Sonntag 4. Oktober 2026

Wien: Interreligiöser Pavillon als „Brückenbauer" beim ESC

Die Religionsgemeinschaften ziehen ein positives Resümee über die Zusammenarbeit und die Begegnungen mit Besucher:innen während des Eurovision Song Contests 2026.

Unter dem Motto „United in Humanity – Connected by Music" stand in den vergangenen Tagen im großen ESC Village am Wiener Rathausplatz fünf Tage lang ein interreligiöser Pavillon als „Begegnungsraum" offen. Nicht das Trennende sei dort in den Vordergrund getreten, „sondern das, was Menschen über Religionen, Kulturen und Länder hinweg verbindet", zogen die Veranstalter Resümee: Frieden, Würde, Hoffnung, Mitgefühl und der Wunsch nach einem guten Miteinander. Das Potenzial des interreligiösen Pavillons als „Brückenbauer" habe etwa die „Wall of Hope" aufgezeigt, so das Team der Verantwortlichen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften. Rund 220 Botschaften von Liebe und Toleranz von Menschen aus über einem Dutzend Ländern seien dort hinterlassen, berichtete die Erzdiözese Wien.

Vertreter:innen verschiedener Religionsgemeinschaften waren während der Dauer des Eurovision Song Contest im interreligiösen Pavillon gemeinsam präsent, kamen mit Besucherinnen ins Gespräch und machten dabei sichtbar, „was interreligiöser Dialog konkret bedeuten kann: zuhören, fragen, erzählen, einander ernst nehmen", hieß es weiter. Auch die beteiligten Gemeinschaften hätten die Initiative als Bereicherung erlebt.


Suche nach „echter Begegnung"


Gezeigt habe sich auch, dass viele Menschen Halt, Orientierung, Zuversicht und echte Begegnung suchten, wobei der Glaube und der spirituelle Weg hier wichtige Antworten liefern könnten. Die Menschen „blieben stehen, obwohl es nichts zu gewinnen, nichts zu konsumieren und keine laute Aktion gab. Es gab Gespräche, Informationen und die Möglichkeit, eine Friedensbotschaft zu hinterlassen", so die Veranstalter.

Initiiert wurde das Projekt von Mitarbeiterinnen des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien. Die Umsetzung erfolgte durch Vertreter:innen verschiedener Religionsgemeinschaften, etwa dem Buddhismus, Judentum, Bahá'í, Sikhismus, Islam sowie unterschiedlicher christlicher Konfessionen, in Kooperation mit der Stadt Wien und der kirchlichen Initiative „Denk Dich Neu".

 

Kathpress

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