Montag 20. April 2026

Diözesane Wohnheime: leistbarer Wohnraum für Student:innen

Angesichts steigender Wohnkosten bieten diözesane Studierendenheime in Linz leistbaren Wohnraum, verlässliche Rahmenbedingungen und ein Gemeinschaftsleben, das junge Menschen sozial, menschlich und spirituell unterstützt.

Die finanzielle Situation vieler Studierender in Österreich bleibt angespannt. Zwar ist der Anteil jener mit finanziellen Schwierigkeiten im Vergleich zu 2023 von 29 auf 25 Prozent gesunken, dennoch liegt dieser Wert weiterhin über dem Niveau vor der Pandemie und der Phase hoher Inflation. Zu diesem Ergebnis kommt die Studierenden-Sozialerhebung 2025, die das Institut für Höhere Studien im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung erstellt hat.

 

Besonders stark ins Gewicht fallen die Wohnkosten: Sie sind zwischen 2015 und 2025 um rund 50 Prozent gestiegen und machen mittlerweile 38 Prozent des gesamten Studierendenbudgets aus. Vor allem Studierende mit geringem Budget und ältere Studierende sind davon überdurchschnittlich betroffen.

 

 

Leistbares Wohnen in diözesanen Wohnheimen

 

Die Katholische Hochschulgemeinde Linz (KHG) betreibt in Linz drei Studierendenheime: das Franz-Jägerstätter-Heim, das Petrinumheim und das Salesianumheim. Rainer Burgstaller ist Geschäftsführer der KHG-Studierendenheime und kennt die angespannte Situation im Wohnungsmarkt. Die aktuelle mediale Diskussion rund um steigende Wohnkosten für Studierende stelle die finanzielle Belastung vieler junger Menschen zurecht in den Fokus, so Burgstaller. Student:innen, die in Studierendenheimen wohnen, erleben jedoch vielfach eine andere – oft stabilere und sozial eingebettete – Wohnsituation. "Für uns als KHG ist leistbares Wohnen immer noch gelebter Auftrag. Wir wollen Räume schaffen, in denen junge Menschen nicht nur wohnen, sondern ankommen können – menschlich, sozial und spirituell.“ Dass dies trotz steigender Kosten weiterhin zu fairen Preisen möglich sei, ist ein bewusster Beitrag der Kirche zu sozialer Gerechtigkeit, erklärt Burgstaller.

 

Rainer Burgstaller, Geschäftsführer der KHG-Studierendenheime

Rainer Burgstaller, Geschäftsführer der KHG-Studierendenheime / © KHG Linz


Alle drei KHG-Heime liegen mit ihren durchschnittlichen Monatsmieten, inklusive Betriebskosten im unteren Viertel jener Studierenden, die weniger als 400 € monatlich für Wohnen ausgeben. In einer Zeit stark steigender privater Mieten sichern Studierendenheime planbare und faire Wohnkosten für Student:innen, so Burgstaller.
 

 

Mehr als nur ein Zimmer


Die KHG-Studierendenheime verstehen sich als Lebensraum. Die Heime bieten Studierenden nicht nur einen leistbaren Platz zum wohnen, sondern auch ein Umfeld, das Gemeinschaft, Unterstützung und persönliche Entfaltung fördert. Neben den individuellen Zimmern stehen den Bewohner:innen gemeinschaftlich genutzte Räume zur Verfügung, etwa Küchen, Aufenthaltsräume oder Lernbereiche. Von der Hochschulseelsorge angeboten werden außerdem regelmäßige spirituelle Angebote, wie wöchentliche Morgenmeditationen und monatliche Gottesdienste. Für den Ausgleich zum Studium gibt es einen KHG-Chor und diverse Sport-Angebote.

Informationen und Angebote zur Hochschulseelsorge

 

 

Studierendenheim Petrinum
Wohnheim Franz Jägerstätter
Galerie-Cafe im Wohnheim Franz Jägerstätter
Gottesdienst im Raum der Stille (Wohnheim Franz Jägerstätter)

© KHG Linz

 

 

Weitere Informationen zu den KHG-Studierendenheimen finden Sie auf der KHG-Website.

 

 

Studierenden-Sozialerhebung 2025

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