Dienstag 7. Juli 2026

Weltpilgertag 2026: Gemeinsam unterwegs – Pilgern mit der ganzen Familie

Anlässlich des Weltpilgertags am 25. Juli rückt die Diözese Linz das Pilgern in den Mittelpunkt. In Oberösterreich laden zahlreiche Wege dazu ein, gemeinsam unterwegs zu sein. Am 7. Juli 2026 startete zudem das neue Pilgerportal „pilgern.at“, auf dem 100 Pilgerwege mit rund 30.000 Kilometern gebündelt sind.

Am 25. Juli wird weltweit der Weltpilgertag begangen. Das Datum ist bewusst gewählt: Es fällt auf das Fest des heiligen Jakobus des Älteren, des Schutzpatrons aller Pilgerinnen und Pilger. Der Weltpilgertag erinnert an eine Tradition, die seit Jahrhunderten Menschen unterschiedlichster Herkunft, Altersgruppen und Lebenssituationen verbindet. Dabei geht es nicht allein um das Erreichen eines bestimmten Zielortes. Pilgern bedeutet vielmehr, sich bewusst auf einen Weg zu machen, Abstand vom Alltag zu gewinnen, die Natur intensiv wahrzunehmen und offen zu werden für neue Begegnungen und spirituelle Erfahrungen.


Mit seinem dichten Netz an Pilgerwegen bietet Oberösterreich beste Voraussetzungen, diese besondere Form des Unterwegsseins kennenzulernen und selbst ein Stück Pilgererfahrung zu sammeln.

 


Zwischen Bewegung und Besinnung: Die Faszination des Pilgerns


Pilgern ist heute aktueller denn je und spricht Menschen unterschiedlichster Altersgruppen und Lebenssituationen an. Für Andrea Reisinger, Referentin für Pilgerbegleitung der Diözese Linz, liegt das vor allem daran, dass viele Menschen in einer Zeit der Schnelllebigkeit und der globalen Krisen nach Entschleunigung, Orientierung und Sinn suchen. „Pilgern boomt, weil Menschen in einer beschleunigten und unsicheren Welt einen Weg suchen, auf dem Körper, Seele, Gemeinschaft und Spiritualität wieder zusammenfinden können“, erklärt sie. Die Faszination des Pilgerns bestehe darin, dass es mehrere Bedürfnisse moderner Menschen gleichzeitig anspreche: Wer sich auf den Weg mache, suche häufig Ruhe, Natur, Gemeinschaft, eine Auszeit vom Alltag oder Antworten auf persönliche Lebensfragen. Besonders in Phasen des Umbruchs – etwa nach einer Trennung, einem Studienabschluss, einer Kündigung oder beim Übergang in die Pension – nutzten viele Menschen das Pilgern bewusst, um innezuhalten und Veränderungen Schritt für Schritt zu verarbeiten.

 

Andrea Reisinger

Andrea Reisinger, Referentin für Pilgerbegleitung der Diözese Linz / © Kristin Thallinger

 


Dass Spiritualität beim Pilgern nach wie vor eine zentrale Rolle spielt, belegen laut Reisinger auch aktuelle Studien. So bezeichneten sich rund drei Viertel der befragten deutsch- und spanischsprachigen Pilger:innen als spirituell oder religiös. Diese Suche nach einer spirituellen Rückbindung an etwas Größeres bleibe für viele Menschen ein wichtiger Wert – auch wenn die Bindung an die institutionellen Kirchen zurückgehe. Gleichzeitig sei Pilgern keineswegs nur religiösen Menschen vorbehalten. „Wenn nichts mehr geht, geh“, zitiert Reisinger ein bekanntes Pilgersprichwort und verweist darauf, dass das Gehen helfen könne, Gedanken zu ordnen und neue Perspektiven zu gewinnen. Die intensive Wahrnehmung der Natur, beeindruckende Landschaften und das bewusste Unterwegssein vermittelten vielen Menschen ein Gefühl der Verbundenheit und ließen eine tiefere Dimension des Lebens erahnen.


