Friday 22. November 2019

Mit der Jugend, für die Jugend: 200. Geburtstag von Johannes "Don" Bosco

Ein gelingendes Leben für junge Menschen war Don Bosco ein Herzensanliegen.

Der Spruch „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“ ist weithin bekannt. Zurück geht er auf Johannes Bosco (1815 – 1888). Für den Priester, Erzieher und Sozialpionier war dieser Satz weit mehr als ein netter Spruch: In ihm spiegelt sich die Grundhaltung seines Lebens und seiner erzieherischen und sellsorglichen Tätigkeit.

Der italienische Priester galt als unverbesserlicher Optimist. Ohne eine gehörige Portion Gottvertrauen hätte er es wohl auch kaum auf sich genommen, in Turin bedürftigen Jugendlichen zu helfen, die im beginnenden Industriezeitalter auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in der Stadt auf der Strecke geblieben waren. Don Bosco ist überzeugt davon, dass in jedem jungen Menschen ein guter Kern steckt. Revolutionär zur damaligen Zeit ist sein Erziehungsstil, der auf spürbare Liebe, Einsicht, Glaube und Prävention setzt statt auf harte Strafen. Dabei ließ sich der Priester auch nicht beirren, wenn über ihn geredet wurde, weil er sich auch mit Ex-Häftlingen abgab. Der Geistliche wollte benachteiligte junge Leute mit einer Ausbildung fitmachen fürs Leben.

 

Im Jahr 2015 wird der „Vater und Lehrer der Jugend“, wie ihn Papst Johannes Paul II. bezeichnet hat, 200 Jahre alt. Weltweit erinnert die Don Bosco Familie an den Einsatz des „Jugendpatrons“, der als „Streetworker Gottes“ gilt.

 

Schwester Maria Maul FMA, Provinzleiterin der Don Bosco Schwestern, und Pater Petrus Obermüller SDB, Provinzial der Salesianer, erklären zum Festjahr: „Für uns ist dieses Jubiläum neben aller Freude und Dankbarkeit ein zusätzlicher Ansporn, die Arbeit unseres Gründers mutig, konsequent und kompetent fortzusetzen und die uns übertragene Sendung mit erneuerter Überzeugung und Entschiedenheit zu leben - zum Wohl der jungen Menschen in der ganzen Welt, vor allem derjenigen, die besondere Hilfe benötigen, der Ärmsten und der Schwächsten unter ihnen.“

 

 

Don Bosco (1815-1888): Priester, Jugendapostel und Streetworker Gottes

 

Don Bosco war Jugendapostel, Pädagoge, Zauberkünstler, Schriftsteller, Sozialarbeiter,  begeisterter Priester und Ordensgründer. In der italienischen Industriemetropole Turin begegnete er arbeitslosen und sozial entwurzelten Jugendlichen. Er holte sie von der Straße und nahm sie in seinem „Oratorium“, einem offenen Jugendzentrum, auf. Für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen betrachtete er vier Elemente als wesentlich: Geborgenheit, Freizeit, Bildung und Glaube. Am 31. Jänner 1888 starb Johannes Bosco. Er wurde am 1. April 1934 heiliggesprochen und wird weltweit als Schutzpatron der Jugend verehrt.

Damit das Leben junger Menschen gelingt

 

Als zweitgrößte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche zählen die Salesianer Don Boscos heute 15.300 Mitglieder in 132 Ländern der Welt. Mit Maria Dominika Mazzarello (1837 – 1881) gründet er 1872 die Don Bosco Schwestern, die heute mit rund 13.000 Schwestern einen der größten katholischen Frauenorden der Welt bilden. Außer seiner eigenen Mutter, Mama Margareta Occhiena (1788– 1856), bezieht er zahlreiche Frauen und Männer als Lehrer, Ausbilder und Erzieher in sein Jugendwerk ein. Daraus erwächst seine Idee des „Salesianers in der Welt“, von der sich auch heute weltweit 35.000 Frauen und Männer in der Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter begeistern lassen.

 

Das Anliegen Don Boscos, die jungen Menschen ernst zu nehmen, ihre Nöte und Bedürfnisse zu sehen, ihnen eine Stimme zu geben und eine Möglichkeit, ihr Leben selbst zu gestalten, ist auch heute wichtig. Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern setzen sich zusammen mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit an sozialen und humanitären Brennpunkten dafür ein, dass junge Menschen die Chance auf eine gute Zukunft bekommen.

