Freitag 28. August 2026

Bischof Scheuer leitet Delegation im Nordirak

Eine Delegation der Initiative Christlicher Orient (ICO), der Linzer Pro Oriente-Sektion und der Kardinal König Stiftung besucht von 30. August bis 4. September 2026 den Nordirak. Angeführt wird die Gruppe von Bischof Manfred Scheuer und Bischofsvikar Slawomir Dadas. 

Die Delegation wird unter anderem die Christinnen und Christen in der Ninive-Ebene, etwa in Mosul und Karakosch, sowie in der Autonomen Region Kurdistan besuchen. Auch eine Begegnung mit dem chaldäischen Patriarchen Paul III. Nona sowie weiteren Bischöfen und hochrangigen Kirchenvertretern verschiedener Konfessionen, aber auch Vertretern der Politik, stehen auf dem Programm. Zugleich gilt der Besuch auch den christlichen Einwohnern in den Dörfern und Städten der Region. Auch Begegnungen mit religiösen Minderheiten wie den Jesiden sind anvisiert.

Die ICO und Pro Oriente-Linz arbeiten seit einiger Zeit im Blick auf das Thema Religionsfreiheit eng zusammen. So haben die beiden Organisationen heuer am fünften Fastensonntag gemeinsam zu einem Gottesdienst im Alten Dom in Linz geladen, der ganz im Zeichen des Gedenkens an verfolgte und diskriminierte Christinnen und Christen in aller Welt stand. Dabei riefen der Linzer Pro Oriente-Vorsitzende Josef Pühringer und ICO-Obmann Bischofsvikar Dadas eindringlich zu mehr Einsatz für Religionsfreiheit weltweit auf. Die österreichischen Bischöfe haben schon vor Jahren den 5. Fastensonntag („Passionssonntag") zum Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christinnen und Christen erklärt.

Auch die Kardinal König Stiftung hat einen starken Irak-Bezug. 2017 wurde der damalige chaldäische Patriarch Louis Sako im Rahmen eines Gottesdienstes in Erbil mit dem Kardinal-König-Preis ausgezeichnet. Präsident der Stiftung ist Bischof Scheuer, der damals mit dem Patriarchen unter Militärschutz in die gerade erst vom IS zurückeroberte Ninive-Ebene reiste. Die Stiftung setzte gemeinsam mit der ICO und anderen Organisationen (Christen in Not und Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände) ein Zeichen für den Wiederaufbau und legten das finanzielle Fundament zum Neubau einer bei den Kämpfen zwischen IS und kurdischen Peschmergas schwer beschädigten Kirche in der kleinen Ortschaft Baqofa. Die Kirche ist inzwischen längst fertig gebaut und ein Symbol für die Resilienz der Christen in der Region, die in ihrer Heimat bleiben wollen.

Die ICO setzt jedes Jahr im Irak zwischen 15 und 20 Hilfsprojekte um. So wird etwa in abgelegenen Dörfern in der bergigen Region im Norden des Landes Heizöl an die verarmte Bevölkerung geliefert. Weiters werden Kindergärten unterstützt und auch ein Flüchtlingslager, in dem Jesiden untergebracht sind.

Infos: www.christlicher-orient.at

 

Kathpress

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