Im Unterschied zu einer Wanderung stehe beim Pilgern weniger das sportliche Ziel als vielmehr der innere Weg im Mittelpunkt. Sehnsucht nach Sinn, Neuorientierung, Trauerbewältigung oder die Suche nach einer Gottesbegegnung seien häufige Beweggründe für den Aufbruch. Das bewusste Gehen ermögliche Erfahrungen, die weit über das reine Unterwegssein hinausgingen. Reisinger spricht dabei von „Ergehungen“, die oft nachhaltiger wirkten als bloße Erfahrungen: Wer Schritt für Schritt unterwegs sei, erfahre ganz konkret, was es bedeute, an persönliche Grenzen zu gelangen, Durststrecken zu überwinden und neue Kraft zu schöpfen. Dadurch wachse auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wer einen langen Weg aus eigener Kraft bewältigt habe, nehme häufig die Zuversicht mit nach Hause, auch die Herausforderungen des Alltags meistern zu können. Zudem erlebten viele Pilger:innen unterwegs Gastfreundschaft, Wohlwollen und Gemeinschaft – Erfahrungen, die den Blick auf andere Menschen verändern und Berührungsängste abbauen könnten.


Große Distanzen seien dafür nicht zwingend notwendig, betont Reisinger. Bereits wenige Kilometer achtsamen Gehens könnten die wohltuende Wirkung des Pilgerns spürbar machen, auch wenn mehrtägige Touren ein tieferes Eintauchen ermöglichten. Warum es sich lohne, einfach loszugehen, bringt sie mit einem Satz auf den Punkt: „Der Weg wandelt mich und ich spüre, dass mir der Weg entgegenkommt.“

 


Pilgern mit der Familie: Gemeinsam Schritte fürs Leben gehen


Pilgern kann gerade für Familien zu einer besonderen Form gemeinsamer Auszeit werden. Die Welser Pilgerbegleiterin Sabine Traunmüller-Reichhold erlebt immer wieder, dass Kinder und Erwachsene auf dem Weg gleichermaßen profitieren. Das Besondere sei dabei nicht die sportliche Leistung, sondern das bewusste Unterwegssein. Pilgern unterscheide sich vom Wandern dadurch, „dass wir mit Achtsamkeit auf die Natur, die Gruppe und uns selbst gehen“, betont Traunmüller-Reichhold. Spirituelle Elemente wie ein gemeinsamer Segen, Gebete, Lieder oder das Innehalten bei Kapellen und Kirchen schaffen dabei zusätzliche Impulse für die gemeinsame Zeit.


Nach ihren Erfahrungen verändert das Pilgern mit Kindern auch die Erwachsenen. Früher sei ihre Pilgergruppe oft zügig unterwegs gewesen. Erst als werdende Mütter und später Familien mit Kleinkindern mitgingen, habe sich das Tempo verändert. „Erst als wir auf werdende Mütter und dann Kleinkinder in den Tragen Rücksicht nehmen mussten, bemerkten wir, dass das Gehen in langsamerem Tempo auch für uns und unsere Aufmerksamkeit einen Mehrwert hat“, erzählt die Pilgerbegleiterin. Kinder würden Erwachsene dazu anregen, bewusster wahrzunehmen, kleine Entdeckungen am Weg wertzuschätzen und den Moment intensiver zu erleben.


Damit das Pilgern für junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem positiven Erlebnis wird, setzt Traunmüller-Reichhold auf abwechslungsreiche und kindgerechte Angebote. Waldmandalas, Lieder, Wandersprüche, das Anzünden von Kerzen in Kirchen oder Zeit für Begegnungen mit Tieren und der Natur hätten sich besonders bewährt. Familien sollten bei der Planung darauf achten, attraktive Wegabschnitte mit Aussichtspunkten, Kapellen oder besonderen Naturerlebnissen zu wählen. Zudem empfiehlt die Pilgerbegleiterin, Kinder aktiv einzubinden: „Kinder vorne gehen lassen“ habe sich oft als gute Motivation erwiesen. Wichtig seien außerdem realistische Etappen, bewährte Wanderschuhe und ausreichend Zeit für Pausen und Entdeckungen.


