Allerheiligen – Allerseelen
Am Fest Allerheiligen, an dem der Besuch auf dem Friedhof für viele ein wichtiges Ritual ist, gedenkt die katholische Kirche aller christlichen Heiligen. Für die Pat:innen und „Godnkinder“ ist der 1. November als „Godntag“ bedeutend. Zu Allerheiligen und Allerseelen werden die Friedhöfe besucht; das Gedenken an die Verstorbenen gehört zum ältesten religiösen Verhalten der Menschen. Durch dieses Gedenken bleibt ein Mensch in seiner Einzigartigkeit und Würde nach seinem Tod in liebevoller Erinnerung. Das Gedenken und das Erinnern helfen auch in der Trauerarbeit. Trauer- und Abschiedserfahrungen müssen nicht allein durchgestanden werden. Die Seelsorger:innen der Katholischen Kirche in Oberösterreich sind in der Begleitung am Lebensende und in der würdevollen Verabschiedung genauso wie in der Zeit des Trauerns für Betroffene da. In vielfältigen Formen der Begleitung wird der Trauer Zeit und Raum gegeben.
Geschichte von Allerheiligen
Das Fest wurde ursprünglich eine Woche nach Pfingsten gefeiert und war somit in den Osterfestkreis integriert. In Irland wurde das Fest später auf den Beginn des keltischen Jahres gelegt. Im 8. Jahrhundert wurde diese Festlegung auch bei uns übernommen. Seitdem wird Allerheiligen am 1. November gefeiert. In den Heiligen verehrt die Kirche Menschen, an denen das gute Handeln Gottes sichtbar geworden ist. Sie sind beispielhaft Zeug:innen dafür, dass Gott auch für und durch uns das Gute will. Die Heiligenverehrung begann mit der Verehrung der Märtyrer (bedeutet „Blutzeugen“) der ersten christlichen Jahrhunderte, die aufgrund ihres Glaubens ermordet wurden. Die Christen trafen sich an den Gräbern der Märtyrer oder verehrten später deren Reliquien. Um eine ausufernde Personenverehrung in den folgenden Jahrhunderten einzudämmen, wurden schließlich Selig- und Heiligsprechungsverfahren eingeführt. In Linz wurde am 26. Oktober 2007 der Innviertler Bauer und Familienvater Franz Jägerstätter seliggesprochen, da er aus seinem Glauben heraus den Kriegsdienst im Hitlerregime verweigerte.
Allerseelen – Erinnerung an die Verstorbenen
Zu Allerheiligen und Allerseelen werden die Friedhöfe besucht wie an keinem anderen Tag im Jahr. Das Gedenken an die Verstorbenen gehört zum ältesten religiösen Verhalten der Menschen. Das Schmücken der Gräber, das Entzünden einer Kerze, das Gebet beim Grab hat es bereits seit Beginn des Christentums gegeben. Am Allerheiligen- und Allerseelentag werden die Gräber bei der Gräbersegnung mit Weihwasser besprengt.
Arme Seelen, Fegefeuer, Gericht, Himmel und Hölle
Der christliche Glaube bekennt die Auferstehung der Toten. Die Christen sind der Überzeugung, dass die Menschen nach dem Tod bei Gott erneut zum Leben kommen und von Gott Liebe und Vollendung erfahren. Wie diese neue Wirklichkeit tatsächlich ist, übersteigt jeden menschlichen Horizont. Die Theologie greift auf Bilder zurück. Sie gründen auf biblischen Erzählungen und auf menschlichen Erfahrungen im Leben. So kann man sich etwa das Jüngste Gericht Gottes so vorstellen: Ich stehe als ganzer Mensch mit meinen Fähigkeiten und Versäumnissen vor Gott und werde mich selber erstmals vollständig erkennen.
Im Mittelalter entwickelte sich eine Sorge um die Verstorbenen und wie es ihnen wohl bei diesem Gericht und auf dem Weg dorthin gehen werde. Es entstand das Bild vom „Fegefeuer“ als Reinigungsort der sündigen Seelen, bevor sie noch zu Gott kommen. Daher betete man auch für die „armen Seelen“. Die mittelalterlichen Ängste rund um die Jenseitsvorstellungen sind heute kaum mehr vorhanden, wie Studien aus der Sterbebegleitung belegen.
