Katholische Kirche in Oberösterreich beteiligt sich am Tag des Denkmals
Das Motto „Denkmale: Wert für alle.“ macht sichtbar, welchen gesellschaftlichen, kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert Denkmale haben und verdeutlicht, dass Denkmalschutz und Denkmalpflege zeitgemäße, lebendige und zukunftsorientierte Aufgaben sind, die für die gesamte Gesellschaft relevant und im Alltag vorhanden sind.
Der Tag des Denkmals wird vom Bundesdenkmalamt koordiniert. An diesem Tag öffnen Programmpartner:innen die Türen ihrer Denkmale und ermöglichen Einblicke in Orte, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind.
Beteiligte Pfarren, Orden und kirchliche Einrichtungen in Oberösterreich
Attersee, Wallfahrtskirche Maria Attersee und Burgareal Attersee
Die Wallfahrtskirche Maria Attersee auf dem Kirchenhügel in Attersee wurde 1652 mit der Übertragung des Marienbildes von St. Georgen im Attergau nach Attersee ein gern besuchter Wallfahrtsort. In der Zeit der Gegenreformation spielte die Wallfahrtskirche eine wichtige Rolle für die Rekatholisierung. Seit 350 Jahren ist die jährliche „Holzknechtwallfahrt“ die älteste noch aktive Wallfahrt nach Maria Attersee.
Die Wallfahrtskirche Maria Attersee steht auf dem Gelände einer ehemaligen fränkischen Pfalz und ist dort mit dem ebenfalls vorhandenen Heimathaus ein beliebter Treffpunkt. Darüber hinaus gibt es von diesem Ort eine wunderbare Aussicht auf den Attersee.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 8:00 bis 17:00 Uhr; Führung um 14:00 Uhr.
Braunau am Inn, Stadtpfarrkirche St. Stephan
Die gotische Pfarrkirche Braunau-St. Stephan öffnet im Rahmen geschichtlicher Führungen ihre Türen und ermöglicht einen Blick in den beeindruckenden Kirchenraum. Zudem bietet sich die Gelegenheit, das höchste Gebäude des Innviertels, den Innviertler Steffl, zu besteigen. Ein abwechslungsreiches Programm mit Kinderschminken, einer Labstelle sowie spannenden Einblicken in die Braunauer Geschichte im Museum Herzogsburg und im Heimathaus rundet das Angebot ab.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 13:00 bis 17:20 Uhr; Führungen um 13:00, 13:30 und 16:30 Uhr.
Feldkirchen bei Mattighofen, Wallfahrtskirche Maria vom Guten Rate zu Gstaig
Die Wallfahrtskirche in Gstaig ist ein bedeutendes Pilgerzentrum und stellt mit ihrer erhöhten Lage inmitten der Ortschaft einen wichtigen, orts- und landschaftsprägenden Orientierungspunkt für die gesamte Region dar. Sie ist ein herausragendes Beispiel sakraler Baukunst im Innviertel. Bei umfassenden Revitalisierungs- und Restaurierungsarbeiten wurden nicht nur wichtige technische Sanierungs-Maßnahmen gesetzt, sondern auch bemerkenswerte bauhistorische Entdeckungen gemacht. So konnte die ursprüngliche Farbigkeit des Vierthalerstucks detektiert und wiederhergestellt werden. Einen besonderen Fund stellen auch die Nischen mit stuckierter Muschelbekrönung hinter den Opfergangportalen zu beiden Seiten des Hochaltars dar.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 8:00 bis 20:00 Uhr; Führungen um 10:30, 14:00 und 16:00 Uhr.
Garsten, Stiftsmuseum
Die Sonderausstellung „Pilgerziel Jerusalem“ in den Räumen des ehemaligen Klosters Garsten beleuchtet das Pilgerziel durch die Jahrhunderte hindurch, insbesondere die oberösterreichischen Pilgerzüge ab 1900. Hunderte Oberösterreicher:innen – seit dem zweiten Pilgerzug auch Frauen – aus verschiedensten Bevölkerungsschichten nahmen an organisierten Pilgerreisen ins heutige Israel teil. Historische Ansichten und Karten des Heiligen Landes sowie Pilgerandenken und Erinnerungsfotos von Reisenden werden präsentiert. Den zweiten Fokus der Ausstellung stellt die soeben restaurierte „Karte vom Heiligen Land von Justus Danckerts“, um 1700, aus dem Bestand des Museums dar.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 14:00 bis 17:30 Uhr; Gespräch mit Prof. Ingo Mörth über „Pilgerreisen ins Heilige Land als Grundlage des Tourismus“ um 15:00 Uhr; Führung um 16:30 Uhr.

