Österreichs Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter war Mitglied der Delegation.

Die Konferenz müsse laut Franziskus im Zeichen von Solidarität, Gerechtigkeit und der Teilhabe aller Menschen an den Ressourcen der Erde stehen. Dabei seien vor allem die Armen von den Folgen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung betroffen. Deshalb müssen nach seinen Worten der Kampf gegen den Klimawandel und der gegen die Armut Hand in Hand gehen.

Franziskus mahnte einen neuen Lebensstil und zurückhaltenden Ressourcenverbrauch an. Die Ausbeutung von Naturreserven habe in "einigen Ländern" historische Ausmaße erreicht. Er betonte zudem die Notwendigkeit, erneuerbare Energien zu fördern und ärmeren Staaten mit moderner Umwelttechnologie zu helfen.

Die UN-Klimakonferenz in der französischen Hauptstadt soll mit der Verabschiedung einer neuen internationalen Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge des Kyoto-Protokolls abschließen. Am 18. September wollen die EU-Umweltminister bei einem Ratstreffen in Brüssel die gemeinsame Linie für die Verhandlungen beim UNO-Sondergipfel zur nachhaltigen Entwicklung in New York am 25. September abstimmen. Die Eröffnungsrede des Sondergipfels wird der Papst im Rahmen seines USA-Besuches halten.



EU-Umweltminister beim Papst


Umweltminister Rupprechter sagte im Anschluss an die Audienz, in der westlichen Welt bestehe die Pflicht zur Solidarität den ärmeren Ländern gegenüber und der Auftrag, die Ressourcen gerecht zu verteilen. "Die Wissenschaft gibt uns viele Möglichkeiten, aber wir haben diese verantwortungsvoll zu nutzen. Das ist aus der Ansprache des Papstes besonders klar hervorgegangen", betonte Rupprechter.

Er bezeichnete die in der Umweltenzyklika "Laudato si" enthaltenen Schlussfolgerungen und Aufforderungen, wie wir Zukunft gestalten müssen, als mehr als nur Hirtenbriefsworte des Oberhauptes einer Kirche. "Laudato si" gebe auch Nicht-Gläubigen eine wichtige Orientierung. Mit seiner Enzyklika richte sich der Papst an alle Menschen des Globus. "Er hat damit der Debatte zum Klimaschutz einen sehr wichtigen Impuls gegeben", betonte der Minister.

Der Papst habe sich in seiner Enzyklika sehr stark für umweltfreundliche Energieversorgung ausgesprochen und Kritik an der Nutzung von Gentechnik in der Landwirtschaft geübt. "Das sind Aspekte, die für Österreich besonders relevant sind. Damit erhalten wir vom Papst viel Rückenwind", sagte der Minister.

 

Kathpress

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