Dienstag 29. September 2026

Aufruf zum Gebet für die Landwirtschaft

Angesichts anhaltender Trockenheit und erheblicher Ernteausfälle rufen die Bischöfe Manfred Scheuer und Alois Schwarz die Pfarren der Diözesen Linz und St. Pölten zum Gebet für Bäuerinnen und Bauern sowie für alle in der Land- und Forstwirtschaft Tätigen auf. 

"Hinter den Nachrichten über Niederschlagsmengen, ausgetrocknete Böden und Ernteausfälle stehen Menschen und Familien", so der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Landwirtschaft zuständige Bischof Alois Schwarz in einer Aussendung am Mittwoch. Viele sorgten sich um ihre Betriebe und ihre wirtschaftliche Existenz. Gleichzeitig leisteten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensmittelversorgung, zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Leben im ländlichen Raum, betonte der St. Pöltner Bischof.

 

Die Bischöfe bitten die Pfarren, die Sorgen der Land- und Forstwirte in den kommenden Gottesdiensten "besonders vor Gott zu tragen" und um notwendigen Regen, die Bewahrung vor weiteren Schäden sowie um Kraft und Zuversicht zu beten. Eine besondere Gelegenheit dazu biete das Hochfest Mariä Himmelfahrt am Samstag (15. August). Die traditionellen Kräutersegnungen sollten heuer auch mit Gebeten für die Landwirtschaft und um Regen verbunden werden.

 

Maria Himmelfahrt

Hochfest Mariä Himmelfahrt am Samstag 15. August. / © Diözese Linz / Jack Haijes

 

 

Die Dürre führe vor Augen, wie kostbar Wasser, fruchtbarer Boden, gesunde Wälder und eine intakte Schöpfung sind, so Schwarz. "Wir danken allen Bäuerinnen und Bauern sowie den Menschen in der Land- und Forstwirtschaft für ihre tägliche Arbeit und ihren Dienst an uns allen." Und weiter: "Gott schenke unserem Land den notwendigen Regen, bewahre unsere Schöpfung und stärke alle, die in diesen Tagen um die Früchte ihrer Arbeit und um ihre Zukunft bangen."

 

 

Klimawandel trifft Landwirtschaft hart

 

Schon vergangene Woche hatte Schwarz gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress angesichts von Hitze, Dürre, Notverkäufen und Futterknappheit seine Solidarität mit den bäuerlichen Betrieben bekundet. Die Landwirtschaft stehe vor "enormen wirtschaftlichen Herausforderungen und den Folgen des Klimawandels" und brauche deshalb faire Rahmenbedingungen und Wertschätzung.

 

Trotz der Belastungen sorgten Landwirtinnen und Landwirte täglich für die Versorgung mit hochwertigen und regionalen Lebensmitteln, so Schwarz. Besonders bäuerliche Familienbetriebe zeigten, dass eine "klimaangepasste und nachhaltige Landwirtschaft möglich" sei. Sie bewirtschafteten ihre Felder mit Weitblick und dächten "nicht in Quartalen, sondern in Generationen". Ihr verantwortungsvolles Handeln sei "ein wertvoller Dienst an unserer gemeinsamen Zukunft".

 

 

kathpress

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