Stiftsmuseum Garsten_Pilgerziel Jerusalem Raum © St. Berthold-Verein
Kefermarkt, die Digitalisierung der Pfarrkirche
Der gotische Flügelaltar von Kefermarkt zählt zu den kunsthistorisch bedeutendsten und qualitativ hochwertigsten seiner Art. Die Digitalisierung der Kirche und des Altares in Kefermarkt wird im Obergeschoß des Stöckl demonstriert. Ein digitaler, interaktiver Rundflug um den Altar mit der Möglichkeit, vom Sockel bis zur Spitze die kleinsten Details zu vergrößern und ausgewählte Geschichten zum Altar zu erfahren. Christoph Schindelar und Jean-Claude Grieco erklären die eingesetzten Techniken, zeigen per Zoomfunktion spannende Details und demonstrieren mit der VR-Brille, welche Möglichkeiten die Digitalisierung eröffnet.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 13:00 bis 17:30 Uhr; Vorführungen um 13:00, 14:30 und 16:00 Uhr.
Lambach, Benediktinerstift
Das Benediktinerstift Lambach zählt zu den bedeutendsten Klöstern Oberösterreichs. Es wurde 1056 gegründet und ist besonders für seine eindrucksvolle barocke Architektur bekannt. Die Stiftskirche mit ihren Altären und kunstvollen Stuckarbeiten gehört zu den schönsten Sakralräumen der Region. Gleichzeitig erinnern romanische Elemente an die lange Geschichte des Hauses.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 10:00 bis 16:00 Uhr; Führungen um 10:00 und 14:00 und 15:00 Uhr.
Linz, St. Barbara Friedhof
Ganz nah am Zentrum der Stadt Linz liegt der St. Barbara Friedhof, einer der ältesten Friedhöfe Oberösterreichs. Hier finden Menschen aller Religionen ihre letzte Ruhestätte. Traditions-, Geschichts- und Kulturbewusstsein, Naturbelassenheit sowie die parkähnliche Anlage machen den St. Barbara Friedhof zu einem der schönsten Friedhöfe Österreichs.
Am Tag des Denkmals besteht die Gelegenheit, diesen besonderen Ort bei einer Führung mit den austriaguides näher kennenzulernen.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 06:30 bis 18:45 Uhr; Führung um 14:00 Uhr.
Linz, Ursulinenkirche
Die ehemalige Klosterkirche ist heute ein lebendiger Ort für Musik, bildende Kunst und Citypastoral der Diözese Linz. Die im Barock gebaute Klosterkirche der Ursulinen wird weiterhin als Gemeindekirche des Forum St. Severin genutzt. Sie dient zudem der Akademiker:innen- und Hochschulseelsorge der Diözese. Regelmäßig finden in der Ursulinenkirche Kirchenführungen, Konzerte und Ausstellungen statt. Die Kirche mit den zwei Türmen ist ein prominentes Baudenkmal an der Landstraße in Linz.
Bei einem besonderen Rundgang werden verborgene Schätze und sonst unzugängliche Orte erlebbar. Der barocke Kirchenraum lädt dazu ein, mehr über die Geschichte des Ursulinenordens zu erfahren.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 11:00 bis 18:30 Uhr; Rundgänge um 11:00 und 16:00 Uhr.
Mühlheim am Inn, historische Orgel der Pfarrkirche
Die historische Stephan-Gast-Orgel 1787 kann drei Monate früher als geplant der Öffentlichkeit präsentiert werden. In monatelanger Detailarbeit wurde das wertvolle Instrument nicht nur klanglich und spieltechnisch in seinen ursprünglichen Zustand versetzt, sondern hält auch eine visuelle Überraschung bereit. Bei der behutsamen Abnahme einer dunkelbraunen Überfassung aus dem Jahr 1928 machten die Restauratoren eine spektakuläre Entdeckung: Zum Vorschein kamen farbenfrohe, florale Motive aus der Entstehungszeit. Diese liebevoll gestalteten Verzierungen symbolisieren den „Blumengarten Mariens" und schlagen somit eine faszinierende Brücke zum Patrozinium Mariä Himmelfahrt der Pfarrkirche Mühlheim am Inn. Zu erleben ist das Zusammenspiel von historischer Klangpracht und wiedergewonnener barocker Farbenpracht.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 14:00 bis 17:30 Uhr; Präsentationen über die Rückgewinnung einer Orgel aus der Mozart-Zeit um 14:00 und 15:30 Uhr.
Rohrbach, Pfarrkirche
Der Tag des Denkmals soll dazu beitragen, ein bekanntes barockes Denkmal neu zu entdecken. Die Führungen bilden eine Brücke zwischen der prachtvollen barocken Einrichtung und der bewussten Schlichtheit des neu gestalteten Altarraums. Die Statuen und Bilder im Kirchenraum sind nicht bloße Dekoration, sondern Wegbegleiter und Zeitzeugen. Die Teilnehmer:innen begeben sich durch die Betrachtung der Kunstwerke auf eine Spurensuche, die das Leben, Sterben und die Auferstehung Jesu in Erinnerung ruft. Durch aktive Einbindung der Besucher:innen der heiligen Messen, Erklärung und Deutung von Kunstwerken und Führungen am Vormittag und am Nachmittag soll sich den Besucher:innen der persönliche Wert der Kirche offenbaren.
