Kirchliche Oasen beim Linzer Pflasterspektakel
Mit der traditionellen Eröffnungsparade fiel am Donnerstag um 16.00 Uhr der Startschuss für das 38. Pflasterspektakel in Linz. Mit der „Spektakel-Rast“ von der Diözese Linz und der Pfarre Linz-Mitte sind heuer erstmals auch drei Kirchen – Ursulinenkirche, Ignatiuskirche (Alter Dom) und Mariendom mit dabei. Täglich bis 20.00 Uhr bieten sie Inseln der Ruhe inmitten des lebhaften Treibens. Besucher:innen können im kühlen Kirchenraum Pause machen und die Festival-Eindrücke nachklingen lassen, bevor sie sich erneut in den Trubel stürzen.
Als „Spektakel-Oase" ist erneut der Bischofshof an der Herrenstraße mit an Bord. Dort können die Besucher:innen abseits des großen Trubels komfortabel auf Sitzgelegenheiten die Darbietungen der Künstler:innen genießen. Als erster Act begeisterte Donnerstagabend der japanische Performer sasaman das Publikum. Er präsentierte seine rasante, einzigartige Jonglage-Show mit dem Rainbow Spring – einem Spielzeug, das jeder kennt, aber kaum als Jonglierobjekt erlebt hat. Mit Geschwindigkeit, Präzision und Kreativität hantierte sasaman mit den bunten Federn und zeigte dem Publikum faszinierende Kunststücke.

Der japanische Künstler sasaman im Linzer Bischofshof © Diözese Linz / Renate Enöckl
Spektakel-Rast-Plätze im Detail
Mariendom – der Ruhepol (Domplatz 1):
Über den Eingang Baumbachstraße gelangt man in die Turmkapelle des Mariendoms. Dort entsteht jeden Tag ein gemeinsames Bild der Lebensfreude, um den Eindrücken des Tages Ausdruck zu verleihen. Gedichte und Gebete laden dazu ein, sich ins Schreiben zu vertiefen und so zur Ruhe zu kommen. Wer besonders überhitzt ist, kann in der Krypta bei circa 20°C Erfrischung finden. Sie steht wegen der Hitze ausnahmsweise nicht nur geführten Gruppen offen. Danach liegt es nahe, im angrenzenden Domcafé die heimische Kaffeehaus-Kultur zu pflegen.
© Diözese Linz / Johannes Kienberger, Monika Chang, Renate Enöckl
Ursulinenkirche – die Kunstsinnige (Landstraße 31):
Direkt an der Landstraße öffnet die wunderschöne barocke Kunst- und Kulturkirche ihre Türen zum Durchatmen und Innehalten. Spiritueller Impulse helfen dabei, den Kirchenraum neu zu entdecken. Im Kids-Corner können kleine Besucher:innen ihrer Kreativität freien Lauf lassen – und die Kids-Tattoo-Zone sorgt für bunte Festival-Erinnerungen.
Täglich von 19.00 bis 20.00 Uhr gibt es außerdem einen besonderen „Spektakel-Segen to go“ für all jene, die mit dem Zuspruch von oben in den Festival-Abend starten wollen.
Ignatiuskirche – die Inspirierende (Alter Dom; Domgasse 3):
Hubert Nitsch, Theologe und Künstler:innen-Seelsorger der Diözese Linz, nimmt sich Zeit für Gespräche über Gott und die Welt. In einem offenen Anliegenbuch werden Eindrücke zum Spektakel ebenso gesammelt wie persönliche Sorgen, Hoffnungen und Wünsche. Besucher:innen können aber auch den Raum auf sich wirken lassen, inspiriert von Karten mit spirituellen Impulsen.
Spektakel-Oase Bischofshof
Der Bischofshof an der Linzer Herrenstraße zählt auch heuer wieder zu den ausgewiesenen Spektakel-Oasen. Auch diese sind zum Durchatmen gedacht – ausgestattet mit Sitzgelegenheiten und abseits des bunten Festivaltrubels gelegen. Die Oasen bieten einen ruhigen und komfortablen Rahmen, um die Darbietungen der Künstler:innen zu genießen. Die Auftritte starten stündlich, die Sitzplätze können frei und ohne Platzkarten gewählt werden. Selbstverständlich kann man auch stehend oder mit dem selbst mitgebrachten Hocker sitzend zuschauen.
Angebot zum Durchatmen
Das Programm ist in allen drei Kirchen ein Angebot, aber kein Muss: Wer nur den kühlen Steinboden, den Geruch nach sommerwarmem, altem Holz, die gedämpfte, heitere Geräuschkulisse und die Lichtspiele der bunten Glasfenster genießen will, ist ebenfalls herzlich eingeladen. Mariendom, Ursulinenkirche und Ignatiuskirche gehören zu jenen zwölf Kirchen der Pfarren Linz-Mitte und Urfahr-St. Junia, die heuer in der heißen Jahreszeit als „Coole Kirchen“ die Initiative „Cooles Linz“ (www.cooleslinz.at) unterstützen. „Wer dem glühenden Asphalt und der prallen Sonne für eine Weile entkommen möchte, ist bei uns herzlich willkommen“, lädt Monika Weilguni, Pastoralvorständin der Pfarre Linz-Mitte, ein. „Ohne Eintrittsgeld, ohne Konsumzwang: Einfach zum Durchatmen.“
https://www.dioezese-linz.at/linz-mitte
https://www.dioezese-linz.at/pfarre/urfahr
Ansprechbar mitten im Trubel
Festival-Seelsorger:innen sind für die „Spektakel-Rast“ am Domplatz und in der Linzer Innenstadt präsent Sie haben bei Großveranstaltungen wie dem Pflasterspektakel ein offenes Ohr für die Anliegen der Besucher:innen. Zu erkennen sind sie an ihren gelben Warnwesten und ihrem Motto „Erzähl mir was, ich hör dir zu“ – egal, ob es sich um etwas Erfreuliches, etwas Bedrückendes oder etwas von beidem handelt.