Als besonders familienfreundlich nennt Traunmüller-Reichhold den Tempeltalweg in Kremsmünster mit seinen Höhlen und Aussichtspunkten sowie den Weg von Fürberg auf den Falkenstein mit der Einsiedlerkapelle des heiligen Wolfgang. Solche Wege böten zahlreiche Gelegenheiten zum Staunen und Entdecken. Insgesamt beobachtet sie, dass Familien beim Pilgern nicht nur die Natur genießen, sondern auch bewusst Zeit miteinander verbringen. Gerade in einer von Krisen und hoher Geschwindigkeit geprägten Zeit könne das eine wertvolle Erfahrung sein. Das Pilgern schenke ihr persönlich „Erdung und Abstand vom Alltag“ und eröffne Raum für Gespräche, neue Gedanken und frische Kraft. Diese Erfahrung mache das Pilgern auch für Familien zu einer bereichernden Möglichkeit, gemeinsam unterwegs zu sein. Schlussendlich sei nicht das Ziel entscheidend, sondern mit wem man unterwegs ist. So sei Familienpilgern eine Gelegenheit, durch Gespräche wieder als Familie zueinanderzufinden und sich als Gemeinschaft zu spüren.

 


Gemeinsam unterwegs, gemeinsam wachsen


Als Bernadette Hackl vor zwei Jahren den Wunsch verspürte, wieder auf Pilgerreise zu gehen, stand sie vor einer neuen Herausforderung: Sie war mittlerweile Mutter eines damals vierjährigen Sohnes. Allein aufzubrechen kam für sie nicht mehr infrage. „Da ich voll berufstätig bin, fühlte es sich für mich nicht stimmig an, auch im Sommer allein unterwegs zu sein“, erzählt sie. Stattdessen suchte sie nach einer Möglichkeit, das Pilgern mit dem Familienleben zu verbinden. Aus dieser Überlegung entstand ein besonderes Abenteuer: zunächst auf dem Benediktweg in Oberösterreich, später auf einem Abschnitt des berühmten Camino Francés in Spanien.


Mit ihrem Sohn, der bei der ersten gemeinsamen Pilgerreise viereinhalb Jahre alt war, machte sie sich auf den Weg. Die ersten Erfahrungen sammelten Mutter und Sohn direkt vor der eigenen Haustür. Die Etappen waren bewusst so gewählt, dass Unterstützung jederzeit erreichbar gewesen wäre. Ein Pilgerwagen, den Hackl zog, erleichterte ihrem Sohn die Reise, Unterkünfte bei Freundinnen und Freunden entlang des Weges sorgten für Sicherheit und Flexibilität. „Alles war so organisiert, dass wir jederzeit abbrechen konnten“, berichtet sie.

 

Bernadette Hackl unterwegs mit ihrem Sohn

Bernadette Hackl unterwegs mit ihrem Sohn. / © privat

 


Vor dem Aufbruch verband Hackl große Hoffnungen mit der Reise. Aus früheren Pilgererfahrungen kannte sie die besondere Qualität des Unterwegsseins: Zeit im Hier und Jetzt, Einfachheit und eine intensive Begegnung mit sich selbst und mit Gott. Gleichzeitig wusste sie nicht, wie sich diese Erfahrung durch die Begleitung eines kleinen Kindes verändern würde. „Es war das durchdachteste und dabei offenste Projekt, das ich bisher gemacht habe“, sagt sie rückblickend. Ihre wichtigste Erwartung sei gewesen, eine gute gemeinsame Zeit zu erleben und den Weg so zu gestalten, dass er für beide passe. Die erhofften ruhigen Momente für sich selbst hätten sich zwar nicht im gleichen Ausmaß eingestellt wie auf Solo-Pilgerreisen, dafür habe sie zahlreiche Erfahrungen gemacht, die ohne Kind niemals möglich gewesen wären.