Christen glauben daran, dass Gott uns so annimmt, wie wir sind. Die Erkenntnis nach unserem Tod, wie wir wirklich sind, kann grausam – höllisch – sein und kann befreiend – himmlisch – sein. In der Theologie wird nicht vom kalten Richtergott gesprochen. Die Beziehung zwischen Gott und Mensch steht immer im Vordergrund. Alle Bilder, die im Laufe der Jahrhunderte von Himmel und Hölle gemalt wurden, sind die bildhaften Vorstellungen von Menschen, die zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Kultur gelebt haben.
Gebet für die Verstorbenen
Wenn ein vertrauter Mensch gestorben ist, kommen die Angehörigen zum Gebet zusammen. Dieses Gebet drückt die Verbindung der Lebenden zu den Toten aus und ermöglicht es, dem verstorbenen Menschen noch einmal Wünsche und Gefühle mitzuteilen.
„Godntag“ Allerheiligen
Zu bestimmten Zeiten im Kirchenjahr besuchen sich Pate bzw. Patin und „Godnkind“ gegenseitig. In Oberösterreich ist das meist zu Ostern, zu Allerheiligen und zu Weihnachten. Allerheiligen ist deshalb so bedeutend, da an diesem Tag an den Namenspatron bzw. die Namenspatronin gedacht wird, also eine Art Namenstag gefeiert wird.
An diesen Tagen nehmen der Pate bzw. die Patin eine „Godnsach“ mit. Das kann ein Striezel oder ein kleines Geschenk sein. Der Striezel ist und war ein festliches Brot und verleiht der besonderen Verbindung Ausdruck. Aber auch das Beschenken des Paten bzw. der Patin durch das Patenkind ist üblich.
Das Wort „God“, „Gote“ oder in der Schweiz „Gotte“ geht auf den angelsächsischen Sprachraum zurück, auf „god moder“ – „godmother“ und bedeutet „geistliche Mutter“. Dieses Wort kam im Mittelalter über den angelsächsischen Raum nach Österreich und vermischte sich mit dem Althochdeutschen „gotmouter“. Die Bedeutung des Wortes „Pate“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: „geistlicher Vater“ oder „Beistand“. Der geistliche Beistand ist ein Begleiter im Glauben und im Leben, eine Gefährtenschaft für das Leben und ein Begleiter der Eltern in der christlichen Erziehung.
Halloween / Nacht der 1000 Lichter
Der Ursprung des Halloween-Festes ist der keltische Neujahrstag am 1. November. In Britannien, Irland und Nordfrankreich gedachte man der Toten. Der Name des Festes ist eine Veränderung von „Allerheiligen“ („All Hallows‘ Eve“ – Vorabend von Allerheiligen). Um den bösen Geistern zu wehren, zogen die Menschen mit ausgehöhlten Kürbissen von Haus zu Haus, die, von innen beleuchtet, grimmige Grimassen zeigten.
Die Katholische Jugend lädt am Abend des 31. Oktober zur 21. „Nacht der 1000 Lichter“ ein. Österreichweit gestalten Jugendliche Kirchen oder Kapellen mit zahlreichen Kerzen zu besonderen Orten, die meditativ auf Allerheiligen einstimmen. Lichter, Impulse, Texte, Musik, begehbare Labyrinthe und Lichterwege bieten die Möglichkeit, Kirche auf eine andere Art und Weise zu erleben. Im Mittelpunkt stehen in der Nacht auf Allerheiligen festbezogen die Themen Tod und Trauer, aber auch das Leben. Der Lichterglanz der Nacht der 1000 Lichter weist darauf hin, dass es „das Heilige“ auch im persönlichen Leben jedes Menschen gibt und nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Denn: Zu Allerheiligen wird nicht nur der offiziell Heiliggesprochenen gedacht, sondern auch aller Menschen, die ein „heiliges“ Leben führen – der „Alltags-Heiligen“, die etwas von der Gegenwart Gottes erahnen lassen.
Über 240 Pfarren in ganz Österreich beteiligen sich am 31. Oktober 2025 an der „Nacht der 1000 Lichter“; in Oberösterreich nehmen über 40 Pfarren und Pfarrgemeinden daran teil.
http://www.nachtder1000lichter.at
Mehr Informationen zu Halloween und die Nacht der 1000 Lichter
Allerheiligen mit Bischof Manfred Scheuer
Samstag, 1. November 2025, 10.00 Uhr:
Festmesse zu Allerheiligen mit Bischof Manfred Scheuer, Linzer Mariendom. Der Linzer Domchor und das Bläserquartett der Dommusik musizieren unter der Leitung von Domkapellmeister Andreas Peterl die Deutsche Bläsermesse in g von Anton Reinthaler (*1950). An der Orgel: Domorganist Gerhard Raab.
