St. Florianer Orgelsommer mit Matinéekonzerten an der Brucknerorgel
Im Rahmen des heurigen St. Florianer Orgelsommers präsentieren drei junge internationale Künstlerinnen und Künstler an drei Sonntagen die berühmte Brucknerorgel in sommerlichen Matineekonzerten. Beginn ist jeweils um 11.00 Uhr.
Den Auftakt macht Jacobus Gladziwa. Er wirkt in Leipzig und stellt am 12. Juli mit seinem Programm interessante Bezüge zu Anton Bruckner her: Unter anderem wurde Bruckners 7. Symphonie in Leipzig uraufgeführt.
Katharina Zauner aus Kleinzell im Mühlkreis, die als Preisträgerin des Wettbewerbs „Augustinus Franz Kropfreiter“ (Stift St. Florian, 2024) bereits mit der Brucknerorgel vertraut ist, wird am 19. Juli dem Instrument abwechslungsreiche Klänge „zwischen laut und leise“ entlocken.
Am 2. August kommt die Südkoreanerin Dawon Lee nach musikalischen Studienabschlüssen in ihrer Heimat sowie in Hamburg – und mit mehreren internationalen Wettbewerbserfolgen „im Gepäck“ – nach St. Florian, um mit „Halleluja“-Klängen den Orgelsommer festlich zu beschließen.
Zusätzlich findet am Samstag, 8. August 2026, ein weiteres Konzert statt: Die renommierte Organistin Yuan Shen gastiert mit Werken von J. S. Bach, F. Mendelssohn Bartholdy, C. Franck, F. Liszt, C. Debussy u. a. an der Brucknerorgel. Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin des Beijing International Organ Festivals und Professorin am Central Conservatory of Music in Peking. Als siebenfache Erstpreisträgerin und Jurorin bei internationalen Wettbewerben gilt Yuan Shen als die international und im eigenen Land einflussreichste chinesische Organistin. Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr
Der Eintritt – freiwillige Spenden – kommt der Restaurierung des Adlerbrunnens zugute.

Die Bruckner-Orgel in der Stiftsbasilika gehört zu den berühmtesten Orgeln in Oberösterreich. © Andreas Etlinger
Über die Brucknerorgel
Die Brucknerorgel im Augustiner Chorherrenstift St. Florian gehört zu den berühmtesten Orgeln Europas. Untrennbar ist sie mit dem Komponisten Anton Bruckner verbunden, der in der Stiftskirche wirkte und sogar unter „seiner“ Orgel begraben ist.
Das Instrument wurde von 1770 bis 1774 vom Laibacher Priester und Orgelbauer Franz Xaver Chrisman erbaut und 1930 nach dem ehemaligen Florianer Sängerknaben, Lehrer und Organisten Anton Bruckner benannt. Mit ihren vier Manualen, 103 Registern und 7389 Orgelpfeifen ist sie ein Meisterwerk der Orgelbaukunst und weit über die Landesgrenzen bekannt.