Der Weg dorthin war allerdings von vielen Fragen begleitet. Wie weit kann ein kleines Kind gehen? Was passiert bei schlechtem Wetter? Was, wenn unterwegs Hilfe benötigt wird oder die Motivation nachlässt? Gerade diese Unsicherheiten führten zu einer besonders sorgfältigen Vorbereitung. Vor der späteren Reise auf dem Jakobsweg in Spanien stellten sich viele dieser Fragen erneut. Inzwischen war ihr Sohn zu groß für den Pilgerwagen, gleichzeitig war der Wunsch, weiter zu pilgern, gewachsen. Der Camino Francés erschien ideal: gut ausgebaute Infrastruktur, überschaubare Tagesetappen und viele andere Pilgernde entlang des Weges.

 


Zwischen Verantwortung und Abenteuer


Trotz aller Planung blieb die Reise eine Herausforderung. Während die erste gemeinsame Pilgererfahrung in Oberösterreich „überraschend gut“ verlief, verlangte die mehr als dreiwöchige Wanderung durch Spanien beiden einiges ab. Über 100 Kilometer legten Mutter und Sohn zu Fuß zurück. Besonders die ständige Verantwortung empfand Hackl als anstrengend. Sie musste Entscheidungen treffen, auf die Bedürfnisse ihres Kindes achten und gleichzeitig den Alltag auf Reisen organisieren. Auch die Suche nach geeigneten Unterkünften oder Essen, das ihrem Sohn schmeckte, stellte sie immer wieder vor praktische Herausforderungen. Für den damals Fünfjährigen wiederum war vor allem die Sprachbarriere eine Belastung. Es gab nur wenige andere Kinder und auch wenige Erwachsene, die ihm wirkliche Zeit schenkten. Zudem vermissten die beiden den Rest der Familie stärker als erwartet.


Dennoch überwiegen die positiven Erinnerungen deutlich. Besonders bewegend waren für Hackl zwei Momente: der erste Aufbruch von zu Hause und die Ankunft in Santiago de Compostela. Das Losgehen, nach so intensiver Planung und Zweifel beschreibt Hackl als ein Gefühl von Mut, Freude und Spannung. Nach 19 Tagen auf dem Weg erreichten Mutter und Sohn ihr Ziel. „Da bekomme ich gleich wieder Gänsehaut“, erzählt sie. Auf den letzten Metern wurden sie Teil einer Gruppe spanischer Jugendlicher, die singend und voller Freude in die Stadt einzog. „Ihre Freudenwelle nahm uns mit und drückte aus, wovon mein Herz überging.“ Dieser Augenblick stehe für die Kraft und die Verbundenheit, die Pilgern schaffen könne.


Die gemeinsame Zeit hat auch die Beziehung zwischen Mutter und Sohn nachhaltig geprägt. Immer wieder erinnern sie sich an Erlebnisse unterwegs, lachen gemeinsam darüber und spüren, wie außergewöhnlich diese Wochen waren. Hackl ist überzeugt: „Wir haben gemeinsam etwas Mutiges gewagt und eine große Herausforderung bewältigt. Das wirkt bis heute nach.“ Ihr Sohn habe eine Erfahrung gemacht, die nur wenige Kinder in diesem Alter erleben. Er erzähle noch immer gerne davon und sei stolz auf seine Pilgerurkunde. Auch wenn er nicht alles wiederholen würde – insbesondere das Fliegen oder manche einfachen Unterkünfte –, steht für ihn fest: Pilgern würde er wieder. Die gemeinsame Reise zeigt, dass Pilgern nicht nur ein persönlicher Weg sein kann, sondern auch eine wertvolle Möglichkeit, als Familie zusammenzuwachsen, Vertrauen zu stärken und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.

