Für eine gute Ökumene: Land OÖ im Austausch mit orthodoxen Christen
Aktuell leben in Oberösterreich rund 55.000 orthodoxe Christinnen und Christen. Zu den größten orthodoxen Kirchen im Land zählen die rumänisch-orthodoxe und die serbisch-orthodoxe Kirche. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Angehörigen der Ostkirchen auch durch Flucht und Zuwanderung deutlich gestiegen. Landeshauptmann Stelzer würdigte besonders den Beitrag der Pfarrgemeinden zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und ihr soziales Engagement: „Gerade in Zeiten, in denen Kriege und Krisen viele Menschen verunsichern und viele nach Orientierung suchen, können kirchliche Gemeinschaften Halt, Gemeinschaft und Orientierung geben. Die orthodoxen Gemeinden leisten darüber hinaus mit ihrem sozialen und kulturellen Engagement einen wertvollen Beitrag für unser Zusammenleben in Oberösterreich.“
Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die zahlreichen Kulturvereine, die eng mit orthodoxen Pfarrgemeinden verbunden sind und wesentlich zur Pflege von Gemeinschaft, Tradition und kulturellem Leben beitragen. Die Vertreter der orthodoxen Gemeinden nutzten den Austausch, um ihre Erfahrungen und Anliegen einzubringen. Dabei ging es unter anderem um die Frage geeigneter Räumlichkeiten für die wachsenden Gemeinden.

Landeshauptmann Thomas Stelzer empfing die Vertreter von Pro Oriente und 32 Vertreter orthodoxer Pfarrgemeinden aus Oberösterreich. © Land OÖ / Max Mayrhofer
Austausch soll weiter verstärkt werden
Im Mittelpunkt des Gesprächs, an dem 32 Vertreter orthodoxer Pfarrgemeinden teilgenommen hatten, standen das Zusammenleben der Religionsgemeinschaften, die Arbeit der orthodoxen Pfarren sowie aktuelle Anliegen der Gemeinden. LH Stelzer kündigte an, den direkten Austausch mit den orthodoxen Kirchen künftig weiter zu verstärken: „Die gute Ökumene ist ein Markenzeichen Oberösterreichs. Bei uns sollen unterschiedliche Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht nebeneinander, sondern gut miteinander leben. Dieses Miteinander wollen wir pflegen und weiter stärken. Denn wo Dialog und gegenseitiger Respekt gelebt werden, wächst auch der Zusammenhalt in unserem Land.“
Seitens der Stiftung Pro Oriente nahmen deren Vorsitzender LH a. D. Josef Pühringer, Geschäftsführer Univ.-Prof. Florian Wegscheider, Ute Huemer sowie Paulus Wall als Hauptansprechpartner für die orthodoxen Gemeinden teil.







