Sunday 28. February 2021

Bischof Ludwig unterstützt Appell von Papst Franziskus an alle Pfarren Europas

Aufgrund des Aufrufes von Papst Franziskus an alle Pfarren Europas hat Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz heute nochmals einen Appell an alle oö. Pfarren gerichtet, ihr großes Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe möglichst noch zu intensivieren.
In einem Mail an alle Pfarren in Oberösterreich bat der Bischof um größtmögliche Unterstützung:

 


Lieber Herr Pfarrer!
Liebe Pfarrleitung!
Liebe Mitglieder des Pfarrgemeinderates!

Wir haben den Appell von Papst Franziskus an alle Pfarren Europas vernommen: jede Gemeinde solle eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen.

Als Diözesanbischof von Linz bitte auch ich nochmals eindringlich alle unsere Pfarren, in der Flüchtlingshilfe aktiv mitzuwirken. Christliche Nächstenliebe muss gerade in der aktuellen Herausforderung in die Tat umgesetzt werden. In gemeinsamer Anstrengung können wir diesen Männern, Frauen und Kindern nach einer für uns unvorstellbaren Zeit von Krieg und Flucht nun wieder Sicherheit und Geborgenheit schenken.

Pfarrgemeinden, denen eine Unterbringung in eigenen Gebäuden unmöglich ist, bitte ich sehr, Besitzer leerstehender Häuser oder Wohnungen im Pfarrgebiet zu motivieren, ein Quartier für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen oder sich anderweitig in der Betreuung von Flüchtlingen zu engagieren.
Quartierangebote bitte über unseren Diözesanen Koordinator für Flüchltingsunterbringung, Hr. Johann Schwarzbauer-Haupt, abstimmen.

Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott sage ich den nicht wenigen Pfarren, Stiften und Klöstern, die bereits Flüchtlinge aufgenommen haben und sie gut und liebevoll betreuen.

Denken wir gerade in diesen Tagen an Jesu Wort in den Seligpreisungen, wo es u.a. heißt „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“ (Mt 25,35)

+ Dr. Ludwig Schwarz SDB
Bischof von Linz


Aufruf von Papst Franziskus

 

Papst Franziskus hat angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingstragödie alle Pfarren, religiöse Gemeinschaften, Klöster und Heiligtümer in Europa aufgerufen, eine Familie aufzunehmen. Das wäre eine konkrete Geste der Solidarität und der christlichen Nächstenliebe zum bevorstehenden Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, sagte er am Sonntag 6. September 2015 bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz.


Er richte sich mit seinem Appell an alle Pfarreien und Einrichtungen in Europa, angefangen in seiner Diözese Rom, sagte Franziskus vor mehr als 10.000 Gläubigen auf dem Petersplatz. Auch die beiden Pfarrgemeinden des Vatikan würden in diesen Tagen zwei Flüchtlingsfamilien aufnehmen, hob er hervor.

 

Das Evangelium verlange angesichts der Tragödie von zigtausenden Flüchtlingen, die vor Tod, durch Krieg und Hunger fliehen, dass man ihnen Nächstenliebe erweise. "Ich richte mich an meine Brüder Bischöfe von Europa, dass sie in ihren Diözesen diesen meinen Appell unterstützen, und daran erinnern, dass Barmherzigkeit der zweite Namen von Liebe ist", sagte der Papst.

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