 


Tipps der Pilgerbegleiter:innen zum Pilgern mit der Familie:

 

  • Natur-Rätselspiele spielen: Gemeinsam Begriffe aus der Natur von A bis Z sammeln – von „A wie Amsel“ bis „Z wie Zapfen“ – oder ein Kettenspiel machen, bei dem das nächste Wort mit dem letzten Buchstaben des vorherigen beginnt.
     
  • Erinnerungen sammeln: Unterwegs besondere Steine, Blätter, Zapfen oder andere Naturschätze suchen und mit nach Hause nehmen. Daraus kann später ein persönliches Pilgerbild oder eine Erinnerungscollage gestaltet werden.
     
  • Naturmandalas legen: An einem schönen Platz, etwa bei einer Kapelle oder Raststation, aus Naturmaterialien gemeinsam ein Mandala gestalten.
     
  • Gemeinsam singen: Lieder lockern die Wanderung auf, fördern das Gemeinschaftsgefühl und helfen besonders Kindern, motiviert zu bleiben.
     
  • Bewusst Stille erleben: Ein Stück des Weges schweigend gehen und dabei die Sinne schärfen. Anschließend erzählen sich die Teilnehmenden gegenseitig, was sie gesehen, gehört, gerochen oder gespürt haben.
     
  • Sinnesspiele nutzen: Varianten von „Ich sehe was, was du nicht siehst“ eignen sich hervorragend für den Pilgerweg – etwa „Ich höre etwas, das du nicht hörst“ oder „Ich spüre etwas, das du nicht spürst“.
     
  • Gemeinschaft erfahrbar machen: Gemeinsam ein Fladenbrot teilen und dabei die Emmausgeschichte erzählen. So werden die Themen Gemeinschaft, Verbundenheit und das Miteinander-Unterwegssein auf einfache und kindgerechte Weise erfahrbar.

Pilger - gemeinsam unterwegs

Pilgern: Schritt für Schritt dem Ziel entgegen. © Diözese Linz - Kienberger

 

 

Neues Portal pilgern.at macht Österreich als Pilgerland sichtbar


Österreich ist Pilgerland: Das verdeutlicht das neue Portal www.pilgern.at, das am 7. Juli 2026 online gegangen ist. Das Webportal bündelt rund 100 Pilgerwege, die ein Netz von rund 30.000 Kilometern Länge über ganz Österreich spannen. Neben Informationen zu Wegführung, Länge, einzelnen Etappen und Schwierigkeitsgraden der jeweiligen Wege bietet das Portal Interessierten auch die Möglichkeit, sich mit Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleitern zu vernetzen und einen kostenlosen "digitalen Pilgerpass" zu aktivieren.


Umgesetzt wurde das Online-Projekt vom Arbeitskreis Tourismuspastoral der Katholischen Kirche Österreichs - Bereich "Pilgern in Österreich" - in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI) und dem Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Technisch zeichnet die Wiener Agentur Zeitpunkt für die Umsetzung verantwortlich. Das Portal wurde außerdem gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus.


Der Pilger-Experte und Arbeitskreis-Vorsitzende Roland Stadler verwies auf die Vielfalt der Pilgerwege in Österreich, die nun erstmals auf einer Seite gebündelt werden: "Österreich hat eine große Vielfalt an Pilgerwegen – von herausfordernden alpinen Wegen im Westen bis hin zu klösterlich-kulturell geprägten Wegen im Osten; von Radpilgerstrecken bis hin zu meditativen Wegen."


Bislang habe man die Wege verstreut auf verschiedenen Wanderportalen und Websites der Tourismusverbände suchen müssen. Nun gebe es eine einheitliche und thematisch auf den Charakter des Pilgerns fokussierte Seite, die nicht nur über die „hard facts“ der einzelnen Strecken informiert, sondern auch geistliche Hinführung und Impulse bietet. Stadler: „Im Pilgern wird das Menschsein ganzheitlich mit Körper, Geist und Seele erfahren – im Gehen, in den Begegnungen, in den Erkenntnissen des Herzens. Pilgern ist ein offener Zugang zu Spiritualität – und das wollen wir auf der Website spürbar werden lassen."