Öffnungszeiten am Tag des Denkmals: 9:00 bis 17:00 Uhr; Führungen um 11:00, 14:00 und 18:00 Uhr.
St. Florian, Augustiner Chorherrenstift
Das Kloster gilt als wichtiges kulturelles Zentrum der Region. Die imposanten Barockräume, die „Bruckner-Orgel“ und die 160.000 Werke umfassende Bibliothek beeindrucken mehrere tausend Besucher:innen jährlich.
Raum Licht Glanz. Vor 300 Jahren starb Jakob Prandtauer, einer der bedeutendsten Baumeister des österreichischen Barocks. Im Stift St. Florian zeigen Stiegenhaus und Marmorsaal seine Kunst: Architektur wird zu Bewegung, Licht und Raum zu einem Erlebnis. Prandtauers Blickführung, die barocke Pracht und das Zusammenspiel von Stufen, Säulen und Fresken laden ein, diese Meisterwerke neu zu entdecken und staunend zu erleben.
Führung um 15:00 Uhr, Treffpunkt: Adlerbrunnen (Stiftshof).
Steyr-Gleink, kulturGUTspeicher der Diözese Linz
Das ehemalige Stift Gleink wurde als kulturGUTspeicher der Diözese Linz adaptiert. Seit 2022 beherbergt es das Außendepot des Diözesanarchivs mit Archivgut aus den Pfarren sowie das Kunst- und Mobiliendepot mit über 2.000 Kunstobjekten und Möbelstücken. Während das Kunstdepot als Schulungszentrum, zur Objektvermittlung, zur Vermögensverwaltung sowie als Servicestelle für die Pfarren dient, ist das Diözesanarchiv für die Archivierung und den Erhalt der Pfarrarchive zuständig. Dies stellt einen Mehrwert dar, der von gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung ist. Der kulturGUTspeicher ist nur fallweise im Rahmen von Führungen zugänglich und öffnet zum Tag des Denkmals exklusiv seine Pforten.
Führung um 10:30 Uhr.
Nähere Informationen zum Programm in den einzelnen Orten:
www.tagdesdenkmals.at/programm
Der Tag des Denkmals im und um den Mariendom
Am 27. September wird der Mariendom im Rahmen des Tages des Denkmals zu einem zentralen Schauplatz der communale oö.
Ausstellungen, Heimatforschung, lebendige Denkmäler, Bustouren und künstlerische Interventionen eröffnen neue Perspektiven auf Geschichte, Erinnerung, Migration und gesellschaftlichen Wandel. Der Mariendom wird zum Resonanzraum für Geschichte und gegenwärtige Fragen des Zusammenlebens.
Programm Mariendom:
14:00 – 18:00 Uhr: RE©ZEPTION – Deutung und Aneignung
Künstlerische Auseinandersetzung über Rezeption und Vereinnahmung des Bauernkrieges von 1626 mit Arbeiten von Janne Marie Dauer, Miriam Walcherberger-Kößler, Oscar Lebeck, Gabrielle Schuller, Mara Pollak, Lydia Wassner-Hauser, Verena Dolovai, Ferdinand Reisenbichler;
Begrüßung und Ansprache: Maria Reitter-Kollmann, Leiterin der Kunstsammlung
14:00 – 15:00 Uhr: Turmbesteigung
Anmeldung erforderlich im Domcenter Linz, Tel 0732/946100
18:00 – 19:15 Uhr: Ökumenische Vesper
19:30 – 19:45 Uhr: Living Monuments
Iman Wiskaewa – Was würdest du tun, wenn Bleiben keine Option ist? Katharina Griebl – Warum müssen Kriege sein?
19:45 – 20:45 Uhr: Hannes Leidinger & Cornelius Obonya im Zusammenspiel mit Golnar & Mahan Trio – „Gestern nu und heit scho" – Von der Gegenwart des oö. Bauernkriegs
„Wohin nur geh – von die Leit, die weg san: Vertriebene und ihre Schicksale. Emigranten damals und heute“
20:45 – 21:00 Uhr: Living Monuments
Benni Atatah – Hoffnung
21:00 – 22:00 Uhr: Lebensklänge
Wolfgang Fadi Dorninger im Zusammenspiel mit dem Domorganisten Gerhard Raab und Wolfgang Kreuzhuber
Programm Domcafe:
15:00 – 15:45 Uhr: Lesung mit Verena Dolovai (Teil des AiR Programms)
16:00 – 17:00 Uhr: Die G(K)unst der Heimatforschung mit Sigi Kristöfl
In Kooperation mit der communale oö 2026
Nähere Infos communale oö: https://communale.at/programm