Samstag, 1. November 2025, 14.30 Uhr:
Katholische Allerheiligen-Andacht, Friedhofsprozession und Gräbersegnung mit Bischof Manfred Scheuer und weiteren Seelsorger:innen, St. Barbara Friedhof Linz.
Allerseelen im Mariendom
Sonntag, 2. November 2025, 10.00 Uhr:
Allerseelen-Gottesdienst mit Bischof Manfred Scheuer
Sonntag, 2. November 2025, 18.15 Uhr:
Allerseelen-Requiem mit Bischofsvikar Johann Hintermaier; Der Linzer Domchor, das Orchester und Solist:innen der Dommusik musizieren unter der Leitung von Domkapellmeister Andreas Peterl das Requiem in d-Moll, (KV 626, 1791) von W. A. Mozart (1756 – 1791). An der Orgel: Domorganist Gerhard Raab.
Link zum Thema „Gedenken an Verstorbene“:
Erinnerung ist noch nicht fertig. Bischof Manfred Scheuer und Clemens Frauscher vom St. Barbara Friedhof im Gespräch über Abschiede, Erinnerung an Verstorbene und die Bedeutung des Friedhofs als Ort der Trauer. (Website St. Barbara Friedhof)
NS-Gedenken rund um Allerheiligen/Allerseelen
Gedenkmarsch in Großraming
Gedenkmarsch vom Kriegerdenkmal auf dem Kirchenplatz zum Denkmal beim Kreisverkehr. Eine emotionale Verbindung zwischen den gefallenen Soldaten und den 227 verstorbenen Zwangsarbeitern beim Kraftwerksbau soll einmal mehr die Gräuel des NS-Regimes aufzeigen. Gedenkredner ist Prof. Adolf Brunnthaler aus Weyer.
Sonntag, 2. November 2025, 14.00 – 16.00 Uhr, Treffpunkt beim Kriegerdenkmal in Großraming
Information für redaktionelle Rückfragen: Katholisches Bildungswerk Großraming, Johann Schmollngruber, johann.schmollngruber@dioezese-linz.at, www.dioezese-linz.at/kbw
Gedenkfeier für die „Kinder von Etzelsdorf“
20. Gedenken unter dem Motto „Wir vergessen euch nicht“ an die im „Fremdvölkischen Kinderheim Schloss Etzelsdorf“ umgekommenen Kinder und Säuglinge.
Sonntag, 2. November, 19.00 Uhr, Pfarrkirche Pichl bei Wels, Einführung durch Univ.-Prof.in Gabriella Hauch, Wien;
Gedenkrede von Bischof Manfred Scheuer.
Anschließend Gedenken bei der Gedenkstätte am Friedhof mit Grußworten u. a. von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, Bezirkshauptmann a. D. Josef Gruber und Robert Eiter, Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus.
Information für redaktionelle Rückfragen: Martin Kranzl-Greinecker, 0676/87762090
kranzl-greinecker@outlook.com
Literaturfrühstück: „Vielleicht hätte ich eine Familie. Vielleicht hätte jemand
um mich geweint“
In Spital am Pyhrn war in einem aufgelassenen Gasthof von 1943 bis 1945 ein
sogenanntes „fremdvölkisches“ Kinderheim eingerichtet, betrieben von der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“. Die Kinder wurden als minderwertig betrachtet und mangelhaft ernährt, gepflegt und geliebt. Viele starben durch vorsätzliche Vernachlässigung.
In ihrem Buch zeichnet Maria Prieler-Woldan in Erinnerungen und Dokumenten das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder nach und lässt Überlebende zu Wort kommen.
Samstag, 8. November 2025, 10.00 – 12.00 Uhr, Bildungs- und Begegnungszentrum Haus der Frau, Linz, Volksgartenstraße 18
Information für redaktionelle Rückfragen: Haus der Frau, 0732/667026,
Gedenken an verstorbene (Sternen-)Kinder
Viele Familien gedenken jährlich weltweit am zweiten Sonntag im Dezember (heuer ist das der 14. Dezember) ihrer (Sternen-)Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind, indem sie um 19.00 Uhr eine Kerze ans Fenster stellen („Worldwide Candle Lighting“). Durch die Zeitverschiebung entsteht eine Lichterwelle, die innerhalb von 24 Stunden einmal um die gesamte Erde wandert: Nachdem in einer Zeitzone die Kerzen ein paar Stunden gebrannt haben, erlöschen sie und werden in der nächsten Zeitzone wieder angezündet. „Möge ihr Licht für immer scheinen“, so ist die Grundidee hinter dieser Lichterwelle. Jede Kerze brennt zum Gedenken an eine Kinderseele, die Spuren auf dieser Welt hinterlassen hat.