 

Weltpilgertag

Aufbrechen, loslassen, ankommen. © Diözese Linz - Kienberger

 


Die nahezu 100 auf der Website verzeichneten und mit einer praktischen Kartenansicht auffindbaren Wege bestehen aus insgesamt fast 800 Etappen, die ebenfalls kurz beschrieben und mit Kartenmaterial versehen sind. Zudem finden sich laufend aktuelle Nachrichten zum Thema Pilgern in Österreich auf der Seite sowie Tipps und Anregungen für gelingende Pilgerreisen. Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter können sich dort außerdem kostenlos registrieren und ihre Angebote unterbreiten.


Geplant ist künftig auch noch eine Erweiterung um wichtige Punkte auf den Wegstrecken wie Kirchen samt den nächsten Gottesdiensten, Kapellen oder anderen Sehenswürdigkeiten. Auch der Bereich der geistlichen Impulse soll weiter ausgebaut werden, hieß es seitens der Initiatoren.


www.pilgern.at

 


Neuer Pilgerweg in Oberösterreich: Der Wilheringer Pilgerweg


Der neue Wilheringer Pilgerweg „Von der Donau bis zur Moldau“ wurde am 19. April 2026 eröffnet und verbindet auf 132 Kilometern die beiden Flüsse und führt durch elf Gemeinden in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Linz-Land bzw. in zwei EU-Ländern. Dieses grenzüberschreitende Pilgern lädt dazu ein, verbunden mit der Schönheit der Mühlviertler Landschaft neue Wege miteinander und zueinander zu gehen. Durch den Weg wird das Stift Wilhering mit seiner ehemaligen Tochtergründung, dem Stift Hohenfurth in Südböhmen und mit allen Kirchen der Region verbunden, die vom Stift Wilhering seelsorglich betreut werden. Entlang der Strecke laden die Kirchen zu spirituellen Impulsen ein, inspiriert von der zisterziensischen Spiritualität: 15 „Gs“ spannen den Bogen von „Gesegnet“ bis „Gewandelt“.

 

Alle Infos unter www.wilheringerweg.at

 


Lehrgang Pilgerbegleitung


150 Pilgerbegleiterinnen sind aktuell im Netzwerk der spirituellen Wegbegleiter:innen aktiv. Seit 2008 wurden in der Diözese Linz in 15 Lehrgängen 270 Pilgerbegleiter:innen ausgebildet (aus Österreich und Deutschland). Der nächste Lehrgang startet im April 2027. Am 11. Februar 2027 findet dazu ein online Informationsabend statt.


Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Pilgerbegleiter:innen.

 

 

Literaturempfehlungen:


Themenheft der Katholischen Jungschar: Kinder- und Familiengottesdienste zum Pilgern, Wallfahrten & Co mit Kindern und Jugendlichen


Das Themenheft Kinder-Gottesdienst-Gemeinde ist ein vier Mal im Jahr erscheinendes Heft zu Festen im Kirchenjahr, Sonntagen im Jahreskreis und speziellen Themen. In jedem Heft finden Sie verschiedene Feiervorschläge (Kinder-Wort-Gottes-Feier, Familienmesse) für unterschiedliche Altersgruppen.


Die Ausgabe Nr. 159 „Mit Gott unterwegs“ widmet sich ganz dem Thema Pilgern mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Weitere Themen im Heft sind: Familienpilgertag „Unterwegs auf Jesu Spuren“, Firmlingspilgern „Auf dem Weg des Glaubens“, Familienpilgertag „Mit Maria unterwegs“, Franziskuspilgern mit dem Sonnengesang, Lieder und weitere Ideen.


Zu bestellen unter: kjs@dioezese-linz.at, 0732/7610-3341 oder im Shop:
Einzelheft: 4,50 zuzügl. Versandkosten


Probelesen


Literaturempfehlungen der Buchhandlung „Buch & Segen" zum Thema Pilgern

 

 

 

 

kathpress

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