 

Ob sie behinderten und sozial benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung ermöglichen oder junge Flüchtlinge auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft begleiten, ob sie ihnen in Wohnheimen ein Zuhause geben oder in Jugendbildungsstätten mit ihnen über den Glauben und ihre Zukunft sprechen: Sie sind da zur Stelle, wo sie besondere Hilfe benötigen. Sie setzen sich dafür ein, damit das Leben junger Menschen gelingt.

 

Derzeit betreuen die Salesianer und die Don Bosco Schwestern in Österreich Kindergärten und Schulen, leiten Pfarren und Jugendzentren, führen Wohnheime für Studentinnen und Studenten, für Schülerinnen und Schüler und laden in der Salesianischen Jugendbewegung zu zahlreichen Freizeitaktivitäten und religiösen Angeboten ein. Den sozialen Herausforderungen kommen weitere Partnerorganisationen nach: Die Salesianer und Don Bosco Schwestern sind mit dem Verein Jugend Eine Welt Träger des Don Bosco Flüchtlingswerks. Das Don Bosco Flüchtlingswerk betreut unbegleitete, minderjährige Asylwerber. In diesem Hilfswerk engagieren sich zahlreiche Jugendliche ehrenamtlich. Die Vereine Volontariat bewegt (ebenfalls in Mitträgerschaft von Jugend Eine Welt) und VIDES organisieren Freiwilligeneinsätze für junge Erwachsene und unterstützen Projekte in den Ländern des Südens.

 

 

Johannes 'Don' Bosco

 

 

31. Jänner: Don Bosco Fest 2015

 

Don Bosco ist ein lebendiger Heiliger. Am 31. Jänner ist sein Gedenktag. Die Don Bosco Familie in Österreich lädt auch 2015 in Erinnerung an sein Wirken zum Mitfeiern ein.

 

Alle Festtermine in Österreich

 

200 Jahre: Don Bosco feiert mit jungen Menschen

Bis zum eigentlichen 200. Geburtstag am 16. August stehen einige Höhepunkte auf dem Geburtstagskalender.

  • Am 6. März diskutieren Experten beim pädagogischen Symposium „HerzenSache“ in Salzburg über aktuelle Fragen der Erziehung mit Blick auf Don Bosco.
  • Die Pfingstmesse am 24. Mai wird live aus der Don Bosco Kirche in Wien Neuerdberg via ORF übertragen.
  • Von 17.-31. Juli kommt das neue Musical „Giovanni Bosco – Live for Youth“ erstmals auf die Bühne von Schloss Hartberg. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Don Bosco Schwester Sylvia Steiger FMA.
  • Der neue Film „Streetworker Gottes“, der an die wichtigsten Stationen im Leben Don Boscos erinnert und die Aktualität seines pädagogischen und pastoralen Programms beleuchtet.
  • Eine Ausstellung zum Leben, Wirken und Werk Don Boscos wird in diesem Jahr in Deutschland und Österreich zu sehen sein.
  • Mit dem Sujet „Danke Don Bosco“ wird auf den 200. Geburtstag Don Bosco aufmerksam gemacht. Danke-Botschaften werden ab dem Don Bosco Fest täglich veröffentlicht.
  • Auch international wird Don Bosco gefeiert: Papst Franziskus, selbst ehemaliger Schüler der Salesianer, reist im Juni nach Turin. Die Salesianer haben einen eigenen Pavillon bei der EXPO in Mailand und zum Jugendfest im August werden tausende junge Menschen in der Heimat Don Boscos erwartet. Aus Österreich werden rund 100 TeilnehmerInnen auf den Spuren Don Boscos unterwegs sein.

 

Salesianer Bischof Schwarz feiert Gedenkgottesdienst in Vöcklabruck

 

Zahlreiche Gottesdienste - darunter auch von Bischöfen geleitete - sind rund um den 31. Jänner, dem Gedenktag des vor 200 Jahren geborenen Heiligen Giovanni "Don" Bosco, geplant. Am Freitag, 30. Jänner 2015 feiert Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz SDB mit den Don-Bosco-Schwestern in Vöcklabruck um 19 Uhr eine Festmesse in deren Hauskapelle. Bischof Schwarz gehört selbst dem Salesianerorden an. 

 

 Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz

 Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz. ©  Diözese Linz / Reischl

 

Am eigentlichen Todestag des Ordensgründers, dem 31. Jänner, ist um 19 Uhr ein großes Fest der Don-Bosco-Familie im Don-Bosco-Haus in Wien-Hietzing geplant; Ehrengast dabei ist Bischof em. Maximilian Aichern OSB.

 

http://www.donbosco.at/de

 

Sophie Lauringer / Salesianer Don Boscos (be)

Katholische Kirche in Oberösterreich
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