Tuesday 19. November 2019

Frühjahrstagung der Diakone und ihrer Ehefrauen: Um Gottes Segen bitten

Etwa 80 Diakone und ihre Ehefrauen tagten im Bildungshaus Schloss Puchberg.

„Die Ehe ist nicht überholt und besser als ihr Ruf“, sagte Franz Harant, Ehe- und Familienseelsorger der Diözese Linz, bei der Frühjahrstagung der Ständigen Diakone.

Rund 80 Diakone und ihre Ehefrauen waren am 6. und 7. März 2015 ins Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels gekommen. Pastorale und liturgische Handlungsleitlinien für die Trauungsassistenz von Diakonen sowie liturgische Möglichkeiten anlässlich einer zweiten zivilen Eheschließung bildeten den Schwerpunkt der Veranstaltung.

 

Beziehung, die andauern soll, brauche Verbindlichkeit. Die Ehe gebe den guten Rahmen dazu. Das Eheverständnis jedoch habe sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt, so Harant. Ein „Ich liebe dich, weil ich dich geheiratet habe“ sei mehr und mehr dem „Ich heirate dich, weil ich dich liebe“ gewichen. Ehe sei heute ein steter Beziehungs-Prozess, in dem sich die Paare immer mehr als Komponisten ihrer Lebenslaufbahn verstünden. Schließlich faltete Franz Harant die wertvollen pastoralen Begegnungsmöglichkeiten mit Brautpaaren aus, von der Anmeldung zur Trauung bis zur Eheschließung und darüber hinaus. Da immer mehr Brautpaare von sich aus die Sakramentalität der Ehe als kostbares Zeichen der Liebe und Nähe Gottes zu den Menschen nicht mehr zu verstehen vermögen, ergeben sich hier wichtige pastorale Herausforderungen.

 

In einem zweiten Teil gab Franz Harant Einblick in die Orientierungen der Diözese Linz für eine menschenfreundliche Seelsorge mit Geschiedenen. Gerade Menschen mit leidvollen Erfahrungen seien empfänglich für gute Worte und Segenszeichen. „Gott denkt noch immer gut über dich, trotz und entlang der Lebensbruchlinien“, so Harant. In dem Maß, als die Vergangenheit gelten dürfe, hätten Gegenwart und Zukunft eine Chance. „Wenn ich in Bezug auf meine ganze Biografie ehrlich vor Gott lebe, kann ich gar nicht aus dem Segen Gottes herausfallen.“ In sorgfältiger Begleitung von verletzten Menschen den Segen Gottes zuzusprechen sei eine pastorale Herausforderung der heutigen Zeit. Diese respektiere jedenfalls die Sakramentalität der ersten Ehe und zugleich aber auch die Liebesbeziehung sowie den Wunsch nach dem Segen Gottes für ein gelingendes Leben in der zweiten Ehe.

 

Ehe- und Familienseelsorger Franz Harant (l.) referierte.

Ehe- und Familienseelsorger Franz Harant (l.) referierte. © Schwarzenbacher / Diözese Linz

 

 

Am zweiten Tag traten die Diakone und ihre Ehefrauen in einen intensiven Austausch zur konkreten pastoralen und liturgischen Praxis in Bezug auf Ehevorbereitung und Begleitung von Paaren in den verschiedenen Lebenssituationen. Zudem kamen wichtige Anliegen und Überlegungen zu Zukunft und Entwicklung des Diakonats in der katholischen Kirche zur Sprache. Dank und Gratulation zum bevorstehenden 80. Geburtstag von Prälat Josef Ahammer rundeten die Tagung ab. Ahammer er war 20 Jahre lang für die Ständigen Diakone in der Diözese Linz zuständig.

 

Prälat Josef Ahammer (l.) und Fridolin Engl, Geschäftsführender Vorsitzender des Bischöflichen Rats für das Ständige Diakonat.

Prälat Josef Ahammer (l.) und Fridolin Engl, Geschäftsführender Vorsitzender des Bischöflichen Rats für das Ständige Diakonat. © Schwarzenbacher / Diözese Linz

 

 

Peter Schwarzenbacher / Referent für die Ständigen Diakone (be)

 

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