In ganz Oberösterreich finden rund um den zweiten Sonntag im Dezember, aber auch während des Jahres Gedenkfeiern für Sternenkinder bzw. verstorbene Kinder in Pfarrkirchen, auf Friedhöfen und in Krankenhäusern statt. Am Samstag, 13. Dezember findet um 15.00 Uhr in der Ursulinenkirche Linz eine ökumenische Sternenkinder-Gedenkfeier mit Bischof Manfred Scheuer und Superintendent Gerold Lehner statt. Gestaltet wird diese von haupt- und ehrenamtlichen Seelsorger:innen.
Einen Überblick über Gedenkveranstaltungen und Gedenkorte in Oberösterreich finden Sie unter www.dioezese-linz.at/sternenkinder
Nähe tröstet: Kirchlicher Beistand in Zeiten des Abschieds und der Trauer
Tod und Trauer sind tiefgreifende, einschneidende Erfahrungen, die das Leben eines jeden Menschen grundlegend verändern. Dennoch wird diesen Gefühlen selten der nötige Raum und die notwendige Zeit zur Verarbeitung gegeben. Oft erwartet die Gesellschaft, dass Betroffene nach der Beerdigung wieder „funktionieren“ und der Alltag wie gewohnt weitergeht. Doch für jene, die einen schweren Verlust erlitten haben, ist nichts mehr wie zuvor. Abschied zu nehmen und loszulassen ist ein schmerzvoller und oftmals längerer Prozess. Jeder Mensch braucht dabei unterschiedlich viel Zeit, um die Trauer zu verarbeiten und sich allmählich wieder dem Leben zuzuwenden.
In dieser schwierigen Phase ist Trauerbegleitung eine Form von Nähe, die tröstet. Der Auftrag der Kirche, die Freude und Hoffnung, aber auch die Trauer und Angst der Menschen von heute zu teilen, ist in der Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils verankert. Die Katholische Kirche in Oberösterreich bietet ein breites Spektrum an Begleitangeboten, die ein engmaschiges Netz der Unterstützung für Trauernde schaffen. Diese Angebote reichen von einer intensiven Einzelbegleitung über Gesprächsgruppen bis hin zum einfachen, aber wertvollen Da-Sein.
Konkrete Angebote
Hilfreiches zum Thema Trauerbegleitung, Termine für Begleitangebote, Buchtipps, Anregungen für Trauernde und Menschen, die sie begleiten möchten, Trauerrituale für zu Hause sowie nähere Details zu nachstehenden Angeboten und mehr auf
www.dioezese-linz.at/trauerhilfe
Trauerbegleiter:innen: Rund 50 ausgebildete Trauerbegleiter:innen bieten im Rahmen der „Spirituellen Wegbegleiter:innen“ Besuchsdienst und Gesprächsbegleitung an, unterstützen bei der Gründung von Selbsthilfegruppen, begleiten im Sinn von Nachbarschaftshilfe oder helfen bei der Gestaltung von Totenwachen.
Trauerpastoral: Die Fachstelle für Trauerpastoral der Diözese Linz veranstaltet regelmäßig Lehrgänge sowie Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema Tod und Trauer. Gerade im Hinblick auf den Umstrukturierungsprozess der Diözese Linz ist es wichtig, Haupt- und Ehrenamtliche zu diesem Thema aus- und weiterzubilden, damit konkrete Unterstützung vor Ort angeboten werden kann.
Trauerbegleitung in Pfarren: Viele Pfarrgemeinden in Oberösterreich bieten regelmäßige offene Runden an, in denen Trauernde den Schmerz zulassen, sich mit anderen Betroffenen austauschen und seelsorgliche Begleitung in Anspruch nehmen können. Auch Trauercafés, Weihnachten ohne dich oder Segensfeiern für Trauernde werden angeboten. Außerdem veranstalten pfarrliche KBW´s (Katholische Bildungswerke) Vorträge zum Thema Tod und Trauer.
Trauerbegleitung in Krankenhäusern und Altenheimen: Krankenhaus- und Altenheimseelsorger:innen bieten Gesprächsbegleitung für Kranke bzw. Sterbende und deren Angehörige an, gestalten Abschiedsrituale und (Gedenk-)Gottesdienste.
