Friday 18. October 2019

Erstkommunion rund um Christi Himmelfahrt

Erstkommunion in Ried im Traunkreis_Foto Ramsebne

Die Erstkommunion ist das Fest, an dem die Kinder zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen.

„Die Erstkommunion ist ein Fest der Kinder, der Familie, aber auch der Pfarrgemeinde. Wichtig ist, dass die Kinder in der Mitte stehen: bei der Vorbereitung und bei der Feier“, sagt Mag.a Michaela Druckenthaner, Referentin für Kinderpastoral in der Diözese Linz: „Im Sakrament der Eucharistie begegnen wir Jesus, im Brot wird Glaube erfahrbar. Kinder haben ein großes Gespür für das Religiöse und  wollen als Glaubende ernst genommen werden. Die spirituelle Entwicklung ist ein Teil der Identitätsbildung der Kinder.“

 

Auf die Erstkommunion vorbereitet


Kinder werden einerseits in der Schule, im Religionsunterricht, in der Zeit vor der Erstkommunion auf das Fest vorbereitet und in den meisten Pfarren auch in kleinen, außerschulischen Kindergruppen mit Tischeltern. Großteils sind es Tischmütter. Dazu gibt es Gottesdienste, wo die Kinder ins Feiern hineinwachsen können. So gestalten zum Beispiel den Vorstellgottesdienst die Kinder mit. „Es geht darum, miteinander Glauben zu erleben  – in der Gemeinschaft, im miteinander Essen, im Brotteilen, im über Gott und die Welt reden, etwas aus der Bibel lesen, im miteinander Singen und Spielen. Wichtig ist es für die Kinder, authentische Personen zu erleben, die über den Glauben reden können“, so Druckenthaner. „Bei der Erstkommunion soll deutlich werden: Kinder haben einen Platz in der Pfarre, auch über die Erstkommunion hinaus: Bei den Kindergottesdiensten, in der Jungschar, bei den MinistrantInnen – sind sie willkommen!“

 

Christi Himmelfahrt: Geschichte des Festes

 

Christi Himmelfahrt wurde erst ab dem 4. Jahrhundert als eigenständiges Fest 40 Tage nach Ostern gefeiert. Die Himmelfahrt des auferstandenen Christus wurde davor zu Pfingsten mitgefeiert. Jesu Erhöhung wird vom Evangelist Lukas mit der Himmelfahrt geschildert, um die „entzogene Anwesenheit“ auszudrücken. Die Wolke am Himmel drückt in der Erzählung die Anwesenheit Gottes aus. Auch die 40 Tage haben eine Bedeutung. Die Zahl 40 kommt in der Bibel oft vor (Israeliten wandern 40 Tage in der Wüste, 40 Tage Versuchung Jesu in der Wüste) und bedeutet die Zwischenzeit vor einem Neubeginn. Theologisch hilft die englische Sprache zur Klärung des Begriffs Himmel: „sky“ bedeutet der äußere Himmel der Natur. „Heaven“ meint den inneren, spirituellen Himmel aller Wirklichkeit. Der Himmel ist theologisch gesprochen Gott selber.

 

Brauchtum zu Christi Himmelfahrt

 

Im Mittelalter wollte man die Inhalte der Bibel anschaulich machen und zog eine Christusstatue in der Kirche zur Decke hinauf. An den Bitttagen – Montag, Dienstag und Mittwoch vor dem Feiertag – gehen die Gläubigen in Prozessionen, bei denen Gebete, Rosenkranz gebetet oder Lieder gesungen werden, durch den Ort und zu den Feldern und bitten um eine gute Ernte und das Gedeihen der Pflanzen. Auch am Christi-Himmelfahrts-Tag selbst werden zum Teil Prozessionen abgehalten.
Kinder haben ein besonderes Gespür für den Himmel. Das traut ihnen auch Jesus zu, indem er sie als Vorbilder für seine Jüngerinnen und Jünger hinstellt. Rund um das Fest Christi Himmelfahrt werden in den Pfarren und Einrichtungen der Diözese Linz rund 500 Erstkommunionen gefeiert.

 

Erstkommunion in Ried im Traunkreis_Foto Ramsebne

 

Erstkommunion in Ried im Traunkreis_Foto Ramsebner

 

(gec / ej)

 

Getauft und Gesandt
Bernhard Rudinger

Bernhard Rudinger

„Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten."
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