Monday 2. August 2021

Förderpreis 2014 des Diözesankunstvereins vergeben

Diözesankunstverein_Förderpreis_2014_Mojtaba Mousavi

Thomas Kluckner erhielt am, 27.6.2014 den Förderpreis des Diözesankunstvereins für seine Diplomarbeit an der Kunstuniversität Linz zum Titel "Frames".

 

Der Diözesankunstverein vergab in diesem Jahr einen Preis à € 1.500,- und hat zwei Anerkennungen ausgesprochen. Der Förderpreis und die Anerkennungspreise sind mit einer Präsentation der ausgezeichneten Arbeiten im OÖ Kulturquartier (Landeskulturzentrum Ursulinenhof / O.K. Offenes Kulturhaus OÖ / Ursulinenkirche) verbunden. Für den Bereich Architektur wurde kein Preis vergeben.

 

Frames_ Arbeit von Thomas Kluckner_Foto:Kluckner
 

 

Förderpreis 2014

 

Mag. art. Thomas Kluckner für seine Diplomarbeit
(Bildende Kunst)
Titel der Arbeit: „Frames“
Begründung der Jury:
Was zunächst als simple Glastrennwand erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als reine Scheinkonstruktion. Die Installation ist ein perfekter Fake eines Raumtrenners aus Glas. Gleichzeitig ist der subtile skulpturale Eingriff eine clevere Auseinandersetzung mit dem (Kunst-)Raum an sich, und der im Namen der Transparenz geführten Abschirmung in vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens. Glaswände sind in der heutigen Architektur omnipräsent und symbolisieren Offenheit, auch wenn sie primär Grenzen und Übergangsbereiche markieren. Gerade die mitschwingende Wertefrage um Schein, Abgrenzung, aber auch um Transparenz als Phänomen und geradezu gesellschaftliches „Muss“ hat die Jury überzeugt. Schließlich haben wir doch nichts zu verbergen und können jederzeit alles offen legen!

Biografie: geb. 1977 in Hall/Tirol, lebt in Leonding
•    Ausbildung an der Fachschule für Holzbildhauer, Garmisch-Partenkirchen (D)
•    Studium der Bildenden Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz, Fachbereich Bildhauerei-transmedialer Raum
•    2010/11 Academy of Fine Arts Helsinki (Fin)

 

Diözesankunstverein_Förderpreis_2014_Mojtaba Mousavi 

Kunstreferent der Diözese Linz Hubert Nitsch, Würdigungspreis - Angelika Windegger, Förderpreis - Thomas Kluckner
Fotonachweis: Mojtaba Mousavi

Foto zum Download

 

 

Würdigung


Mag. ª art. Vivian Di Iorio – für ihre Diplomarbeit „Resueña“
(Bildende Kunst)
Di Iorio hat mit „Resueña“ eine anerkennungswürdige Diplomarbeit vorgelegt. Die Arbeit ist eine künstlerische Reflexion zum Thema Übersetzung und vor allem eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte. Überzeugend ist die Überlagerung der Audioebene (mit der spanischen Erzählung des Vaters, der Parallelübersetzung durch Vivien Di Iorio) mit der visuellen Ebene. In der Videoinstallation schält sich mechanisch ratternd aus einem Kellerausbau langsam eine zweite Modelleisenbahn-Miniaturwelt. Geradezu surrealistisch heben sich Wände, und Bänke verschieben sich, während sich die Erzählung von der Einwanderung des Großvaters von Argentinien nach Deutschland vollzieht. Der Geschichte wird so ihre Schwere genommen und in der Betrachtung kann man befreit und lustvoll in das vielschichte Gefüge eintauchen.

Biographie: lebt in Linz
•    Sprachtrainerin für Spanisch und Deutsch
•    Workshops und Übungsleiterin für südamerik. Folkloretänze und Salsa
•    Auftritte mit Gesang und Tanz (Tango)
•    Studium der Bildenden Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz, Fachbereich Bildhauerei-transmedialer Raum

 


BA MA Angelika Windegger – für ihre Masterarbeit „EIS EN“ (Plastische Konzeptionen/Keramik)
Vergänglichkeit wahrnehmbar zu machen, war Ausgangspunkt dieser Arbeit von Angelika Windegger. Zur Umsetzung dieser Idee wurde Eis verwendet, das Windegger in einem aufwändigen Prozess herstellte. Sie goss Wasser in meterlange Rohre und ließ das Wasser gefrieren. Die daraus entstandenen Eisstäbe lagerte sie auf einem Eisengerüst, das in einer Eisenlagerhalle kurzzeitig zur Verfügung stand. Der Kontrast der verwendeten Materialien Eis und Eisen verstärkt den Impetus dieser künstlerischen Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit. Die temporäre Installation wurde mittels Fotografie und Videofilm ausführlich dokumentiert und machte dadurch den natürlichen Schmelzungsprozess sichtbar. Die Betrachter/innen können durch diese Installation mit existentiellen Fragen des Lebens konfrontiert werden, mit Fragen nach Vergehen, Zerfall, Auflösung und der Frage, was am Ende letztlich bleibt.

Biografie: lebt in Oberhofen/Tirol
•    Studium der Bildenden Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz, Fachbereich Plastische Konzeptionen/Keramik
•    2003 Degussa Keramik-Preis (D)
•    2006 Kunst-Werk-Raum-Preis (A)

 

Der Diözesankunstverein Linz


Der Kunstverein der Diözese Linz besteht seit über 150 Jahren und hat derzeit mehr als 300 Mitglieder. Die Ziele des Diözesankunstvereins wurden Anfang der 1990erJahre unter Obmann Prof. Günter Rombold neu formuliert: wesentlich sind die Herausgabe der Zeitschrift „kunst und kirche“ und die Förderung von jungen, zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen. „Der Diözesankunstverein erhält die Verbindung zwischen der Diözese und ihren Kunstschaffenden und auch hin zur zeitgenössischen Kunst in vielen Begegnungen lebendig“, so Obfrau Architektin DI Romana Ring.

 

Der Förderpreis des Diözesankunstvereins

 

Der Förderpreis des Diözesankunstvereins Linz wird seit 1996 jährlich vergeben. Es werden damit Abschlussarbeiten an der Kunstuniversität Linz ausgezeichnet, die von besonderer künstlerischer Qualität und von einer ethischen, sozialen oder religiösen Relevanz sind.
Für ihre Diplomarbeiten an der Linzer Kunstuniversität wurden KünstlerInnen ausgezeichnet, die mittlerweile einen festen Platz im Kunstbetrieb haben, wie Markus Schinwald, Paul Kranzler, Rainer Gamsjäger, Claudia Czimek, Katharina Struber, Irma Kapeller und Iris Christine Aue. Darüber hinaus wurden herausragende Architekturdiplomarbeiten u.a. von Anna Heringer, Gunar Wilhelm und Tobias Hagleitner, sowie Franz Koppelstätter mit dem Förderpreis in der Sparte Architektur ausgezeichnet.

 

Judith Wimmer, gec

 

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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