Friday 22. November 2019

Prinzip „Jungschar“ funktioniert

Prinzip „Jungschar“ funktioniert

Mit Zahlen, die der sonst vorherrschenden Feststellung eines Mitgliederschwunds in der Kirche zuwiderlaufen, kann die Katholische Jungschar (KJSÖ) aufwarten. Fest steht auch: in Oberösterreichs Pfarren tummeln sich die meisten Jungscharkinder.

Etwa 13 Prozent aller sechs- bis 14-Jährigen KatholikInnen sind als Jungscharkinder und MinistrantInnen aktiv. Das sind 72.767 Mädchen und Buben in ganz Österreich. Von allen Bundesländern zählt Oberösterreich mit 18.499 Mitgliedern in knapp 400 Gruppen die meisten Jungscharkinder. Das ergab eine Studie zur Kinderpastoral in Österreich. Die Gesamtzahl entspricht einer Größenordnung, wie sie bereits in den 1960er Jahre bestand.

 

Jungschar: zentraler Bestandteil der Pastoral

 

KJSÖ-Vorsitzende Sara Dallinger freut sich: „Wenn man bedenkt, dass die potenzielle Zielgruppe während der vergangenen Jahrzehnte kleiner wurde, ist unbestreitbar, dass sich Jungschararbeit über die Jahre hinweg als zentraler Bestandteil des pastoralen Angebots der Pfarren für Mädchen und Buben gut verankern konnte. Diese Tatsache gibt Kraft und Schwung.“ Präsentiert wurde die Studie bei der Vollversammlung der Katholischen Jungschar in Linz voriges Wochenende.

 

Was die Studie noch sagt

 

Der Berichtsband dokumentiert die Ergebnisse einer dreijährigen quantitativen und qualitativen Erhebungs- und Analysearbeit. Überprüft wurde, ob die vor 65 Jahren festgelegten Grundzüge der Jungschararbeit heute noch Gültigkeit haben – trotz des gesellschaftlichen Wandels, der kirchlichen Transformationskrise und nicht zuletzt der sich ändernden Bedingungen des Heranwachsens.

„Die Studienergebnisse beruhigen“, ist die Bilanz. „Der gegenwärtige kirchliche Krisendiskurs scheint die Kinderpastoral nicht zu berühren.“ Neben aktuellen Zahlen beinhaltet die Studie Angaben zum Selbstverständnis der Gruppenleiter sowie zu unterschiedlichen Formen der pfarrlichen Jungschararbeit und entsprechenden Praxisempfehlungen.

 

Breite Beteiligung der Pfarren

 

86 Prozent aller Pfarren in Österreich – das sind 2.592 – beteiligten sich an der Fragebogenerhebung und übermittelten Fakten zur Kinderpastoral. Alle Pfarren gaben an, dass bei ihnen Jungschar- und/oder Ministrantengruppen bestehe – zwar in unterschiedlichen Größenordnungen, aber mit regelmäßigen Zusammenkünften.

 

Oberösterreich ist Jungschar-Spitzenreiter

 

Warum sich gerade in Oberösterreich so viele Kinder in der Jungschar und als MinistrantInnen engagieren, fragten die ÖON die Leiterin der Katholischen Jungschar der Diözese Linz, Mag.a Mayella Gabmann: „Unsere Diözese ist sehr gut aufgestellt und unsere GruppenleiterInnen erhalten eine gute Unterstützung. Zudem gibt es viele junge Mütter, die so etwas sie die Jungschar aufbauen wollen, was sie auch selber gut gekannt haben“, so Gabmann.

 

Studie downloaden

 

Die Studie "Jungschar-Studie 2014. Kinderpastoral in Österreichs Pfarren. Empirische Befunde und Analysen." von Ingrid Kromer und Michaela Hajszan ist ab sofort unter www.jungscharshop.at erhältlich. (Infos auch unter www.jungschar.at)

Kathpress, OÖN (ma)

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