FahrradAktion 2026 der MIVA
Die FahrradAktion der MIVA Austria steht diesmal im Zeichen der Bildung für Kinder und Jugendliche, die aus armen Verhältnissen kommen. Lange, beschwerliche und bisweilen unsichere Schulwege sind oft der Grund, warum Schülerinnen und Schüler nicht zur Schule kommen oder den Schulbesuch abbrechen. Dabei ist eine solide Schulbildung grundlegend für ein selbstbestimmtes Leben. MIVA-Fahrräder sollen den jungen Menschen helfen, die Distanzen zu überwinden.
© MIVA
Dalits in Indien
Die Diözese Khamman liegt im indischen Bundesstaat Telengana. Die etwa 220.000 Katholikinnen und Katholiken gehören zu den „Dalits“ und „Adhivasi“, die in der Rangordnung des von Kasten geprägten Landes ganz unten angesiedelt sind. Besonders für Mädchen kann der Schulweg gefährlich werden. Zudem kosten lange Schulwege Zeit und Kraft. Die Diözese hat um 100 Fahrräder für Schülerinnen und Schüler gebeten. In Indien sind sie besonders günstig: ein Rad kostet nur etwa 70 Euro.
Vertriebene in Fada N’Gourma, Burkina Faso
In Burkina Faso ist das Leben unsicher geworden. Putschisten, diverse Milizen sowie islamistische Rebellen sind gefährlich für die einheimische Bevölkerung. In Fada N’Gourma, etwa 220 Kilometer östlich der Hauptstadt Ouagadougou, leben viele Familien, die aus unsicheren Zonen geflüchtet sind. Redemptoristen-Missionare haben für deren Kinder die Grundschule „Notre Dame de la paix“ gegründet. 80 MIVA-Fahrräder sollen bald die Schulwege erleichtern. Eines kostet etwa 85 Euro.
Berufsschülerinnen in Touba, Mali
In der Region Touba kommt die Hälfte der Kinder nicht zum Unterricht; vor allem Mädchen brechen die Schule ab. Wer keinen Schulabschluss vorweisen kann, hat aber kaum eine Chance auf eine menschenwürdige Arbeit. Die Gefahr, von kriminellen Gruppierungen rekrutiert zu werden, ist groß. Kinderehen sind häufig; die Frauen bleiben ein Leben lang von ihren Männern wirtschaftlich abhängig. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, haben Don-Bosco-Schwestern in Touba eine Berufsschule gegründet. Derzeit werden 98 Mädchen zu Schneiderinnen oder Frisörinnen ausgebildet. Diejenigen mit den weitesten Schulwegen sollen jetzt MIVA-Fahrräder bekommen. Geplant sind 50 Räder zum Preis von je 102 Euro.
Fahrräder bieten über die Schule hinaus die Möglichkeit, mobil zu werden und tragen so zum Selbstbewusstsein bei. Spenden für MIVA-Fahrräder sind gut investiert. Sie tragen zur Bildung junger Menschen bei und verbessern ihre Lebenschancen.
Über die MIVA
Die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft, kurz MIVA, ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche und unterstützt alljährlich Projekte in mehr als 50 Ländern der Welt. Ihr Ziel ist es, Menschen in den ärmsten Regionen der Welt mit lebensnotwendiger Mobilität im pastoralen, medizinischen oder sozialen Bereich zu unterstützen. Mobilität ist vielfältig: Sie sichert Existenzen, ermöglicht Bildung, schenkt den Menschen Hoffnung, hilft Distanzen zu überwinden und rettet im Notfall Leben.
Mehr zum Schwerpunkt der diesjährigen MIVA-FahrradAktion sowie den Spendenmöglichkeiten unter www.miva.at/fahrradaktion2026







