Kirche beim Ars Electronica Festival 2026
Der Mariendom wird am Mittwoch, 9. September, erneut zum Schauplatz der offiziellen Festival-Eröffnung. Der kostenlos zugängliche Abendevent vor und in Österreichs größter Kathedrale wird wieder klassische Orchesterkultur mit zeitgenössischen Technologien verbinden. Das vielschichtige Konzerterlebnis wird von Markus Poschner und dem Bruckner Orchester Linz präsentiert. Die Veranstaltung ist Teil der gemeinsamen Kulturinitiative „unglaublicher herbst“ von Bruckner Orchester Linz, OÖ Theater und Orchester GmbH, Brucknerhaus und Ars Electronica.
Den Auftakt am Domplatz machen die in Wien lebende DJane, Produzentin und Künstlerin Seba Kayan und der syrische Oud-Spieler Orwa Saleh. Gemeinsam präsentieren sie „Hadra Rave“. Danach kommt die Ötztaler Schauspielerin und Rapperin Nenda (Neururer) auf die Bühne, ehe ein Sprechchor aus Vertreter:innen unterschiedlicher Communities Auszüge aus der Menschenrechtskonvention liest.
Im Dom spannt sich ein weiter Bogen durch beinahe fünf Jahrhunderte künstlerischer Auseinandersetzung mit der Natur des Menschen und den großen Fragen unserer Existenz. Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz präsentieren mit Richard Wagners Prelude from Parsifal, Olivier Messiaens symphonischen Meditationen über die Himmelfahrt und György Ligetis Lontano drei musikalische Antworten auf das Festivalthema NEGOTIATING HUMANITY – FUTURE BEGINS.
Die Company of Music verbindet unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger Jahrhunderte der Vokalkunst: Thomas Tallis’ meisterhafte Renaissance-Polyphonie Lamentationes Jeremiae trifft auf Cassandra Millers zeitgenössisches Chorwerk City, full of people.
Mit Olivier Messiaens Apparition de l'Église éternelle bringt Domorganist Gerhard Raab auf der Rudigierorgel ein meisterhaftes Monumentalwerk der modernen Orgelmusik in den akustischen Raum des Mariendoms.

Domorganist Gerhard Raab wird die Rudigierorgel zum Erklingen bringen. © Diözese Linz
Künstlerin Crystn Hunt Akrons präsentiert erstmals ihren neuem Song RISE – eine Komposition über Resilienz und den Prozess des Werdens: Ein Neuentdecken und Neuerfinden.
Zudem wird es einen exklusiven Ausschnitt aus Worship, der neuen Tanzproduktion von Drew Jacoby mit TANZ LINZ geben, das am 26. September 2026 als Teil des Doppelabends Divine Matter im Musiktheater Linz Premiere feiert.
Und schließlich lässt Soundkünstler evala mit „Holy Echo: Clair de Lune" die Architektur des Mariendoms in eine fließende, jenseitige Welt entschwinden. Unter Mitwirkung der Koloratursopranistin Ayako Tanaka. Das Konzert ist dem verstorbenen Isao Tomita gewidmet, der sich zeitlebens der Erforschung räumlicher Musik widmete.

Raumperformance im Mariendom durch den japanischen Soundkünstler evala © Susumu Kunisaki
Pre-Opening Walk führt durch Kirchen zur KU
Bereits am 8. September 2026 wird im Rahmen des Pre-Opening Walks auch der FESTIVAL WALK eröffenet. Dieser startet am OK-Platz und führt unter anderem auch durch die Krypta der Karmelitenkirche, zu den Gängen und Kapellen des Priesterseminars und zu den Elisabethinen. Über das Francisco Carolinum führt der Festivalparcours weiter zum BRG Fadingerstraße und zur Katholischen Privat-Universität Linz (KU).
Das gibt es an der KU zu sehen
Deep Space 8K
Eine der größten Deep Space-Produktionen in diesem Jahr ist „Unbreakable Ukraine“. Gemeinsam mit der Produktionsfirma Saravá (IT) entwickeln Ars Electronica Center und Ars Electronica Futurelab eine interaktive 3D Applikation rund um das Kulturerbe der Ukraine. Gezeigt werden fünf Institutionen aus Bildung, Kunst und Religion, darunter die Kiewer Sophienkathedrale und die Oper in Odessa, die in Zeiten des Krieges zu Symbolen der ukrainischen Widerstandskraft wurden.







