Konsistorialrat P. Albert Dückelmann OSB verstorben
P. Albert Dückelmann wurde als Georg (Jörg) Dückelmann am 14. November 1942 in Tragwein geboren. Von 1952 bis 1960 besuchte er das Stiftsgymnasium Kremsmünster und nahm nach der Matura das Studium der Medizin an der Universität Wien auf, doch sein Berufswunsch änderte sich. Am 31. Oktober 1964 trat er in das Stift Kremsmünster ein und legte als Fr. Albert am 1. November 1965 die Einfache Profess sowie am 18. August 1968 die Ewige Profess ab. Das Philosophie- und Theologiestudium absolvierte er von 1965 bis 1969 in Kremsmünster und Salzburg. Am 6. Juli 1969 empfing er die Priesterweihe und feierte am 13. Juli 1969 in Tragwein seine Primiz.
P. Albert war von Grund auf eine dienende Person: im Kloster, in der Schule, und in der Seelsorge. Aufgrund seiner medizinischen Grundausbildung konnte er über dreißig Jahre lang als Infirmar im Kloster den kranken Mitbrüdern kompetent zur Seite stehen. Auch als Gastmeister empfing er die Gäste mit gütiger Zuvorkommenheit und Freundlichkeit. Sprichwörtlich war die mitbrüderliche Bezeichnung „LiebAlbert“.
Über zweieinhalb Jahrzehnte wirkte P. Albert als Lehrer am Stiftsgymnasium im Fach Chemie (1970 bis 1996) und als Erzieher im Internat (1969 bis 1994) für die Schüler. Als gütiger Pädagoge, der nicht streng sein konnte, vermittelte er vor allem die Liebe Gottes. Es machte ihm nichts aus, wenn die Schüler seine Güte manchmal ausnützten, seine persönliche Zuwendung zum Menschen aus einem tiefen Glauben an Gott war immer stärker. Dieser Glaube speiste sich aus der Feier der Eucharistie und der Verehrung der Gottesmutter Maria, was ihn regelmäßig zu Fußwallfahrten nach Mariazell führte.
Von 1993 bis 1999 und ab 2014 wirkte P. Albert Dückelmann als Rektor der Oblaten, in deren Gemeinschaft er sich immer wohlfühlte. Für sie und viele andere Menschen war er ein gesuchter Beichtvater, wovon auch ungezählte Briefkontakte zeugen. Seine einfühlsame Art bewegte die Herzen und führte sie näher zu Gott. Darüber hinaus engagierte er sich in der Fokolar-Bewegung, als Assistent der Franziskanischen Gemeinschaft (1982 bis 2001) und als Mitarbeiter der Hagio-Therapie von P. Florian (1994 bis 2000).
Mit knapp sechzig Jahren übernahm er 2001 die Aufgabe eines Pfarrprovisors in Ried im Traunkreis. Seelsorger von Herzen, war es für ihn eine Freude, für seine Gemeinde da zu sein. Es gab niemanden, mit dem er nicht gut auskam. Frau Rosa Wolkerstorfer, über sechzig Jahre Pfarrhaushälterin in Ried, unterstützte ihn in der Pfarre tatkräftig. In seiner Zeit wurde unter anderem das Pfarrheim renoviert und der Glockenstuhl der Kirche mit Turmhelm und Turmkreuz generalsaniert. Bis zuletzt wusste sich P. Albert den Menschen in Ried verbunden.
Nach der Rückkehr ins Kloster im vergangenen Jahr ließen seine Kräfte in den letzten Monaten nach, schon länger plagten ihn Herzprobleme. Sein Tod durch starke innere Blutungen nach einem Riss der Aorta am Vorabend des Herz-Jesu-Festes kam dennoch völlig überraschend. Möge Gott nun P. Albert jene vollkommene Liebe schenken, von der er Zeit seines Lebens gesprochen und die er vielen Menschen vermittelt hat, und ihn aufnehmen in die Gemeinschaft der Heiligen.
Die Klostergemeinschaft hält für P. Albert Dückelmann die Totenwache am Donnerstag, 18. Juni 2026 um 19.00 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster. Dort kann ab 13.00 Uhr vom Verstorbenen Abschied genommen werden.
Der Begräbnisgottesdienst wird am Freitag, 19. Juni 2026 um 14.00 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster gefeiert. Anschließend wird der Verstorbene auf dem Klosterfriedhof des Stiftes Kremsmünster beigesetzt.
Parte von P. Albert Dückelmann OSB zum Download
Konsistorialrat P. Albert Dückelmann OSB ist am 11. Juni 2026 im 84. Lebensjahr verstorben. © Stift Kremsmünster / D. Rodemund







