KIRCH'KLANG: Festival-Finale zu Maria Himmelfahrt
Unter dem Titel Magnificat! – Musik zu Mariä Himmelfahrt verbindet das Finale in der Pfarrkirche St. Wolfgang barocke Klangsprache,romantische Ausdruckskraft und Musik des 20. Jahrhunderts zu einem großen geistlichen Bogen. Im Mittelpunkt stehen die Company of Music unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger sowie die Organisten Eivind Berg und Erich Traxler.
Ausgehend von Johann Sebastian Bachs Fuga sopra il Magnificat entfaltet sich ein Programm, das unterschiedliche Epochen geistlicher Musik miteinander verbindet. Felix Mendelssohn Bartholdys Motette Hora est eröffnet einen vielstimmigen Klangraum zwischen Erwartung und Sammlung. Es folgt Thomas Daniel Schlees Stabat Mater aus op. 18 – ein Werk von stiller Eindringlichkeit, das im Gedenken an den im November 2025 verstorbenen österreichischen Komponisten besondere Resonanz erhält. Domenico Scarlattis groß angelegtes Stabat Mater für zehn Stimmen vertieft diese geistliche Dimension. Einen besonderen Akzent setzt der international renommierte norwegische Organist Eivind Berg mit Anton Heillers monumentaler Fantasia super „Salve Regina“ – einem der bedeutendsten Orgelwerke des 20. Jahrhunderts, das die große österreichische Orgelsinfonik in ihrer ganzen klanglichen und spirituellen Weite erlebbar macht. Mit Mendelssohns Ave Maria und dem festlichen Te Deum findet der Abend seinen leuchtenden Abschluss.
Die Company of Music zählt zu den profiliertesten Vokalensembles Österreichs. Als „vokales Orchester“ verbindet sie Präzision, stilistische Offenheit und programmatische Neugier. Unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger gestaltet das Ensemble die großen Chorwerke des Abends. Einen besonderen Akzent setzt der international renommierte norwegische Organist Eivind Berg, der als Solist zu erleben ist.

Die Company of Music unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger © Andrej Grilc
Mit dem letzten Konzert beschließt KIRCH'KLANG einen Festivalsommer, der historische Räume des Salzkammerguts mit außergewöhnlichen Programmen erfüllt hat. Das Finale zu Mariä Himmelfahrt greift noch einmal das zentrale Anliegen des Festivals auf: Musik als Verbindung von Geschichte und Gegenwart, von spiritueller Tradition und lebendiger künstlerischer Gegenwart. So entsteht ein vielschichtiges Magnificat, in dem Erinnerung, Glaube und musikalische Ausdruckskraft zu einem gemeinsamen Schlussakkord zusammenfinden.
Am Tag zuvor, am 14. August 2026, widmet sich der Salon Post im Alten Postamt Bad Ischl dem 100. Geburtstag von Friedrich Cerha. Mit Karl Markovics, Günter Haumer und dem Attensam Quartett begegnen sich Musik und Sprachkunst von Friedrich Cerha, Ernst Jandl und H. C. Artmann in einem außergewöhnlichen Konzertabend unter dem Titel „Stanzen und Keintate“.

Gestaltet wird der Abend unter anderem von Karl Markovics, dessen konzentrierte, rhythmisch genaue Rezitation den Texten besondere Präsenz verleiht. © Andrea Trawöger
Tickets & Information: www.kirchklang.at sowie in den Infobüros der Tourismusregion Salzkammergut