Notfallseelsorge: Die Notfallseelsorge hat die Aufgabe, Menschen in akuten Krisensituationen beizustehen sowie kompetent zu begleiten und beim Bewältigen der emotionalen Herausforderungen zu unterstützen. Sie bietet einen wichtigen Raum für Trost, Hoffnung und Zuversicht in schweren Zeiten.
TelefonSeelsorge – Notruf 142: Die Mitarbeiter:innen der TelefonSeelsorge stehen rund um die Uhr kostenlos für anonyme Gespräche zur Verfügung, in denen Betroffene ihr Herz ausschütten können und Informationen zu unterstützenden Angeboten erhalten.
Angebote der Caritas: Die mobilen Hospiz- und Palliativteams der Caritas begleiten schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen in der Zeit des Abschiednehmens und der Trauer in den Bezirken Linz, Linz-Land, Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Steyr, Steyr-Land, Kirchdorf und Braunau. Darüber hinaus gibt es spezielle Angebote für Trauernde in den Bezirken Rohrbach und Steyr.
Das KinderPalliativNetzwerk bietet individuell abgestimmte Unterstützung für das gesamte Umfeld eines schwer erkrankten oder beeinträchtigten Kindes sowie für Kinder und Jugendliche in der Zeit des Abschiednehmens und der Trauer um eine nahestehende Bezugsperson in Oberösterreich.
Angebote in Bildungshäusern: Auch diözesane Bildungshäuser, wie etwa das Schloss Puchberg, das Priesterseminar und der Greisinghof bieten Seminare und Fortbildungen zum Thema Trauer an. Im Haus der Frau in Linz gibt es eine Gruppe für trauernde Eltern, eine Gruppe für trauernde Eltern und Geschwister, eine Gruppe für Eltern nach dem Suizid eines Kindes sowie die Möglichkeit zu Einzeltrauerbegleitung und eine Gruppe für Trauernde.
Materialien zum Thema Trauer: Der Behelfsdienst der Diözese Linz bietet umfangreiche Materialien rund um das Thema Tod und Trauer an – von Behelfen für die Gestaltung von Totenwachen und Begräbnisfeiern über Erfahrungsberichte Trauernder bis hin zu Erinnerungs- und Geschenkbüchern. www.behelfsdienst.at
Wussten Sie …?
Interessantes rund um die Friedhöfe Oberösterreichs
Rund 40 bis 50 % der oberösterreichischen Friedhöfe liegen in kirchlicher Trägerschaft. Von den über 530 oberösterreichischen Friedhöfen werden über 400 von Pfarren verwaltet, einige von Ordensgemeinschaften und der St. Barbara-Friedhof in Linz von der St. Barbara Gottesackerstiftung.
Der kleinste Friedhof soll in Traunkirchen liegen. Dieser wurde von einer Touristin auch als der Friedhof „mit der schönsten Aussicht“ bezeichnet.
Der Hallstätter Friedhof ist ebenso ein interessanter Friedhof. Die schmiedeeisernen Grabkreuze sind besonders sehenswert. Eine Besonderheit in Hallstatt ist die Kapelle am Friedhof. Aufgrund des Platzmangels werden nach 10 Jahren die sterblichen Überreste „enterdigt“ und der Schädel in einer eigenen Kapelle aufbewahrt.
Die ältesten Gräber in kirchlicher Verwaltung sind nicht genau zu benennen. Es werden Einzelgräber bei Ordensgemeinschaften oder in sehr alten Pfarrkirchen, wie z. B. der Stadtpfarre Linz sein.
Denkmalgeschützte wertvolle Arkadengräber gibt es auf dem Friedhof Steyr, der zu den Pfarrteilgemeinden Steyr-St. Michael und Steyr-Stadtpfarrkirche gehört. Um diese besonderen Grabmäler zu erhalten, wurde eine eigene Stiftung ins Leben gerufen.
Heute werden Friedhöfe zumeist gemeinsam mit der politischen Gemeinde erweitert.
Beispiele neuerer Aufbahrungs- und Aussegnungshallen: Tarsdorf, Pabneukirchen, St. Martin im Mühlkreis, Atzbach, Rainbach im Innkreis, Pöndorf, Pierbach, Kallham, Geboltskirchen.
Der größte Friedhof in Oberösterreich mit Kirchenanbindung ist der St. Barbara Friedhof in Linz. Seit 1785 sind hier rund 230.000 Personen begraben worden. Der Friedhof ist 12 Hektar groß.
