Freitag 3. Juli 2026

MIVA: Christophorus-Aktion 2026 mit Schwerpunkt auf Bildung

Die MIVA Austria bittet im Juli im Rahmen der ChristophorusAktion 2026 um Spenden unter dem Motto „Pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für ein MIVA-Fahrzeug“. Einen Schwerpunkt bildet die Hilfe für Bildung und Ausbildung junger Menschen. Am Christophorus-Sonntag (19. Juli 2026) werden in Kirchen Spenden gesammelt und Fahrzeuge gesegnet.

Jahr für Jahr unterstützt die MIVA Austria (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) mit Sitz in Stadl-Paura Fahrzeugprojekte in mehr als 50 Ländern der Welt. Die Spendengelder werden in dringend notwendige Fahrräder, Schulbusse, Geländefahrzeuge, Ambulanzen, Traktoren, Rollstühle, Dreiräder und sogar Maultiere investiert.Exemplarisch werden heuer zwei Projekte in Nepal, Kenia und Brasilien vorgestellt.

 

MIVA: Christophorus-Aktion 2026 mit Schwerpunkt auf Bildung

Die MIVA Austria hilft mit, dass Kinder, den Schulweg bewältigen können. © MIVA Austria / Carl & Kornder

 

Neue Busse für Schulkinder

 

Die kirchliche Schule „Little Flower School“ in Sehari, im Westen Nepals, fördert ihre Schüler:innen mit vielen kreativen Methoden und bringt so die „kleinen Blumen“ zu Blühen. Die Kinder und Jugendlichen gehören zur Minderheit der Tharu, die sich selbst „Menschen des Waldes“ nennt. Die Armut ist groß; die Familien können selbst keinen Transport zur Schule organisieren. Um den Kindern einen langen und vor allem in der Regenzeit gefährlichen Schulweg zu ersparen, ist ein Schulbus im Einsatz. Allerdings stößt er längst an seine Grenzen. Die Nachfrage ist groß, denn die Eltern sehen die Schule als große Chance für ihre Kinder. Der Schulbus ist mittlerweile am Morgen zweieinhalb Stunden unterwegs und kann trotzdem nicht alle Kinder abholen. Ein zweiter Bus soll jetzt Entlastung bringen. Er wird etwa 33.000 Euro kosten.

 

MIVA: Christophorus-Aktion 2026 mit Schwerpunkt auf Bildung

Voller Bus: In der „Little Flower School“ in Nepal benötigt man dringend ein zweites Transportmittel. © MIVA Austria

 

Der Mühlviertler Verein „Arbing meets Africa" bietet in Kamobo, im Westen Kenias, Non-Profit-Schulen. In der Provinz Rift Valley leben viele Menschen in Armut. Die öffentlichen Schulen sind in der Regel unterfinanziert. Bis zu 90 Kinder werden in einer Klasse unterrichtet, der Schulbesuch ist für viele Familien zu teuer, denn Schuluniformen, Lehrmaterialien und Transport zur Schule sind teuer. „Arbing meets Africa" hat nun zu einer bestehenden Grundschule eine „Junior Secondary School“ gegründet. Die beiden Schulen bieten gediegene Bildung von der Vorschule bis zum Schulabschluss und versorgen die Schüler:innen mit zwei Mahlzeiten täglich. Auch in Kamobo ist bereits ein Schulbus im Einsatz. Ein zweiter wird nach der Eröffnung der neuen Schule dringend gebraucht. Er kostet knapp 50.000 Euro.

 

MIVA: Christophorus-Aktion 2026 mit Schwerpunkt auf Bildung

Der Mühlviertler Verein „Arbing meets Africa" benötigt für sein Schulprojekt in Kenia dringend einen zweiten Bus. © MIVA Austria / Christoph Haslinger-Galipeau

 

Kleinbus für Jugendliche


In Garanhuns, im nordöstlichen Bundesstaat Pernanmbuco, haben „Schwestern der Maria von Schoenstatt“ ein Bildungszentrum mit Schwerpunkt auf Jugendarbeit eingerichtet. Die Nachfrage ist groß, aber für manche Jugendliche ist es schlicht zu teuer, mit dem Autobus anzureisen. Darum haben die Schwestern einen Abholdienst eingerichtet und verlegen manche Bildungsangebote hinaus in die Dörfer. Das Auto, das dafür bisher zur Verfügung stand, ist alt und auf den schlechten Straßen klapprig geworden. Nun soll ein Kleinbus mit sieben Sitzen aushelfen. Zu den Kosten von etwa 22.000 Euro soll die MIVA 9.000 Euro beitragen.


Fahrzeugsegnungen und Sammelaktionen


Die ChristophorusAktion trägt den Namen des Heiligen Christophorus, der in der katholischen Kirche als Patron der Reisenden gilt. Der traditionelle Christophorus-Sonntag – der jährliche Höhepunkt der Spendenaktion – ist heuer am 19. Juli. In vielen Pfarren finden Fahrzeugsegnungen und Sammelaktionen statt und es werden besondere Sammelkörbe oder Opferstöcke aufgestellt. Eine Übersicht der Fahrzeugsegnungen in den einzelnen Pfarrgemeinden (inkl. Sortiermöglichkeit nach Diözesen) findet sich unter: www.miva.at/fahrzeugsegnungen

 

Über die MIVA

 

Die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft, kurz MIVA, ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche und unterstützt alljährlich Projekte in mehr als 50 Ländern der Welt. Ihr Ziel ist es, Menschen in den ärmsten Regionen der Welt mit lebensnotwendiger Mobilität im pastoralen, medizinischen oder sozialen Bereich zu unterstützen. Mobilität ist vielfältig: Sie sichert Existenzen, ermöglicht Bildung, schenkt den Menschen Hoffnung, hilft Distanzen zu überwinden und rettet im Notfall Leben.

 

2025 wurden insgesamt 252 Mobilitätsprojekte in 53 Ländern realisiert. Insgesamt wurden 2.694 Fahrzeugeinheiten mit einer Gesamtleistung von rund 4,9 Millionen Euro eingesetzt, darunter Fahrräder, Schulbusse, Geländefahrzeuge, Ambulanzen, Traktoren, Rollstühle, Dreiräder und sogar Maultiere.

www.miva.at

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