Aktuelles vom St. Barbara Friedhof Linz
Linz, Friedhofstraße 1
Stationenweg für Kinder am Friedhof: Leben und Tod auf der Spur
Mehrere Stationen bieten Kindern die Möglichkeit, sich altersgerecht mit dem Thema Tod zu beschäftigen. Es wird gebastelt, gemalt, die Natur erkundet und fotografiert. Jedes Kind erhält eine eigene Kerze, um sie ganz persönlich zu gestalten. Auch erfahren die Kinder, wie man Menschen, die traurig sind, tröstet.
Für Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter. Der interaktive Stationenweg ist selbsterklärend. Er kann von Familien mit Kindern, einzeln oder auch miteinander in der Gruppe besucht werden.
Ein gemeinsames Projekt von St. Barbara Friedhof und Bestattung Dobretsberger.
18. Oktober bis 2. November 2025, 07.00 – 16.30 Uhr
Ausstellung „Der Tod in den Religionen der Welt“
Die Ausstellung gibt Einblick in Jenseitsvorstellungen und Rituale rund um Sterben und Totengedenken in den großen Weltreligionen.
18. Oktober bis 2. November 2025, 07.00 – 16.30 Uhr
Gegen das Vergessen. Wir gestalten Erinnerung.
Im Rahmen der größten Jugendsozialaktion Österreichs „72 Stunden ohne Kompromiss“ gestalten Jugendliche auf dem St. Barbara Friedhof Orte der Erinnerung – für Menschen, an die sonst kaum jemand denkt. Dafür stehen ungenutzte Wandgräber zur Verfügung. Am 25. Oktober 2025 ist um 10 Uhr die Präsentation des Projekts durch die Jugendlichen in Anwesenheit von Bischof Manfred Scheuer geplant.
22. bis 25. Oktober 2025
Der Klassische Rundgang – von Stifter bis Samhaber
Friedhofsführung mit den austriaguides
24. Oktober 2025, 14.00 Uhr
Des Lebens Farben. Texte und Lieder von Tod und Leben
Mit Seelsorgerin und Schriftstellerin Angelika Paulitsch und Pianist Saiddin Baltabay
24. Oktober 2025, 18.00 Uhr
Gesprächsangebot
Seelsorger:innen der Citypastoral, der Pfarre Linz-Mitte und weitere aus dem Raum Linz stehen für Gespräche beim Haupteingang des St. Barbara Friedhofs zu Verfügung. Nur bei Schönwetter.
29. bis 31. Oktober 2025, 13.00 – 16.00 Uhr
Trostfeier „Sprich du das Wort, das tröstet und befreit“
Citypastoral und St. Barbara Friedhof laden ein zur Trostfeier mit Musik, Texten und einem Kerzenritual. Die Feier ist eine Zeit des Trostes für trauernde Menschen, die Angehörige, Freund:innen oder Partner:innen vermissen. Leitung: Dorothea Schwarzbauer-Haupt
31. Oktober 2025, 17.00 Uhr
Katholische Allerheiligen-Andacht, Friedhofsprozession und Gräbersegnung
Mit Bischof Manfred Scheuer und weiteren Seelsorger:innen
1. November 2025, 14.30 Uhr
Friedhofsführung mit Gebärdensprachdolmetschung
In Zusammenarbeit mit der Fachausbildung Gebärdensprachdolmetschen erleben die Teilnehmer:innen erstmals eine Friedhofsführung der austriaguides mit Übersetzung in Gebärdensprache (ÖGS).
7. November 2025, 14.00 Uhr
https://www.barbarafriedhof.at
Links zum Thema:
Informationen rund um Allerheiligen / Allerseelen, Trauerhilfe und
begleitende Angebote der Katholischen Kirche in OÖ:
https://www.dioezese-linz.at/allerheiligen
https://www.dioezese-linz.at/trauerhilfe
Themenpaket „Allerheiligen“ der Katholischen Presseagentur (Kathpress)
Ab 23. Oktober 2025 auf https://www.kathpress.at/allerheiligen verfügbar
Sternenkinder-Gedenken – Veranstaltungen und Gedenkorte in Oberösterreich
Werden laufend aktualisiert unter https://www.dioezese-linz.at/sternenkinder
Presseunterlagen zum Download
Pressemitteilung zum Download (doc/pdf)
Übersicht über die Allerheiligen-Feiern in Linz, Leonding und Traun
Allerheiligen-Fotos zum Download: © jeweilige/r Fotograf:in (honorarfrei).


